Gregorianische Reformen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gregorianische Reformen sind die nach Papst Gregor VII. benannte kirchliche Reformbewegung des 11. und 12. Jahrhunderts, die auf den 1075 verfassten Dictatus Papae zurückgehen, der als Gegenentwurf zur Simonie, Priesterehe (Nikolaitismus) und Laieninvestitur entstand. Ihr Ziel war die Erringung der libertas ecclesiae. Sie erhielten ihre Umsetzung z.B. Anfang des 12. Jahrhunderts mit der Herauslösung der Kurie aus der Abhängigkeit von weltlichen Gewalten und mit einer Stärkung der Stellung des Papsttums.

Geistiges Zentrum war die mächtige burgundische Abtei Cluny, in der die Cluniazensische Reform entstand und in Deutschland mit der Hirsauer Reform weitergeführt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Laudage: Gregorianische Reform und Investiturstreit (= Erträge der Forschung, Bd. 282). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-08566-3.

Siehe auch[Bearbeiten]