Gallenblasenhydrops

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beim Gallenblasenhydrops handelt es sich um eine Vergrößerung der Gallenblase durch Behinderung des Galleabflusses entweder direkt im Gallenblasenhals (Infundibulum) oder durch Verschluss des Gallengangsystems bis zum Duodenum. Die Ursache sind meistens Gallensteine, narbige Verengungen bei Gallenblasen-/wegsentzündung oder aber ein Tumor. Bei zusätzlichem Befall durch Bakterien kann sich Eiter in der Gallenblase bilden (Gallenblasenempyem). Die gestaute Gallenblase lässt sich am unteren Rand der Leber deutlich tasten.

Im akuten Fall, insbesondere bei Gallenwegsverschlüssen im Hauptgallengang zwischen Einmündung des Ductus cysticus und der Einmündung ins Duodenum kann eine endoskopische Entlastung der Leber (mittels ERC(P)) infrage kommen. Auch eine temporäre konservative Behandlung ist zu erwägen. Die endgültige Behandlung besteht aber mit nur wenigen Ausnahmen in der Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie).

Weblinks[Bearbeiten]

Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie. In: AWMF online (Stand 12. Mai 2014 akt. abgelaufen neue Leitlinien voraussichtlich 31. Dezember 2015 )

Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!