Geo-IK-2

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Geo-IK-2
Typ: Erdvermessungssatellit
Land: RusslandRussland Russland
COSPAR-Bezeichnung: 2011-005A
Missionsdaten
Masse: 1400 kg
Start: 1. Februar 2011
Startplatz: Plessezk
Trägerrakete: Rockot
Bahndaten
Bahnhöhe: 1000 km x 1000 km (geplant)
319 km x 1053 km (erreicht)
Bahnneigung: 99,4°

Geo-IK-2 (russisch Гео-ИК-2, auch Musson-2, GRAU-Index: 14F31, Kosmos-2470) ist die Bezeichnung für russischer Erdvermessungssatelliten.

Sie sind Nachfolger der Geo-IK-Baureihe. Der erste Satellit der neuen Baureihe (Geo-IK-2 1) wurde am 1. Februar 2011 um 14:00:14 UTC mit einer Rakete vom Typ Rockot mit Bris-M Oberstufe von Plessezk Startplatz 133/3 aus in den Orbit gebracht, wobei aber nicht die geplante Umlaufbahn erreicht wurde. Er kann diese auch nicht mehr mit den eigenen Triebwerken erreichen.[1] Die Entwicklung des Satelliten startet 1982 bei NPO Prikladnoi Mechaniki. Der Satellit sollte auf dem Estapheta-Satellitenbus basieren, etwa 4,5 t schwer sein und um einen zylindrische Druckbehälter mit fünf m Höhe und zwei m Durchmesser herum gebaut werden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Entwicklung aber gestoppt. Im Jahr 2001 wurde die Entwicklung einer wesentlichen kleineren Version wieder aufgenommen, bei der der Druckbehälter auf 1,3 m Durchmesser und eine Masse von 900 kg reduziert wurde. Viele Systeme (wie die Energieversorgung) wurden von den GLONASS-M-Satelliten übernommen. Das Hauptinstrument an Bord ist ein Sadko-Höhenmesser der französischen Firma Thales Alenia Space, welches aus dem Poseidon-2 Höhenmesser, der auf dem französischen Jason-1-Satelliten installiert wurde, entwickelt wurde. Geo-IK-2 trägt zusätzlich auch ein Doppler-System, Laserreflektoren und einen Entfernungsmesser. Der zweite Satellit Geo-IK-2 2 soll über ein Miram Mikrowellen-Radiohöhenmesser verfügen.[2]

Da die Bris-KM-Oberstufe nicht wie vorgesehen ein zweites mal zündete, blieb der Satellit auf einer Übergangsbahn.[3] Der russische Verteidigungsminister Wladimir Popowkin erklärte, dass der Satellit in dieser Bahn nicht nutzbar ist.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach Satelliten-Panne: Russischer Raumapparat funktioniert nur begrenzt
  2. Russianspaceweb: Geo-IK-2
  3. Russia lost GEO-IK-2 satellite, abgerufen am 7. März 2011
  4. "Russian Military Abandons Defense Satellite After Failed Launch". RIA Novosti. 24. Februar 2011. Archiviert vom Original am 6. März 2011.