Professur

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Professur (von lateinisch profiteri in der Bedeutung „sich öffentlich als Lehrer zu erkennen geben“) bezeichnet im deutschen Sprachraum primär eine Funktion im Lehrkörper einer Hochschule.

Professor oder Professorin ist in der Regel die Amts- und Berufsbezeichnung des Inhabers einer Professur. Anders als etwa beim Doktorgrad handelt es sich also nicht um einen akademischen Grad.

In Deutschland und der Schweiz kann die Bezeichnung Professor unter bestimmten Umständen auch als Ehrentitel an Personen verliehen werden, die keine Professur bekleiden – beispielsweise an Künstler. Im Bundesland Baden-Württemberg kann die Bezeichnung Professor oder Professorin ohne Zusätze als nichtakademischer Ehrentitel an verdiente Bürger verliehen werden (siehe Professor (Ehrentitel Baden-Württemberg)).

In Österreich ist Professor auch ein Berufs- bzw. Ehrentitel und ein Amtstitel für ernannte Lehrer an höheren Schulen.

Die Hauptaufgabe von Professoren an Wissenschaftlichen Hochschulen ist die eigenverantwortliche Durchführung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre (im Sinne des humboldtschen Bildungsideals). Professur und Lehrstuhl sind nicht unbedingt miteinander verbunden – jeder Lehrstuhlinhaber ist Professor, aber nicht umgekehrt.

Inhaltsverzeichnis

Überblick[Bearbeiten]

Wie im Deutschen Reich bis 1918 und danach auch noch längere Zeit in Baden und in Bayern – man denke an Professor Unrat oder an Professor Zeitbloom bei Heinrich bzw. Thomas Mann – wird in einigen Ländern Europas (wie etwa in Österreich, Frankreich, Italien, Polen, Slowakei und Spanien) auch ein ernannter Lehrer an einer höheren Schule (österr. meist fälschlich noch „Mittelschule“) als Professor bezeichnet. Deswegen wird zum Beispiel in Österreich in Abgrenzung dazu auch vom Universitätsprofessor (Univ.-Prof.) oder Professor an einer Fachhochschule (FH-Prof.), früher auch vom Hochschulprofessor, gesprochen. Zudem kann in Österreich der Bundespräsident an Personen, die sich auf dem Gebiet von Kunst oder Wissenschaft verdient gemacht haben, auch ohne Studientitel den Titel Professor verleihen. Auch in Deutschland verleihen einzelne Bundesländer mitunter diese Titel. Österreich und Deutschland kennen noch weitere, die Transparenz erschwerende Titelformen, wie jene des außerordentlichen Universitätsprofessors (siehe unten), des Juniorprofessors und außerplanmäßigen Professors. Zudem tragen seit der Umbenennung der österreichischen Kunsthochschulen in Kunstuniversitäten durch das Universitätsgesetz 2002 auch die vormaligen Kunsthochschulprofessoren nun die Bezeichnung „Universitätsprofessor“. Titularprofessor ist in Österreich der verliehene Titel, in der Schweiz der Titel ohne Anspruch auf einen Lehrstuhl.

Deutschland[Bearbeiten]

Professor oder Professorin ist in Deutschland die Amtsbezeichnung einer Person, die Inhaber einer Professur ist. Sie stellt keinen akademischen Grad dar.

Verbeamtete Professoren werden dem höheren Dienst zugerechnet. Eine Besonderheit bei der Ernennung ist das Berufungsverfahren anstelle der ansonsten üblichen Laufbahnprüfungen.

In einzelnen Bundesländern kann die Bezeichnung „Professor“ oder „Professorin“ als akademische Würde auch nach dem Ausscheiden aus der Hochschule nach einer mehrjährigen Dienstzeit weiter geführt werden.[1]

2012 gab es an den Hochschulen in Deutschland 43.862 Professoren (34.905 männliche, 8.957 weibliche), davon 23.163 an Universitäten, 17.536 an Fachhochschulen, 2.309 an Kunsthochschulen, 353 an Pädagogischen Hochschulen, 353 an Verwaltungsfachhochschulen und 148 an Theologischen Hochschulen.[2] Daneben gab es 2012 3.618 Dozenten und Assistenten, 167.722 wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter, 9.912 Lehrkräfte für besondere Aufgaben, 1.509 Gastprofessoren und Emeriti, 90.009 Lehrbeauftragte und 37.058 wissenschaftliche Hilfskräfte.[2]

