Flohfalle

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Eine Flohfalle war ein kleines Gehäuse mit Öffnungen, das vor allem in der Zeit des Barock von den Adligen am Körper getragen wurde, um damit Flöhe und anderes Ungeziefer zu fangen.

Flohfalle in Ei-Form, sog. „Floh-Ei“ (vermutlich aus Coquilla-Nuss)

Flohfallen waren in der Epoche, in der sich selbst hohe Stände nur selten von Kopf bis Fuß wuschen oder badeten (Waschen galt als gesundheitsschädlich, siehe Badekultur), in gehobenen Kreisen recht verbreitet. Das Ungeziefer breitete sich vor allem nach dem Niedergang der Badehäuser in allen Bevölkerungsschichten aus; ein Zusammenhang mit der Hygiene wurde damals nicht gesehen.

Die Flohfallen wurden aus Elfenbein hergestellt, besaßen eine Öse zum Anhängen und waren wenige Zentimeter lang; die Form war unterschiedlich. In China waren sie schon sehr lange bekannt, das Bambus- oder Elfenbeinröhrchen wurde angewärmt und vor dem Schlafengehen im Bett platziert. Davon angelockt krochen die Wanzen etc. hinein, um dann in einem Eimer mit kochendem Wasser entsorgt zu werden.[1] Noch bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts waren aufwändigere Methoden in Anwendung. Die Behälter konnten aufgeschraubt werden, so dass ein kleiner Lappen hineingesteckt werden konnte, der mit Honig, Blut, Harz und auch mit verschiedenen Duftstoffen getränkt war, um die Flöhe anzuziehen. Gingen diese in die Falle, blieben sie dort kleben. Diese Behälter wurden unter der Kleidung und auch unter den damals üblichen Perücken bzw. Haarteilen oder um den Hals gehängt im Ausschnitt getragen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Francis Weiss: Der Flohpelz – eine kitzlige Sache. In: Pelz International. 32. Jg., April 1979, ISSN 0171-533X, S. 178, 180, 182.