Health On the Net Foundation

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Die Health On the Net Foundation (HON) ist eine 1995 gegründete Stiftung, mit Sitz in der Schweiz. Der Stiftung wurde am 23. Juli 2002 durch den Wirtschafts- und Sozialrat der NGO-Status Vereinten Nationen verliehen.

Die Gründung der Stiftung war eines der Resultate der internationalen Konferenz "International Working Conference on the Use of Internet and World-Wide Web for Telematics in Healthcare", die im September 1995 in Genf (Schweiz) stattfand. Teilnehmer von deutscher Seite waren Helmut Duwe vom DLR Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Köln, Dietrich Kaiser, DIMDI, Köln und Thomas Knogge, Universität Bielefeld.

Seit dem 20. März 1996 ist die HON Foundation mit dem erklärten Ziel, vertrauenswürdige Informationsquellen im Bereich der Gesundheitsfürsorge für alle im Internet transparent zu machen, online.

Die Mission der Stiftung ist es, Laien und Medizinern zu helfen, nützliche und zuverlässige medizinische Informationen im Internet zu finden. HON hat den sogenannten "HON code of conduct" (kurz: HONcode, siehe unten) erarbeitet, auf dessen Basis Informationsquellen im WWW nach formalen Kriterien bezüglich ihrer Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit zertifiziert werden können. HON bietet darüber hinaus eine Suchmaschine an, mit deren Hilfe gezielt nach HON-zertifizierten Quellen im WWW gesucht werden kann.

HONcode[Bearbeiten]

Der 'HONcodeist ein Zertifikat für medizinische und gesundheitsbezogene Internetseiten der Stiftung. Unter anderem müssen die Inhalte der Wahrheit entsprechen, dürfen das Arzt-Patienten-Verhältnis nicht stören und die Vertraulichkeit von individuellen Daten gewährleisten.

Für die Vergabe des Zertifikats werden Inhalte durch die HON Foundation auf die Einhaltung der vorgegebenen formalen Kriterien sowohl bei der erstmaligen Zertifizierung, wie auch nachfolgend in regelmäßigen Zeitabständen überprüft. Die Nutzung des Zertifikats ist kostenlos und die Zertifizierung einer Internetseite kann wiederum auf der Internetseite der HON Foundation überprüft werden.

Die Prinzipien des HONcode sind:

  1. Sachverständigkeit - Angabe der Qualifikation der Verfasser.
  2. Komplementarität (Ergänzung) - Informationen und Hilfe sollen medizinische Beratung unterstützen, nicht ersetzen.
  3. Datenschutz - Einhaltung der Vertraulichkeit persönlicher Daten, die ein Webseitenbesucher eingegeben hat.
  4. Zuordnung - Referenzen zu den Informationsquellen und Datum dürfen nicht fehlen.
  5. Belegbarkeit - Behandlungen, Produkte und Dienstleistungen müssen durch ausgewogene und belegbare, wissenschaftliche Informationen gestützt werden.
  6. Transparenz und Kontaktinformationen.
  7. Offenlegung der Finanzierung - Trägerschaft, Sponsoren und Finanzquellen müssen benannt werden.
  8. Werbepolitik - Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten.

Kritik[Bearbeiten]

HONcode als Qualitätsindikator für medizinische und gesundheitsbezogene Webseiten wird auch zunehmend für die Zertifizierung von Internetseiten, denen wirtschaftliche Interessen zugrunde liegen, verwendet. Eine Unterscheidung von gesundheitsbezogenen Informationen, die durch Non-Profit- bzw. For-Profit-Anbieter erstellt wird, ist bisher nicht gegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jäckel, A.: Qualität medizinischer und gesundheitsbezogener Informationen im Internet. In: Jäckel, A. (Hrsg.): Telemedizinführer Deutschland, Minerva, 2002. (PDF)

Weblinks[Bearbeiten]