Freund Hein
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Freund Hein (oder Hain, Gevatter Hein) verwendet man für eine Personifizierung des Todes.
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„Hein“ diente bereits im Mittelalter als eine Bezeichnung für den Teufel.
Die Formel begegnet erstmals 1650 in einem Flugblatt, wo es heißt
- „Freund Hain läßt sich abwenden nit
mit Gewalt, mit Güt mit Treu und Bitt.“
Matthias Claudius entnimmt den Ausdruck wohl aus dem Volksmund in den Sämtlichen Werken des Wandsbecker Boten (1775) in der Erklärung der Kupfer und Zeichen. Lessing schreibt 1778 an Claudius:
- „Bei Gott lieber Claudius, Freund Hein fängt auch unter meinen Freunden an, die Oberstelle zu gewinnen.“
Analog bedeutet Old Henry im Englischen so viel wie „das Zeitliche segnen“.
Literarischen Niederschlag fand die Bezeichnung in Titeln wie
- Freund Heins Erscheinungen in Holbeins Manier von K. A. Musäus
- Freund Hein (Strauß) von Emil Strauß
- Freund Hein (Sörensen) von Wulf Sörensen
Freund Hein ist auch der Name einer österreichischen Groove-Thrash-Metalband, die 1997 gegründet wurde.
[Bearbeiten] Literatur
- Lutz Röhrich, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Freiburg 1994, S. 693 f., ISBN 3451048000