Die Gesamtzahl der Professoren betrug 2004 38.443, 2006 37.694, 2008 38.654, 2010 41.462, 2012 43.862, und hat sich damit zwischen 2008 und 2012 um ca. 14% erhöht.[2]

Professuren[Bearbeiten]

Professoren (Prof.) ohne Zusatzbezeichnung[Bearbeiten]

Dabei handelt es sich um eine Amtsbezeichnung verschiedener Hochschulen wie Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen oder Akademien. Professoren an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen wie den Pädagogischen Hochschulen wurden in die Besoldungsgruppen C 3 und C 4 und sehr selten auch in die Besoldungsgruppe C 2, an Fachhochschulen in die Besoldungsgruppen C 2 und C 3, an den anderen Hochschulen in C 2, C 3 und C 4 eingestuft. Seit spätestens 2005 (die Einführung der Besoldungsordnung W erfolgte in den Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten) werden sie in die Besoldungsgruppen W 2 und W 3 eingestuft. Vorher berufene Professoren bleiben in der C-Besoldung, können auf Antrag aber in die W-Besoldung wechseln. Bei einem Wechsel der Stelle werden sie allerdings ausschließlich in die W-Besoldung eingestuft; hiervon kann nur bei einem Wechsel innerhalb eines Bundeslandes abgewichen werden. Professoren sind Beamte oder Angestellte, letztere zum Beispiel an privaten Hochschulen oder bei fehlenden Voraussetzungen für die Beamtung an staatlichen Hochschulen. Meist sind Professuren unbefristet und in Deutschland mit dem Beamtenstatus verbunden, aber inzwischen werden mitunter auch W2- und sogar W3-Professuren befristet. Bei Erstberufungen, d. h. wenn der Kandidat zuvor noch keine Professur bekleidet hat, ist daneben eine mehrjährige Probezeit üblich, bevor die Stelle auch formal „entfristet“ wird. Die Amtsbezeichnung Professor allein ist daher kein sicheres Indiz für eine Daueranstellung.

Professoren an einer künstlerischen Hochschule leiten meist eine Meisterklasse.

Universitätsprofessoren[Bearbeiten]

Universitätsprofessor (Univ.-Prof.) ist eine veraltete Amtsbezeichnung für beamtete Hochschullehrer an Universitäten in einigen Bundesländern. Sie werden heute in die Besoldungsgruppen W 2 oder W 3 eingestuft. In den meisten Bundesländern wird diese Bezeichnung nicht mehr für neu eingestellte Professoren verwendet. In Baden-Württemberg kann diese Bezeichnung beispielsweise nur noch auf Antrag von Professoren geführt werden, die diese bereits vor dem Jahr 2000 trugen.[3] Vor 2004/2005 (die Einführung der Besoldungsordnung W erfolgte in den Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten) eingestellte Professoren wurden in die Besoldungsgruppen C 3 und C 4, in einigen Ausnahmefällen auch C2 eingestuft. Ein Professor der Besoldungsstufe W 3 beziehungsweise C 4 (im älteren Sprachgebrauch bzw. in Bayern auch heute noch im Gesetz als Ordinarius bezeichnet) ist meistens Lehrstuhlinhaber: Er verfügt dann im Haushaltsplan über eine oder mehrere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und einen größeren Etat. Professoren ohne Lehrstuhl gehören meist zur Besoldungsgruppe W 2 beziehungsweise C 3 (im älteren Sprachgebrauch bzw. in Bayern auch heute noch im Gesetz als Extraordinarien oder außerordentliche Professoren, abgekürzt ao., bezeichnet), verfügen über deutlich weniger oder gar keine Mitarbeiterstellen und haben auch sonst geringere reguläre Haushaltsmittel. Diese sogenannten außerordentlichen Professuren stellen aber dennoch reguläre, im Etat dauerhaft vorgesehene Stellen dar. Sie dürfen daher nicht mit außerplanmäßigen Professuren (s. u.) verwechselt werden. In einigen deutschen Bundesländern (etwa Baden-Württemberg) werden seit 2005 auch die meisten Professoren ohne Lehrstuhl nach W 3 besoldet („ohne Leitungsfunktion“).

