Handkante (Bekleidung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Einreihiges Herrenanzugsakko mit zusätzlicher Billetttasche und so genannter Handkante verziert

Die so genannte Handkante ist eine zusätzliche, gut sichtbare Naht an den Außenrändern des Revers von Sakko und Weste, an Taschen und Ärmelschlitzen. Sie erfolgt in der Art des einfachen Steppstichs entlang der verstürzten Kantennähte (Vorderkanten, Revers u. s.w.), ursprünglich als Handnaht.

Die Handkante als sichtbare Fixierung der umgeschlagenen Kantennaht wird auch als Schneiderkante, Schneiderhandkante oder AMF (nach gleichnamiger Firma, besser „Handstitch“ (engl „Handnaht“)) bezeichnet, die ursprünglich in der Maßschneiderei vorkommt. Sie kann neben anderen Merkmalen ein Zeichen von hochwertiger Fertigung sein, da bei weniger gut gearbeiteten Sakkos die Naht des Besätzens am Revers bis zum Drehpunkt und am Abstich nach innen lediglich umgebügelt wird.