Gregorianische Reformen

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Gregorianische Reformen nennt man die nach Papst Gregor VII. benannte kirchliche Reformbewegung des 11. und 12. Jahrhunderts, die auf den 1075 verfassten Dictatus Papae zurückgeht, der als Gegenentwurf zur Simonie, Priesterehe (Nikolaitismus) und Laieninvestitur entstand. Ihr Ziel war die Erringung der libertas ecclesiae. Sie erhielten ihre Umsetzung z.B. Anfang des 12. Jahrhunderts mit der Herauslösung der Kurie aus der Abhängigkeit von weltlichen Gewalten und mit einer Stärkung der Stellung des Papsttums.

Geistiges Zentrum war die mächtige burgundische Abtei Cluny, in der die Cluniazensische Reform entstand, die in Deutschland mit der Hirsauer Reform weitergeführt wurde.

Gregor forderte beispielsweise von den Kaisern/Königen, «Diener der Gerechtigkeit, Helfer der Armen und Verteidiger des Friedens» zu sein.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Laudage: Gregorianische Reform und Investiturstreit (= Erträge der Forschung, Bd. 282). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-08566-3.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Karl Schib et al.: Weltgeschichte vom Mittelalter bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts, Band 2