Guacharaca

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Eine Guacharaca mit Rohrstab und Reibgabel

Die Guacharaca ist ein musikalisches Schlaginstrument. Sie zählt zu den drei Hauptinstrumenten im kolumbianischen Vallenato. Die Instrumentalisten bezeichnen sich als Guacharaquero.

Bau und Spielweise[Bearbeiten]

Das Instrument besteht aus einem Rohrstab und einer Reibgabel. Entlang des Rohrstabs finden sich mehrere kleine Rillen, die dort eingefräst sind. Beim Spielen reibt der Guacharaquero die Gabel entlang der Oberfläche über den Stab. Das erzeugt den charakteristischen scharfen Klang. Eine typische Guacharaca ist etwa so groß wie eine Violine und hat etwa die Dicke eines Besenstiels.

Geschichte[Bearbeiten]

Erfunden wurde die Guacharaca von Indianern der Tairona in der kolumbianischen Bergregion Sierra Nevada de Santa Marta. Die Indianer verfolgten das Ziel, mit dem Instrument den Gesang einer bestimmten Vogelart zu simulieren, nämlich die des Rotschwanzguans (Ortalis ruficauda, in Kolumbien auch „Guacharaca“ genannt). Im zwanzigsten Jahrhundert begannen Vallenato-Musiker, das Instrument für ihre Musik zu verwenden. Bis heute assoziiert man Guacharacas insbesondere mit Vallenato, und sie dienen als rhythmisches Rückgrat für alle Variationen dieses Musikstils.

Literatur[Bearbeiten]

  • George List, Performing Styles in Folk Music and Dance: The Mbira in Cartagena, Journal of the International Folk Music Council, Vol. 20. (1968), Seiten 54–59.
  • George List, African Influences in the Rhythmic and Metric Organization of Colombian Costeño Folksong and Folk Music, Latin American Music Review / Revista de Música Latinoamericana, Vol. 1, No. 1. (Spring - Summer, 1980), Seiten 6–17.

Weblinks[Bearbeiten]