Gelbwangenamazone

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Gelbwangenamazone
Amazona autumnalis -upper body-8a.jpg

Gelbwangenamazone (Amazona autumnalis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
Gattung: Amazonenpapageien (Amazona)
Art: Gelbwangenamazone
Wissenschaftlicher Name
Amazona autumnalis
(Linnaeus, 1758)
Ecuador-Amazone

Die Gelbwangenamazone (Amazona autumnalis) ist eine Papageienart aus der Unterfamilie der Neuweltpapageien.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Grundfärbung des Gefieders dieser 34 Zentimeter groß werdenden Amazonenart ist grün. Am Kopf sind die Stirn sowie die Augenzügel rot. Am Scheitel und im Nacken weisen die grünen Federn violettblaue Spitzen auf und sind schwarzviolett gesäumt. An den oberen Wangen sowie an den Ohrdecken sind die Federn gelblich bis grün-gelblich. Der Schnabel ist gelblich hornfarben. Die Iris der Augen sind orange und die Füße sind von grünlich-grauer Farbe. Die Art weist keinen Geschlechtsdimorphismus auf.

Unterarten[Bearbeiten]

Neben der Nominatform Amazona autumnalis autumnalis werden drei weitere Unterarten beschrieben, die sich leicht in der Gefiederfärbung unterscheiden.

  • Die Salvinamazone (Amazona autumnalis salvini) unterscheidet sich von der Nominatform durch grüne Wangen und Ohrendecken.
  • Die Ecuadoramazone (Amazona autumnalis lilacina) hat am Kopf eine ausgedehntere Rotfärbung
  • Die Diademamazone (Amazona autumnalis diadema) ist leicht größer als die Nominatform und weist eine deutlich farbenprächtigere Kopffärbung auf. Bei dieser Unterart ist die Stirn ziegelrot, die Augenzügel etwas kräftiger rot als die Stirn, der Scheitel ist violett gefärbt, während die Wangen gelbgrün sind. [1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt vom Osten Mexikos in südlicher Richtung bis zum Amazonasbecken und dem Westen Ecuadors. [2] Sie nutzen innerhalb dieses großen und teils disjunkten Verbreitungsgebietes eine Reihe unterschiedlicher Habitate. Sie kommen in Feucht- und Regenwaldgebieten vor, in Kiefern- wie in Laubwäldern, nutzen Mangroven- und Sumpfgebiete sowie Galeriewäldern und sind auch in Regionen anzutreffen, die einer stärkeren landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen. [3]

Verhalten[Bearbeiten]

Neben Früchten, Samen, Nüssen, Beeren, Blüten und Knospen fressen die Papageien auch landwirtschaftliche Anbauprodukte wie Citrusfrüchte, Mango und selbst Kaffeebohnen. [4] Gelbwangenamazonen leben paarweise, in Familiengruppen oder in Schwärmen bis zu 100 Tieren. Ihre Brutzeit ist abhängig vom Verbreitungsgebiet. In Ecuador brüten Gelbwangenamazonen im Zeitraum von Januar bis März, in Panama von Februar bis April und in Belize von März bis Mai. Das Gelege umfasst drei bis vier Eier. Die Brutzeit beträgt 25 bis 26 Tage.

Bestand[Bearbeiten]

Während die Gelbwangenamazone als solches nicht als bestandsbedroht gilt, trifft dies für einzelne Unterarten nicht zu. Die Ecuadoramazone gehört zu den bedrohtesten Unterarten der Amazonenpapageien. Ihr Bestand wird nur noch auf vierhundert bis sechshundert Individuen geschätzt. [5] Für den Rückgang werden vor allem großflächige Zerstörungen des Lebensraumes sowie der Fang für den Tierhandel verantwortlich gemacht.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lantermann (2007), S. 151
  2. Sabine Lantermann, Werner Lantermann, S. 125
  3. Lantermann (2007), S. 152
  4. Lantermann (2007), S. 152
  5. Lantermann (2007), S. 152

Literatur[Bearbeiten]

  • Susanne Lantermann und Werner Lantermann: Die Papageien Mittel- und Südamerikas, Verlag M. & H. Schaper, Hannover 1986, ISBN 3-7944-0149-2
  • Werner Lantermann (2007): Amazonenpapageien – Biologie, Gefährdung, Haltung, Arten, Verlag Filander, ISBN 978-3-930831-66-1
  • John Stoodley, Pat Stoodley: Genus Amazona, Bezels Publications, Lovedean 1990, ISBN 0-947756-02-7

Weblinks[Bearbeiten]