Sowohl W-3/C-4- als auch W-2/C-3-Professoren wurden bzw. werden durch ein Berufungsverfahren (Bewerbung, Begutachtung, Probevortrag) ausgewählt, das sich aber im Einzelnen von Fach zu Fach und von Hochschule zu Hochschule stark unterscheiden kann.

Vor der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes 1976 nannte man einen Lehrstuhlinhaber Ordinarius oder ordentlicher Professor. Hiermit war das Recht verbunden, nach dem Eintritt ins Rentenalter als Emeritus zu wirken (sie verfügen daher noch über bestimmte Privilegien und einen eigenen Etat). Professoren, die vor 1976 auf solche Stellen erstberufen wurden, dürfen daher noch Emeriti werden, später berufene sind ohne Wahlmöglichkeit Professoren im Ruhestand. In Baden-Württemberg durften Professoren an Universitäten, die in die Besoldungsgruppe C 4 eingruppiert waren, noch bis zur Aufhebung des Universitätsgesetzes den Titel „Ordinarius“ führen. Besondere Rechte waren damit aber nicht verbunden.

Außerplanmäßige Professoren[Bearbeiten]

Der Titel "außerplanmäßiger Professor" (apl. Prof., apl. Professor) entstand 1933–35. Vorher wurden diese Hochschullehrer „nicht beamtete außerordentliche Professoren“, kurz „n. b. ao. Professoren“ genannt. Die Bezeichnung kann von Hochschulen mit Promotions- und Habilitationsrecht an Personen verliehen werden, die promoviert sind, zumeist aufgrund der erworbenen Lehrbefähigung (Habilitation) die Lehrbefugnis (venia legendi) besitzen und zudem in Forschung und Lehre nach Ansicht ihrer Fakultät hervorragende Leistungen erbracht haben. Die Verleihung der Bezeichnung wird durch die Hochschulgesetze der Länder und teilweise weitergehend durch die Satzungen der einzelnen Hochschulen geregelt. Die Bezeichnung ist keine Amts- oder Dienstbezeichnung und in der Regel nicht mit einem Beschäftigungs- oder Dienstverhältnis an einer Hochschule verknüpft. Zu apl. Professoren sollen in einigen Bundesländern Personen an einer Hochschule dann nicht bestellt werden, wenn sie dort zugleich hauptberuflich tätig sind; in anderen hingegen werden gerade fest angestellte oder verbeamtete habilitierte Angehörige des Mittelbaus oft zu apl. Professoren ernannt. Sie haben nicht in jedem Bundesland die Befugnis, die akademische Bezeichnung „Professor“ ohne weiteren Zusatz zu führen, sind trotzdem für Außenstehende und Studenten oft nicht von ordentlichen Professoren zu unterscheiden. In einigen Bundesländern ist die Fortführung der Bezeichnung nach der Verabschiedung und Beendigung der Tätigkeit an eine Erlaubnis durch die zuständige Landesbehörde gebunden.

Privatdozenten kann nach einer mehrjährigen (in Baden-Württemberg mindestens zweijährigen, in Bayern sechsjährigen, in Berlin vierjährigen, in Nordrhein-Westfalen fünfjährigen) Tätigkeit in Forschung und Lehre die Berechtigung zur Führung des Titels „apl. Prof.“ von der Universität mit Zustimmung der für Hochschulen zuständigen Ministerien oder Senatsverwaltungen erteilt werden. An einigen Fakultäten wird die Verleihung der Bezeichnung auch nicht mehr an einen bestimmten Zeitraum, sondern vielmehr die Erfüllung bestimmter wissenschaftlicher Kriterien (insbesondere die Zahl hochwertiger wissenschaftlicher Publikationen nach Erlangung der Habilitation) geknüpft.

