Flitterwochen

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Hochzeitsreise ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zur deutschen Filmkomödie mit Dieter Hallervorden aus dem Jahr 1969 siehe Die Hochzeitsreise.

Als Flitterwochen wird eine Zeit unmittelbar nach der Hochzeit bezeichnet, die das Paar gemeinsam verbringt. Die Flitterwochen werden oftmals mit einer Hochzeitsreise verbunden. Der Begriff zweite Flitterwochen findet mitunter Verwendung, wenn ein Paar mittels einer Reise seine Ehe neu beleben möchte.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff stammt wahrscheinlich von dem althochdeutschen filtarazan („liebkosen“) und dem mittelhochdeutschen gevlitter („heimliches Lachen“) bzw. vlittern („kichern, flüstern, kosen“) ab.[1] In der Ökonomischen Encyclopädie von Krünitz von 1858 heißt es zur Definition, eine Flitterwoche sei (Zitat) „im Scherze, die erste Wochen im Ehestande, wo sich die gegenseitige Zärtlichkeit noch in ihrer ganzen Stärke zeiget; in welchem Verstande man auch wohl der Flittermonat braucht, wenn anders diese Zärtlichkeit die Dauer eines Monats erreicht.“ Auch hier wird davon ausgegangen, dass der Begriff (Zitat) „[…] entweder, weil die jungen Weiber in der ersten Woche noch die mit Flittern besetzte hochzeitliche Haube und Bänder trugen, oder auch von einer noch in Nürnberg üblichen, und bereits erwähnten, Gewohnheit, da man bei einer Hochzeit vor das Brauthaus Flittern zu streuen pflegt“ zurückgeht.[2]

Entsprechend dem englischen Begriff Honeymoon wird Honigmonat und vor allem Honigmond hauptsächlich literarisch gebraucht, was auch alte Bezeichnungen für den Juli sind.

Film[Bearbeiten]

Ein Film namens Flitterwochen von Klaus Lemke wurde 1980 gedreht und 1982 im deutschen Fernsehen gezeigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Urs Keller: „Nur du und ich“. Schweizer Brautpaare auf Hochzeitsreise, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 103. Bd. (2007), S. 1–20 (Volltext)

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Flitterwochen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Hochzeitsreisen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden, Herkunftswörterbuch Band 7, 1963 Seite 175
  2. Krünitz Lexikon, Flitterwoche eingeben