Gingivaextension

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Gingivaextension (lat. Gingiva = Zahnfleisch; Extension = Ausdehnung) ist eine Behandlungsmethode aus der Zahnmedizin zur Verbreiterung der keratinisierten (befestigten) Gingiva. Sie wird im Vorfeld der Eingliederung von Zahnersatz (Präprothetik) und bei durch Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) geschädigten Zähnen durchgeführt.

Zumeist wird die Gingivaextension mit einem "freien Schleimhauttransplantat" (FST) durchgeführt. Dabei wird zunächst eine Inzision entlang der mukogingivalen Grenze durchgeführt und mit nach apikal leicht divergierenden Entlastungsschnitten ein Mukosalappen unter Schonung des Periosts präpariert (Spaltlappen), der nach apikal verschoben und mit dem Periost vernäht wird. Passend zur so geschaffenen Empfängerregion (Implantatbett) wird an der Entnahmestelle (meist dem Gaumen) ein ca. 1–1,5 mm dickes Transplantat entnommen und im Implantatbett vernäht. Entnahme- wie Empfängerregion werden für die nächsten Tage mit einem Parodontalverband geschützt.

Kosmetisch ist das Verfahren allerdings nicht immer ganz befriedigend.

Siehe auch: Zahnhalteapparat

[Bearbeiten] Quellen

L. Flores-de-Jacoby: „Parodontologie“ in: N. Schwenzer (Herausg.): Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Bd. 5, Thieme, Stuttgart, New York, 1987, S. 323 ff.

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