Human-Biomonitoring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Begriff Human-Biomonitoring bezeichnet die Untersuchung von human-biologischen Materialien wie Blut, Harn, Haaren, Speichel, Muttermilch etc. auf Schadstoffe oder deren Abbauprodukte durch chemische Analyse.

Eine Vielzahl von Chemikalien, die uns im täglichen Leben begegnen, wird vom Menschen aufgenommen und ist im Körper nachweisbar. Manche dieser Stoffe sind gesundheitsschädlich, da sie negative Auswirkungen auf Immun-, Nerven- oder Hormonsystem sowie Fruchtbarkeit haben und Ungeborene schädigen können. Mit Human-Biomonitoring können belastete Bevölkerungsgruppen, Einzelbelastungen sowie regionale Unterschiede identifiziert werden.

Das österreichische Umweltbundesamt betreibt seit 2007 ein akkreditiertes Prüflabor für Human-Biomonitoring und analysiert im Rahmen dieser Tätigkeit auch die genderspezifischen Effekte von Schadstoffen. Die interdisziplinäre Plattform für Human-Biomonitoring (Leitung Umweltbundesamt) ist bestrebt, die Methode in Österreich zu etablieren – als Beitrag zu Gesundheits- und Umweltschutz, zur Unterstützung nationaler Präventionsziele und zum Ausbau nationaler Kompetenz für Human-Biomonitoring.

Der EU „Children Environment and Health Action Plan 2004–2010“ fordert die Etablierung eines europaweiten Human-Biomonitoring. Das EU-Projekt ESBIO (Expert Group to Support Biomonitoring in Europe)[1] erarbeitete dazu entscheidende Grundlagen, COPHES (Consortium to perform human biomonitoring on a European Scale)[2] schafft die Voraussetzungen für ein harmonisiertes europäisches Vorgehen.

Weblinks[Bearbeiten]

  1. ESBIO
  2. COPHES