Es handelt sich um eine Bezeichnung, die besonders häufig an humanmedizinisch tätige Privatdozenten verliehen wird. Mit der Verleihung dieses Titels können Oberärzte leichter zum leitenden Oberarzt und zum stellvertretenden Direktor in den Unikliniken aufsteigen. Oft sind dies leitende Ärzte (dirigierende Ärzte, leitende Oberärzte oder Chefärzte) in außeruniversitären Krankenhäusern oder niedergelassene Ärzte, die als nebenberufliche, nur korporative Hochschullehrer an Universitäten oder in akademischen Lehrkrankenhäusern Lehrveranstaltungen (sogenannte Titellehre) in geringem Umfang anbieten müssen. Sie können aber in angemessenem Umfang auch zu sonstigen Aufgaben von Hochschullehrern herangezogen werden.

Stiftungsprofessoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stiftungsprofessur

Hierbei handelt es sich um Professoren, die auf einen Lehrstuhl berufen werden, der nicht oder nicht ausschließlich aus dem Grundhaushalt einer Hochschule finanziert wird, sondern ganz oder teilweise von einem Drittmittelgeber zur Verfügung gestellt wird. Solche Professuren können von Stiftungen, Institutionen oder Unternehmen gestiftet werden.

Juniorprofessoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Juniorprofessor

Juniorprofessor (Jun.-Prof.) ist eine Dienstbezeichnung für Nachwuchswissenschaftler, die sich zur Berufung auf eine Professur qualifizieren. Vorbild ist der amerikanische assistant professor mit einem höheren Maß an Selbstständigkeit bei der Akquisition von Forschungsmitteln und einer größeren Unabhängigkeit in der Lehre. Allerdings fehlt in Deutschland häufig der sogenannte tenure track, der eine Weiterbeschäftigung des Wissenschaftlers zur Regel macht. Juniorprofessuren wurden im Jahre 2002 durch eine Änderung im Hochschulrahmengesetz eingeführt. Sie sind jetzt in allen Landeshochschulgesetzen vorgesehen. Die Juniorprofessur beinhaltet eine auf sechs Jahre befristete Anstellung in einem Beamten- oder Angestelltenverhältnis. Auch ist es bundesweit nicht einheitlich geregelt, welchen Titel ein Juniorprofessor führen soll und ob ihm das Promotionsrecht zuerkannt wird.

Seniorprofessoren[Bearbeiten]

Seniorprofessuren (englisch distinguished senior professorship) werden zunehmend auch in Deutschland ernannt. Neben der Ehrung außerordentlicher Leistungen soll der Erfahrungsschatz ausgewählter Professoren nach ihrer Emeritierung oder Pensionierung weiterhin aktiv genutzt werden, ohne dem Nachwuchs den Zugang auf Professuren zu versperren. Erster Seniorprofessor in Deutschland wurde 2006 der Mediziner Thomas Brandt an der Ludwig-Maximilians-Universität München.[4][5] Ziel ist eine Ernennung in den letzten Jahren vor Eintritt des gesetzlichen Altersruhestandes, damit die Seniorprofessoren sich ausschließlich der Forschung widmen können. Vorzeitig berufene jüngere Nachfolger übernehmen sämtliche mit dem Amt verbundene Aufgaben (Lehre, universitäre Selbstverwaltung u. a.). Die Finanzierung ist dabei so gedacht, dass für Seniorprofessuren die reguläre Altersversorgung bereits in Anspruch genommen wird und nur Zusatzmittel zum Ausgleich der Differenz anfallen. Von den ursprünglich vorhandenen Mitteln für die Stelle können dann jüngere Nachfolger noch bezahlt werden, da Einstiegsgehälter üblicherweise geringer sind.[6]

Das deutsche Bundesland Niedersachsen hat die "Niedersachsen-Professur 65+" gemeinsam mit der Volkswagen-Stiftung eingerichtet, um exzellente Forscher nach Erreichung des Pensionierungsalters weiterbeschäftigen zu können.[7] Es handelt sich um eine nebenberufliche Professur nach § 29 Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG). Die Lehrverpflichtung beträgt bis zu 2 Stunden/Semesterwoche. Die Professur ist befristet auf bis zu drei Jahre, eine Verlängerung auf bis zu fünf Jahre ist möglich. Die Förderung beträgt insgesamt bis zu 0,4 Mio. Euro, pro Jahr bis zu 80.000 Euro.[8] Durch die Einbeziehung der Volkswagen-Stiftung sind auch Merkmale einer Stiftungsprofessur dabei erfüllt.

Honorarprofessoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Honorarprofessor

Honorarprofessoren (Hon.-Prof.) sind nebenberufliche Hochschullehrer, die aufgrund mehrjähriger selbstständiger Lehrtätigkeit als Lehrbeauftragte oder durch besondere wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen außerhalb der Hochschule bestellt worden und dadurch mit der betreffenden Hochschule in besonderer Weise verbunden sind. Die Leistungen auf dem jeweiligen Fachgebiet müssen den Anforderungen entsprechen, die an hauptberufliche Hochschullehrer gestellt werden. Sie halten Lehrveranstaltungen in geringem Pflichtumfang ab, sind in der Hauptsache aber weiter in ihrem Beruf außerhalb der Hochschule tätig. Prinzipiell verdienen sie kein Gehalt. Nur im Falle der Verabschiedung auf eigenen Antrag darf die akademische Bezeichnung „Professor“ weiterhin geführt werden. Ziel der Honorarprofessur ist es, Personen aus der beruflichen Praxis auch für die Lehre zu gewinnen. Honorarprofessuren gewinnen zunehmend an Attraktivität bei Führungskräften in Wirtschaft und Politik.

Staats- oder Ehrenprofessoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ehrenprofessur

Der Titel „Professor“ konnte seit dem 19. Jahrhundert in den meisten deutschen Staaten zur Würdigung besonderer Leistungen an Wissenschaftler und Künstler im öffentlichen Dienst, freie Wissenschaftler und freie Künstler ehrenhalber verliehen werden, ohne dass der Geehrte, wie zum Beispiel Adolph Menzel, jemals als Hochschullehrer tätig gewesen war. Im Jahre 1937 zog Adolf Hitler als Staatsoberhaupt das Recht der Ernennung an sich, wodurch nationalsozialistische Kulturschaffende wie Veit Harlan zu dem Titel kamen.[9] Nach 1945 fiel das Recht den Ministerpräsidenten, Ersten- oder Regierenden Bürgermeistern der einzelnen Bundesländer zu und auch in der DDR wurde der Ehrentitel zum Beispiel an den populären Berliner Tierparkdirektor Heinrich Dathe vergeben. Heute existiert es noch in Baden-Württemberg, das Erfinder, Industriemanager und Politiker wie Artur Fischer, Jürgen Schrempp und Wolfgang Schuster ehrte, Berlin, wo Billy Wilder den Titel erhielt, und in Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen und dem Saarland.

Gastprofessoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gastprofessor

Gastprofessoren (engl. visiting scholar) sind im Regelfall Professoren, die an einer anderen als ihrer Heimat-Hochschule tätig sind. Dies geschieht zumeist in einem wissenschaftlichen Austausch über Gastsemester oder innerhalb von Forschungsprojekten. Gastprofessoren können aber auch Dritte sein, die befristet an einer Hochschule eine Professur übernehmen. Es gibt auch ständige Gastprofessoren, die für längere Zeit einen Lehrauftrag an einer anderen Hochschule wahrnehmen.

Vertretungsprofessoren[Bearbeiten]

Vertretungsprofessoren/innen sind Wissenschaftler oder Künstler, die in einer Übergangszeit mittels einer zeitlich befristeten Einstellung, unabhängig von den üblichen Bewerbungsverfahren, eine semesterweise Verwaltung einer Professur übernehmen. Während der Vertretungsdauer darf - je nach Bundesland - der Professorentitel geführt werden. Einen grundlegenden Anspruch auf eine Daueranstellung gibt es nicht. Dienstrechtliche Aufgaben, die mit der Professur verbunden sind, gehören zu den mit der Vertretungsprofessur stehenden Verpflichtungen. Die Vertretungsprofessur wird vergeben, wenn eine Professur etwa wegen Pensionierung oder Weggang des Inhabers zeitlich befristet unbesetzt ist. Sie wird im Angestelltenverhältnis an einen promovierten, in der Regel bereits habilitierten Wissenschaftler vergeben. Dieser kann dabei entweder Erfahrung sammeln, die ihm in der späteren Bewerbungsphase auf andere Professuren nützlich ist (Vertretung sine spe), oder aber er vertritt mit der Aussicht, diese Professur danach als regulärer Professor übertragen zu bekommen (Vertretung cum spe).

Professor h. c. [Bearbeiten]

Professor h. c. (lat. honoris causa „ehrenhalber“) war ursprünglich eine akademische Auszeichnung für einen Gelehrten von internationalem Rang, der durch seine wissenschaftlichen Arbeiten die Forschungserkenntnisse seines Fachgebietes erheblich vorangebracht hatte. Historisch wurden Ehrenprofessoren bis Ende des 19. Jahrhunderts auch mit dem Titel Professor honorarius ernannt. Der Titel wird heutzutage – selten – auch für besondere wissenschaftliche, künstlerische oder politische Verdienste (vor allem in Österreich) verliehen, unabhängig von einer üblichen akademischen Karriere. Ein Professor h. c. hat keine Lehrverpflichtung. Eine weitere gebräuchliche Schreibform des Professor h. c. im deutschen Sprachraum ist auch „Professor E. h. (Ehrenhalber)“.

Nach deutschem Promotionsrecht ist die Promotion zum Ehrendoktor (Dr. h. c.) in der Regel den Wissenschaftlichen Hochschulen vorbehalten, während die „Berufung“ zum Professor h. c., genau wie eine Berufung zum ordentlichen Professor, durch das Kultus- bzw. Bildungsministerium des jeweiligen Bundeslandes erfolgt.

Gemeinsam berufene Professoren / Sektoral-Professuren[Bearbeiten]

Gemeinsam berufene Professoren haben neben ihrem Amt an der Hochschule auch eine Leitungsfunktion an einer externen Einrichtung inne. Ihr Lehrdeputat ist dabei meist deutlich herabgesetzt. Das Gehalt wird in der Regel von der externen Einrichtung getragen, das spätere Ruhegehalt aber oft vom Land. In Berlin ist auch die Bezeichnung Sektoral-Professur (S-Professur) üblich.

Professoren als Leiter von Bundesbehörden und Museen[Bearbeiten]

Die Leiter einiger Bundesbehörden und Museen tragen die Amtsbezeichnungen „Direktor und Professor“, „Präsident und Professor“ bzw. „Museumsdirektor und Professor“. Siehe Direktor und Professor. In der Regel ist damit eine der obengenannten Professuren verbunden.

Einstellungsvoraussetzungen[Bearbeiten]

Eine Voraussetzung zur Berufung als Professor an einer Wissenschaftlichen Hochschule (z. B. Universität oder Pädagogische Hochschule) war, je nach Bundesland, bis 2003 beziehungsweise 2005 in der Regel die Habilitation oder eine gleichwertige herausragende wissenschaftliche Leistung, die durch eine Promotion und eine berufliche Tätigkeit oder Forschung erbracht wurde. Seit 2005 war grundsätzlich die Juniorprofessur anstelle der Habilitation Voraussetzung. Die Möglichkeit, wissenschaftliche Leistungen durch die Berufserfahrung zu erbringen bestand aber weiter. Seit 2007 sind beide Möglichkeiten de facto gleichwertige Zugänge zu Professuren an Universitäten und ihnen statusmäßig gleichgestellte Hochschulen. Dies differiert jedoch je nach Fach und der einzelnen berufenden Fakultät teils erheblich. In den Ingenieurwissenschaften kann ähnlich wie an Fachhochschulen praktische Erfahrung in der Industrie einen höheren Stellenwert haben als die Habilitation.

Für die Berufung an Fachhochschulen werden dagegen in der Regel die Promotion und eine mindestens fünfjährige Berufspraxis (davon drei Jahre außerhalb einer Hochschule) sowie besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erwartet. Meist werden auch Erfahrungen in der Lehre vorausgesetzt. Private (Fach-)Hochschulen setzen ebenfalls berufspraktische Erfahrung in der Wirtschaft für die Aufnahme einer Lehrtätigkeit voraus; hier können auch Nicht-Promovierte einen Professorentitel führen.

An Kunsthochschulen kann berufen werden, wer eine besonders herausragende künstlerische Qualifikation besitzt und darüber hinaus ein bedeutendes künstlerisches Lebenswerk vorweisen kann. An Pädagogischen Hochschulen sind neben der Promotion zusätzlich die Befähigung zum entsprechenden Lehramt durch das erfolgreich abgeschlossene Referendariat nachzuweisen.

In Deutschland sind die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtlichen Verpflichtungen der Professoren im Hochschulrahmengesetz (HRG) und in den Landeshochschulgesetzen geregelt. In Bayern gibt es zudem ein eigenes Hochschulpersonalgesetz.

In Deutschland gilt – trotz einiger Lockerungen in manchen Bundesländern – grundsätzlich das Hausberufungsverbot: Wer sich auf eine W 2- oder W 3-Professur bewirbt, darf nicht an der Hochschule, an der er sich bewirbt, mit einer festen Stelle angestellt sein. Damit sollen Bevorzugungen und Nepotismus (Vetternwirtschaft) erschwert werden. Privatdozenten, die an einer Hochschule lediglich ihre (nicht bezahlte) Titellehre anbieten, fallen dagegen nicht unter das Hausberufungsverbot. Umstritten ist, ob das Hausberufungsverbot möglicherweise in Widerspruch zum Grundgesetz steht.

Berufungsverfahren[Bearbeiten]

W-2- und W-3-Stellen, an den meisten Hochschulen auch W-1-Stellen, werden (so wie zuvor C-3- und C-4-Stellen) durch ein kompliziertes und langwieriges Berufungsverfahren besetzt, das in den Hochschulgesetzen der Länder geregelt ist und sich nicht selten über mehrere Jahre erstreckt (daher Vertretungsprofessuren), bei dem eine Kommission zunächst eine Vorauswahl unter den Bewerbern trifft, dann einige Kandidaten (meist 3-7) Probevorträge halten lässt, darunter wiederum eine Auswahl trifft und parallel Gutachten von außerhalb der Hochschule einholt und schließlich eine meist drei Personen umfassende gereihte Vorschlagsliste erstellt. In der Regel ergeht dann an den Erstplatzierten der „Ruf“ auf die Stelle. Die endgültige Entscheidung liegt je nach Bundesland beim zuständigen Minister oder Hochschulpräsidenten. Durch Absagen der Listenplatzierten kann sich das Verfahren jedoch bis hin zu einer Neuausschreibung verzögern.

Zu Berufungsverfahren und der daraus resultierenden Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses gibt es einige Untersuchungen aus dem Bereich der Gender Studies (Färber und Spangenberg, 2008;[10] Junghans 2012[11]), die sich mit dem Einfluss von Geschlecht auf diese spezielle Form des Personalauswahlverfahrens beschäftigen.

Außerhalb der Gender Studies gibt es nur wenige Untersuchungen, die historischer Natur sind (z. B. Schmeiser, 1994; Brezinka, 2000). Fest steht, dass die akademische Laufbahn mit dem Ziel, auf eine Professur berufen zu werden, für den wissenschaftlichen Nachwuchs im deutschsprachigen Raum – wie Max Weber schon 1917 in seinem Vortrag Wissenschaft als Beruf betont hat – in hohem Maße ein Wagnis bleibt. Schmeiser spricht treffend von einer „Risikopassage“, die nicht planbar ist. Welche Rolle bei einer Berufung einzelne Komponenten – wie fachliche Kompetenz, Publikationen/Zitation, Glück/Tagesform, Zusammensetzung der Berufungskommission und Kompetenz/Ambition der Mitglieder, Einbindung des Kandidaten in bestehende Netzwerke des wissenschaftlichen Umfelds, Präsenz auf einschlägigen Tagungen – spielen, ist empirisch nicht erforscht und bleibt so Gegenstand der Spekulation.

