iGEM

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter IGEM (Begriffsklärung) aufgeführt.
Offizielles iGEM Logo

Die international Genetically Engineered Machine (iGEM) competition ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie. Er wird seit 2003 von der iGEM Foundation veranstaltet, wobei bis 2014 das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge als Austragungsort fungierte.

Teilnahmebedingungen[Bearbeiten]

Jeder nicht graduierte Student ist teilnahmeberechtigt. Der Grundgedanke des iGEM-Wettbewerbs ist die Teambildung aus mehreren Studenten, die wenigstens zwei graduierte Personen (Doktorand, Post-Doktorand oder Professor) als Betreuer ernennen. Prinzipiell können sich auch ein Student und zwei Betreuer als Gruppe anmelden oder eine Universität mehrere Teams anmelden. Die Teilnahme ist gebührenpflichtig. Es entstehen Gebühren für jedes Team, jeden teilnehmenden Studenten und Betreuer sowie Teilnahmegebühren am Midterm Jamborée. Die Gebühren können jedes Jahr variieren und sollten daher auf der Webseite des Wettbewerbs vor Anmeldung kontrolliert werden. Es wird erwartet, dass wenigstens die Betreuer jedes Teams an dem Midterm jamborée teilnehmen. Diese finden in Europa, Asien und den USA statt. Jedes Team soll dort eine Präsentation ihres Forschungsfeldes mit den bisherigen Ergebnissen abhalten. An der finalen Präsentation sollten, wenn möglich, alle Mitglieder des gemeldeten Teams, aber wenigstens die Betreuer mit dem vortragenden Studenten, teilnehmen. Die biologische Arbeit soll in dem iGEM-Wiki, einer Art online Laborbuch, festgehalten werden. Des Weiteren sollen alle erstellten Biobricks – das heißt verwendete DNA-Teile – für die Registry of Standard Biological Parts am MIT bereitgestellt werden. Es ist erwünscht schon vorhandene Biobricks zu benutzen. Diese werden vom IGEM-Organisationsteam bereitgestellt und verschickt.

Wettbewerb[Bearbeiten]

Der Wettbewerb findet primär an den Universitäten der Teams statt. Das MIT stellt keinen Laborraum oder Verbrauchsmaterialien zur Verfügung. Die Teams arbeiteten nach abgeschlossener Registrierung und Erhalt der Biobricks den Sommer über an ihren Universitäten. Die finale Präsentation der Ergebnisse und die Verleihung der Medaillen findet im Herbst am MIT in Boston statt. 2010 sind 126 internationale Teams gemeldet gewesen. Seit 2011 gibt es kontinentale Vorausscheidungen aus denen die Teams ermittelt werden die zum Finale nach Boston reisen.

Preise[Bearbeiten]

Es gibt in der Regel Bronze-, Silber- und Gold-Medaillen in über 20 Kategorien zu gewinnen. Der Wettbewerb vergibt keine Sach- oder Geldpreise. Für jede Art der Medaille gilt es Richtlinien zu erfüllen, um an den Verleihungen der Medaillen teilnehmen zu können. Weiters gibt es eine Reihe von Spezialpreisen, wie etwa der seit 2010 bestehende Sicherheitspreis (Safety Commendation), der Projekte auszeichnet die sich um eine Verbesserung der Biosicherheit in der synthetischen Biologie bemühen[1].

Neben den Medaillen wird ein Gesamtsieger ermittelt. Die Jury besteht aus Mitgliedern der Wissenschaftlichen Gemeinschaft des MIT.

Übersicht über vergangene Wettbewerbsergebnisse deutscher Teams[Bearbeiten]

Teilnahme und Erfolge deutscher Universitäten bei iGEM
Jahr Teams Teams (BRD) Ergebnis Regionalausscheid Weltausscheid
2004 5
2005 14
2006 41
2007 59 Freiburg Archivversion Gold

es wurde kein Regionalausscheid ausgetragen

-

2008 88

Freiburg
Heidelberg
TU München

Gold
Gold

es wurde kein Regionalausscheid ausgetragen

2. Platz
Best Human Practices Advance, Best Poster, Best Presentation
Zurückgetreten vor dem Jamboree

2009 113

Dresden
Freiburg Bioware
Freiburg Software
Heidelberg

Silber
Gold
Silber
Gold

es wurde kein Regionalausscheid ausgetragen


4. Platz, Best Biobrick Engineered, Best Poster

2. Platz, Best New Standard, Best Wiki

2010 128

Bielefeld
Dresden
Freiburg Bioware
Freiburg Software
Heidelberg
LMU München
TU München
Weimar-Heidelberg

Gold
Gold
Gold
Silber
Gold
Bronze
Gold

es wurde kein Regionalausscheid ausgetragen



Besten 12 Projekte, Best Health or Medicine Project

Besten 12 Projekte



2011 159

Bielefeld
Freiburg
LMU München
Potsdam Bioware
TU Munich

Gold
Gold
Bronze
Gold
Gold

Weiterleitung


Weiterleitung
Weiterleitung

Besten 16 Projekte




2012 191

Bielefeld
Bonn
TU Darmstadt
Frankfurt
Freiburg
Göttingen
Marburg
TU München
LMU München
Potsdam
Tübingen

Gold
Bronze
Gold
Bronze
Gold
Gold
Bronze
Gold
Gold
Gold
Bronze

Weiterleitung



Weiterleitung, Best BioBrick engineered


Weiterleitung
Weiterleitung
Weiterleitung, Best New Standard

Besten 16 Projekte



Besten 16 Projekte


Besten 16 Projekte
4. Platz, Best Wiki, Best New Application, Besten 16 Projekte


2013 214

Bonn
Bielefeld
Braunschweig
Frankfurt
Freiburg
Göttingen
Heidelberg
Marburg
Tübingen
TU_Darmstadt
TU-Munich

Bronze
Gold
Gold
-
Gold
Gold
Gold
Gold
Silber
Silber
Gold


Weiterleitung, 1. Platz Overgrad., Best Presentation
Weiterleitung

Weiterleitung, 2. Platz Overgrad., Best BioBrick
Weiterleitung
Weiterleitung, Best Poster
Weiterleitung


Weiterleitung, 2. Platz Undergrad., Best Wiki


2. Platz Overgrad., Best Food & Energy Project
Best New Application Project

Best Foundational Advance Project
Best Presentation
1. Platz Undergrad., Best Foundational Advance Project



2. Platz Undergrad., Best Environment Project

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. et al. Guan: Biosafety Considerations of Synthetic Biology in the International Genetically Engineered Machine (iGEM) Competition. Abgerufen am 12. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]