Glaskörperabhebung

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Klassifikation nach ICD-10
H43.8 Sonstige Affektionen des Glaskörpers - Glaskörperabhebung
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Glaskörperabhebung wird die Ablösung des Glaskörpers von der Ober- und Hinterseite der Netzhaut bezeichnet. Dies kann als Folge des Alterungsprozesses, aber auch durch Verletzungen geschehen. Häufig finden sich dann großflächige Verflüssigungen der Glaskörpersubstanz. Je nach Ausprägung kann der Betroffene dann im Zentrum seines Gesichtsfeldes bei Augenbewegungen ringförmige oder schlangenförmige Linien (Mouches volantes, also „fliegende Mücken“) beobachten. Diese Verflüssigung des Glaskörpers kann auch von einer Netzhautablösung begleitet werden. Patienten mit Glaskörpersymptomatik haben in ungefähr 30-40 % der Fälle einen Netzhautdefekt.

Erkennt ein Arzt eine Glaskörperabhebung, so ist er verpflichtet, seinen Patienten über die Gefahr der Netzhautablösung zu unterrichten. Unterlässt er dies, so macht er sich nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs[1] unter Umständen schadensersatzpflichtig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BGH, Urteil vom 16. November 2004, Az. VI ZR 328/03, Volltext.
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