Gelbfrüchtiger Nachtschatten

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Gelbfrüchtiger Nachtschatten
Gelbfrüchtiger Nachtschatten (Solanum villosum)

Gelbfrüchtiger Nachtschatten (Solanum villosum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Nachtschatten (Solanum)
Art: Gelbfrüchtiger Nachtschatten
Wissenschaftlicher Name
Solanum villosum
Mill.

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten oder Rotfrüchtige Nachtschatten (Solanum villosum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschatten (Solanum). Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa, Teilen Asiens und Nordafrika, sie wurde durch den Menschen in Nordamerika und Australien eingeführt. Es existieren zwei Unterarten: der Rotfrüchtige Nachtschatten (subsp. alatum) und der Gelbfrüchtige Nachtschatten (subsp. villosum).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten ist eine 40 bis 70 cm hohe krautige Pflanze. Die Blätter und Stängel der Pflanze sind leicht behaart. Sie besitzt längliche, elliptische Blätter, welche sich wechselständig am Stängel befinden. Die Blätter werden 4 bis 8 cm lang und 3 bis 6 cm breit.

Äußerlich sieht der Gelbfrüchtige Nachtschatten dem Schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum) sehr ähnlich, nur durch die Farbe der Beeren lassen sich die beiden Pflanzen eindeutig unterscheiden. Die Beeren sind anfangs grün, reif sind sie gelb-braun, orange bis rot und werden bis zu 1 cm groß.[1]

Standorte[Bearbeiten]

Die Standorte befinden sich zwischen 100 bis 1300 Metern über NN. Die Pflanze bevorzugt wärmere Standorte und kommt in Deutschland meist im wärmeren Tiefland vor. Der Gelbfrüchtige Nachtschatten bevorzugt Hänge und Böschungen und wächst oft in der Nähe von Straßen. Dabei wächst der Gelbfrüchtige Nachtschatten meist in sonnigen Plätzen.[2]

Nutzung[Bearbeiten]

Der Gelbfrüchtige Nachtschatten ist wie alle Nachtschattengewächse giftig, die Pflanze beinhaltet verschiedene glycosidisch gebundene Steroidglycoside.[3] Trotzdem wird der Gelbfrüchtige Nachtschatten gelegentlich als Nutzpflanze angebaut. Dabei werden meist die Beeren des Gelbfrüchtigen Nachtschatten verwendet. Zumindest von der Unterart alatum werden auch die Blätter der Pflanze als Gemüse verwendet.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zhi-Yun Zhang, Anmin Lu, William G. D'Arcy: Solanum. In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 1994, ISBN 0-915279-24-X, S. 318 (PDF-Datei, online).
  2. Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  3. B. Bös: Gelber Nachtschatten (Solanum villosum) bei Giftpflanzen-Kompendium
  4. Steffen Guido Fleischhauer: Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen. 1500 Pflanzen Mitteleuropas mit 400 Farbfotos. AT-Verlag, Aarau/München 2003, ISBN 3-85502-889-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gelbfrüchtiger Nachtschatten – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien