Haukadalur

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Dieser Artikel erläutert das Tal im Südwesten Islands; zu anderen isländischen Tälern dieses Namens siehe Haukadalur (Begriffsklärung).

64.314722222222-20.304166666667Koordinaten: 64° 19′ N, 20° 18′ W

Karte: Island
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Haukadalur
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Island

Das Haukadalur (Südisland) ist ein Tal mit einem Hochtemperaturgebiet am Fuße des Berges Laugarfjall rund um das aktive Vulkansystem des Großen Geysirs. Es liegt auf dem Gemeindegebiet von Bláskógabyggð.

Lage[Bearbeiten]

Es befindet sich nördlich des Laugarvatn im Süden von Island.

Touristische Qualitäten[Bearbeiten]

Strokkur
Im Vordergrund: Blesi, im Hintergrund: Eruption des Strokkur

Da es in Form der Geysire einige der größten Sehenswürdigkeiten des Landes birgt, zählt es mit zum Golden Circle, wie auch Þingvellir. Auch findet sich noch weiter nordwärts in Richtung des isländischen Hochlandes noch eine andere wichtige Sehenswürdigkeit, der Wasserfall Gullfoss.

Springquellen- und Hochtemperaturgebiet[Bearbeiten]

Das Hochtemperatursystem zu Füßen des Rhyolithdoms Laugarfjall weist eine Vielzahl von heißen Quellen auf, u.a. die Geysire, den Großen Geysir und Strokkur, die zu den bekanntesten Touristenattraktionen Islands zählen. Allerdings bricht nur Strokkur regelmäßig mindestens alle 10 Minuten aus, der Große Geysir nur unregelmäßig. Außerdem gibt es aber auch noch eine Vielzahl anderer kleinerer heißer Quellen. Eine weitere Attraktion ist hier auch noch die kieselgurhaltige und daher sehr blaue Quelle Blesi.

Pfarrhof Haukadalur[Bearbeiten]

Besucher am Gotmandershof auf dem Weg zu den Geysiren (1850)

Der zu Beginn des 21. Jahrhunderts verlassene Pfarrhof von Haukadalur galt im Mittelalter als eines der wichtigsten Zentren der Gelehrsamkeit in Island.

Die Oberschicht schickte gerne ihre Söhne dorthin, um sie studieren und später Pfarrer, manche gar Bischof, werden zu lassen[1][2].

Im Kirchhof soll unter anderem lt. Volkssage der freundliche Troll Bergþór begraben liegen, der mit dem dortigen Bauern befreundet war und in einer Höhle im Berg Bláfell lebte und starb.[3]

Waldgebiet Haukadalsskógur[Bearbeiten]

Bei der kleinen Kirche, die sich an der Stelle der berühmten Pfarrkirchen des Mittelalters befindet, liegen ausgedehnte Wälder, die zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Islands gehören.

Der Wald wurde Ende der 30er Jahre von dem Dänen Kristian Kirk begründet, der unter anderem Blau- und Sitkatannen aus Alaska und Sibirien anpflanzte. 1940 schenkte er das 1600 ha umfassende Gebiet der isländischen Forstverwaltung als Staatseigentum.[4]

Ansichten und Impressionen
Kirche von Haukadalur im Jahre 2001
Blick über das Geothermalfeld Haukadalur
Die kleine Springquelle Smiður
Großer Geysir
Am Großen Geysir
Ein Geysir im Sonnenschein
Litli Geysir
Blick in eine heiße Quelle

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Zum Hochtemperaturgebiet[Bearbeiten]

Zum Waldgebiet Haukadalsskógur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wie etwa den Bischof von Skálholt Þorlákur Runólfsson;
  2. vgl. auch Homepage der staatlichen Forstverwaltung (Skógræktar ríkisins) zum Haukadalsskógur (Saga jarðarinnar) abgerufen am 28. Juli 2010
  3. Ari Trausti Guðmundsson, Pétur Þorleifsson: Íslensk fjöll. Gönguleiðir á 151 tind. Reykjavík 2004, S.30
  4. Homepage der staatlichen Forstverwaltung (Skógræktar ríkisins) zum Haukadalsskógur, abgerufen am 28. Juli 2010