Halligfriesisch

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Halligfriesisch ist ein nordfriesischer Dialekt, der auf den nordfriesischen Halligen in Nordfriesland beheimatet ist. Der Dialekt gilt als stark vom Aussterben bedroht. Im Jahr 1972 sprachen noch rund 20 Prozent der Halligbewohner Friesisch [1]; für die sowieso geringe Einwohnerzahl der Halligen bedeutet dies, dass bereits damals nicht mehr als 60 Menschen noch die Sprache beherrschten. Aktuelle Sprachstatistiken existieren nicht.

Sprachlich gesehen ist das Halligfriesische eine Mundart des Festlandfriesischen. Es gilt als der Dialekt, der dem im 17. Jahrhundert auf Nordstrand und im 18. Jahrhundert auf Pellworm ausgestorbenen Strander Friesisch am nächsten steht. Auch mit dem um 1980 ausgestorbenen Südergoesharder Friesisch hat es viel Ähnlichkeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Halligfriesisches Lesebuch S. 147-151

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens Lorenzen: Deutsch-Halligfriesisch = Tutsk-Freesk : ein Wörterbuch ; 6000 Vokabeln Halligfriesisch mit Texten aus dem 17. bis 20. Jh. Nordfriisk Instituut, Bredstedt 1977. ISBN 3-88007-059-8
  • Jens Lorenzen: Halligfriesische Sprachlehre. Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 1982. ISBN 3-88007-117-9
  • Ommo Wilts: Friesische Formenlehre in Tabellen VII. Halligen. Matthiesen Verlag, Husum 1997. ISBN 3-7868-0513-X
  • Jens Lorenzen: Halligfriesisches Lesebuch = Halifreesk Leeseböök : friesisch-deutsch ; 35 halligfriesische Texte mit gegenübergestellter deutscher Übersetzung. Nordfriisk Instistuut, Bredstedt 1981. ISBN 3-88007-107-1
  • Jens Lorenzen: Nai hali-leedeböök : 25 freeske leede än 10 koraole. Noordfriisk Instituut, Bräist 1979. ISBN 3-88007-081-4
  • Halli-Ledebök. Nordfriesische Rundschau, Niebüll 1925
  • Bandix Friedrich Bonken: Lidjan unt Ömrang-and Halleg-Fresk. Jensen, Breklum 1914