Fraunhofer-Institut Experimentelles Software Engineering

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Fraunhofer-Institut für
Experimentelles Software Engineering
Fraunhofer-Institut für  Experimentelles Software Engineering
Fraunhofer-Zentrum Kaiserslautern
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Kaiserslautern
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Ingenieurwissenschaften
Fachgebiete: Informatik, Softwaretechnik
Grundfinanzierung: siehe Fraunhofer-Modell auf Fraunhofer Gesellschaft
Leitung: Dieter Rombach
Mitarbeiter: ca. 200
Homepage: www.iese.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) ist ein Institut der Fraunhofer-Gesellschaft in Kaiserslautern.

Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern forscht mit derzeit 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Gebieten Software-Entwicklung, Software-Qualitätsmanagement und Software-Kompetenzmanagement. Zusammen mit seinem Schwesterinstitut in den USA bietet das Fraunhofer IESE Prozesse, Methoden und Techniken an, um softwarebasierte Systeme nach ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien zu entwickeln.

Mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik bildet es das Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern, welches in einen neuem Forschungspark nahe der TU Kaiserslautern angesiedelt ist.

Die Auftraggeber des Fraunhofer IESE kommen aus Bereichen, in denen die Produkte wesentlich durch Software bestimmt werden. Das Institut unterstützt Unternehmen jeder Größe –vom international tätigen Großkonzern bis hin zu mittleren und kleinen Unternehmen. Das IESE ist Mitglied in der Software-Technologie-Initiative Kaiserslautern e.V. und fördert aktiv regionale Software-Unternehmen. Die öffentliche Hand spielt als Projektpartner eine wichtige Rolle. Das 1996 gegründete Fraunhofer IESE steht unter der Leitung von Dieter Rombach und Peter Liggesmeyer. Es gehört zu den 57 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, die als größte Organisation für angewandte Forschung in Europa zur nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Die Wurzeln des Instituts finden sich in der Arbeitsgruppe Software Engineering am Fachbereich Informatik der Universität Kaiserslautern, sowie der Software-Transfer-Initiative Kaiserslautern, die im Jahr 1995 mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz an der Universität Kaiserslautern entstand.

Forschung[Bearbeiten]

Forschungshighlights[Bearbeiten]

Hauptabteilungen Forschung[Bearbeiten]

Software-Entwicklung[Bearbeiten]

Die Hauptabteilung Software Development bietet Methoden und Techniken zur effizienten Konstruktion von software-intensiven Systemen (bzw. Systemfamilien) mit vorhersagbaren Qualitätseigenschaften.

Qualitätsmanagement[Bearbeiten]

Die Hauptabteilung Qualitätsmanagement bietet innovative und erprobte Techniken und Services zur Erreichung und Gewährleistung von Qualitäts- und Sicherheitszielen bei der Entwicklung von Software, Systemen und Infrastrukturen.

Kompetenzmanagement[Bearbeiten]

Die Hauptabteilung Kompetenzmanagement entwickelt Systeme, um das Wissen der Mitarbeiter zielorientiert zu steigern, besser zu nutzen und den Innovationsprozess zu fördern.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Automobil- und Transportsysteme[Bearbeiten]

Das Geschäftsfeld "Automobil- und Transportsysteme" richtet sich speziell an die Anwender und Hersteller eingebetteter Systeme, vorrangig in den Bereichen Automobil- und Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Der Begriff des Automotive Software Engineering umfasst dabei Prozesse, Techniken, Methoden und Werkzeuge unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der Automobilbranche.

Gesundheitswesen und Medizintechnik[Bearbeiten]

Die Medizintechnikbranche steht besonderen Herausforderungen gegenüber. Der Markt fordert in kürzester Zeit neue innovative Produkte, wobei die Komplexität und Vernetzung der Systeme stetig steigt. Dennoch ist absolute Zuverlässigkeit und Sicherheit der Systeme und der (eingebetteten) Software erforderlich. In kaum einem anderen Bereich des täglichen Lebens ist Computertechnologie so nah am Menschen; entsprechend gravierend können sich Fehler auswirken.

Informationssysteme[Bearbeiten]

Informationssysteme durchdringen das Alltagsleben in unterschiedlichen Ausprägungen. Vor allem im E-Commerce- und E-Business-Bereich wickeln Online-Shops, Auktionsplattformen und Banken- bzw. Börsensysteme sowie insbesondere innerbetriebliche Informationssysteme wie z. B. ERP und CRM täglich Millionen von Transaktionen ab. Parallel zur Ausweitung des elektronischen Geschäftsverkehrs sind auch Einrichtungen des Öffentlichen Sektors und deren Entwicklungspartner dabei, die Effizienz und Qualität von Verwaltungsprozessen und Dienstleistungsangeboten unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologie zu optimieren.

eGovernment[Bearbeiten]

Die öffentliche Verwaltung mit ihren über vier Millionen Beschäftigten stellt selbst eine der größten „Branchen“ Deutschlands dar. Sie agiert in einem besonderen Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Vorgaben, Wirtschaftlichkeit und Servicequalität für ihre Kunden. Ob neue IT-Lösungen hier Erfolg haben, hängt vor allem davon ab, wie gut Verwaltung, Wirtschaft, Politik und IT-Branche zusammenarbeiten.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

49.4299083333337.7521944444444Koordinaten: 49° 25′ 47,7″ N, 7° 45′ 7,9″ O