Fregehaus
Das Fregehaus ist ein barockes Kaufmannshaus in der Stadtmitte Leipzigs.
Der Kaufmann Gottfried Otto kaufte 1705 das Grundstück in der heutigen Katharinenstraße 11 und ließ das dort befindliche Renaissancehaus (erbaut vermutlich 1535) in den Jahren 1706 bis 1707 vom Leipziger Ratsmaurermeister Johann Gregor Fuchs im barocken Stil umbauen.
Das aus vier Flügeln bestehende Gebäude ist um einen rechtwinkligen Innenhof herum angelegt. Die symmetrische Hauptfassade ist von einem mit Fruchtgirlanden verzierten Kastenerker gekennzeichnet. Auf dem um 62 Grad geneigten Dach sitzen 16 Gauben. Zu den erhaltenen Teilen des Vorgängerbaus gehört das Kreuzgewölbe im Erdgeschoss.
Seinen heutigen Namen verdankt das Fregehaus dem Bankier Christian Gottlob Frege II (1747–1816), der es 1782 erwarb. Es blieb bis 1945 Sitz der Privatbank und bis 1976 eines Handelsbetriebes (mit staatlicher Beteiligung) der Familie Frege.[1] Ab 1978 war das Fregehaus der Sitz des VEB Leipziger Denkmalpflege, der das Haus von 1980 bis 1986 sanierte.
Seit 1998 nutzt es der gemeinnützige Verein „Europahaus Leipzig e.V.“, der mit Programmen zur politischen Bildung den europäischen Integrationsprozess zu fördern beabsichtigt.
Als Nachfahren der Familie sind unter anderem Ludwig Frege und Campino bekannt.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
51.34194444444412.374722222222Koordinaten: 51° 20′ 31″ N, 12° 22′ 29″ O