Hanns Schwarz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Psychiater siehe Hanns Schwarz (Psychiater) (1898–1977).

Hanns Schwarz, eigentlich Ignatz Schwarz (* 11. Februar 1888 in Wien; † 27. Oktober 1945 in Hollywood, Kalifornien) war ein deutscher Filmregisseur österreichischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Hanns Schwarz besuchte die Kunstakademie in Wien. Er studierte dann Innenarchitektur und Malerei in Düsseldorf und Paris. Studienreisen führten ihn nach Ägypten, England und weitere Länder Europas. Der Auftrag, für die bulgarische Regierung einen Kulturfilm herzustellen, brachte ihn mit dem Film in Kontakt.

Er kam 1923 nach Berlin und drehte – ab 1925 ausschließlich bei der Ufa – in den letzten Jahren der Stummfilmzeit einige Unterhaltungsfilme, aus denen der 1929 entstandene Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna mit Brigitte Helm in der Hauptrolle sich heraushebt. Mit Beginn des Tonfilms in Deutschland gehört er zu den ersten, die sich dem Musik- bzw. Operettenfilm widmen. Er schuf die erfolgreichen Filme Melodie des Herzens (1929), Liebling der Götter (1930), Einbrecher (1930) und Bomben auf Monte Carlo (1931).

1933 emigrierte Schwarz wegen seiner jüdischen Herkunft aus Deutschland. In England drehte er im selben Jahr noch mit der erst 19-jährigen Ida Lupino Prince of Arcadia, die englische Version von Karl Hartls Der Prinz von Arkadien, bevor er 1934 seine Zukunft in den USA suchte. Dort arbeitete er als Drehbuchautor unter dem Namen Howard Shelton, Regieaufträge erhielt er jedoch nicht. Seinen letzten Film Return of the Scarlet Pimpernel inszenierte er in London.

Hanns Schwarz war von 1920 bis 1922 mit der Schauspielerin Lissi Arna verheiratet.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]