G.722

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Die Richtlinie G.722 7 kHz audio-coding within 64 kbit/s der ITU-T beschreibt die Codierung von Audiosignalen zur Übertragung über eine digitale Übertragungsstrecke mit 64 kbit/s, zum Beispiel einen B-Kanal des ISDN. G.722 wurde im November 1988 genehmigt. Mittlerweile sind die das Verfahren betreffenden Patente ausgelaufen.

Das Verfahren[Bearbeiten]

G.722 erfasst den Frequenzbereich von 50 Hz bis 7000 Hz mit einer Abtastrate von 16 kHz und quantisiert mit 14 Bit. Der Codec umfasst somit eine Bandbreite von annähernd 7 kHz. Ein Kodierer reduziert die Datenübertragungsrate auf 64 kbit/s (Mode 1), 56 kbit/s (Mode 2) oder 48 kbit/s (Mode 3). Die Technik basiert auf Subband-ADPCM.

Anwendungsgebiete[Bearbeiten]

Derzeit kommt G.722 insbesondere bei VoIP zur Anwendung. Auch CAT-iq, das auf dem DECT-Standard aufbauende neue Übertragungsverfahren für schnurlose Telefone, sieht diesen Codec für die breitbandige Sprachübertragung zwischen Basis und Mobilteil vor.

G.722.2[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu G.722 verwendet G.722.2 ein Kompressionsverfahren und ist damit nicht einfach eine technische Erweiterung von G.722, sondern technisch grundverschieden. Das 3rd Generation Partnership Project hat die Spezifikationen der G.722 mit der Richtlinie G.722.2 Wideband coding of speech at around 16 kbit/s using Adaptive Multi-Rate Wideband (AMR-WB) auf Mobilfunknetze der neueren Generation ausgedehnt.

Weblinks[Bearbeiten]