Emeritierung und Pensionierung[Bearbeiten]

Bei Erreichen der Altersgrenze für die Berufstätigkeit werden Professoren heute in der Regel pensioniert und nicht mehr emeritiert, was im Gegensatz zur Pensionierung lediglich die Freistellung von Lehrverpflichtungen bedeutete. Die Besoldung eines emeritierten Professors wurde nur wenig gekürzt. Diese Professoren wurden bei einer ordnungsgemäßen „Emeritierung“ als emeritierte Professoren oder Emeriti (Singular: Emeritus oder als weibliche Form Emerita) bezeichnet und blieben ihrer Hochschule oft eng verbunden (etwa durch weitere Forschungs- und Lehraktivitäten). Die Emeritierung ist heute faktisch nicht mehr möglich, da sie in den meisten Bundesländern gesetzlich nur erlaubt ist, wenn eine Erstberufung vor 1975 stattgefunden hat. Amtsinhaber, auf die diese Voraussetzung zutrifft, gibt es aber nur noch vereinzelt. Seniorprofessuren sind hierfür ein neuer Ansatz, die Kompetenz hervorragender Wissenschaftler den Hochschulen zu erhalten. Sie arbeiten meist in Form eines mit ihrer Hochschule ausgehandelten Lehrauftrags in Institut oder Fakultät weiter.

Berufsverbände[Bearbeiten]

Alle vier Verbände bieten ihren Mitgliedern ein umfangreiches Serviceangebot.

Besoldungsgruppen[Bearbeiten]

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Die Besoldung von beamteten Professoren und Assistenten an staatlichen Hochschulen in Deutschland erfolgt nach der Bundesbesoldungsordnung W oder der C-Besoldung.[12] Bei Neueinstellungen oder eventuell nach Bleibeverhandlungen kommt je nach Bundesland spätestens seit 2005 nur noch die Besoldungsordnung W zur Geltung, die drei Gruppen umfasst: W 1 (Juniorprofessur), W 2 und W 3 (Besoldungsarten für alle anderen Arten von Professoren und Angehörigen der Hochschulleitung). Die Beamten der Besoldungsgruppen W 2 und W 3 werden auf Lebenszeit eingestellt, wenn sie bereits Professor waren. Bei Erstanstellungen ist nach den entsprechenden Landesgesetzen die Anstellung zunächst zu befristen, je nach Bundesland bis zu acht Jahren. Die Befristung entfällt in der Regel, wenn es sich um einen Bewerber aus dem Ausland handelt oder ein inländischer Bewerber auf eine befristete Stelle nicht gewonnen werden kann oder ein Juniorprofessor der eigenen Hochschule berufen werden soll. Nach der Befristung wird das Beamtenverhältnis auf Zeit in eines auf Lebenszeit umgewandelt, wenn sich der Professor bewährt hat, ansonsten wird er entlassen. Für Angehörige der Hochschulleitung (Rektor bzw. Präsident, ihre Stellvertreter und Kanzler) gelten eventuell Sonderregelungen. Ihre Stellen sind landesrechtlich meist befristet (unterschiedliche Zeitspanne). Die Stellen von Juniorprofessoren sind hingegen immer befristet. Die Befristung gilt zunächst für drei Jahre, bei positiver Beurteilung wird die Stelle für weitere drei Jahre zur Verfügung gestellt und auch die Besoldung erhöht sich geringfügig. Die Besoldung ist in allen drei Besoldungsgruppen nicht aufsteigend, sondern bleibt für die gesamte Dauer des Amtsverhältnisses gleich. Es gibt aber Zulagen bei guter Leistung.

In der ausgelaufenen C-Besoldung, in denen vor 2005 berufene Hochschulangehörige freiwillig verbleiben können, wird die Eingruppierung nach C 1 (wissenschaftliche Assistenten), C 2 (Oberassistenten, Hochschuldozenten und 40 Prozent der Professoren an Fachhochschulen), C 3 (60 % der Fachhochschulprofessoren und außerordentliche Professoren an wissenschaftlichen Hochschulen) und C 4 (ordentliche Professoren an wissenschaftlichen Hochschulen) unterschieden. C-2-, C-3- und C-4-Professoren sind auf Lebenszeit eingestellt (Befristung bei Ersteinstellung wie oben). Sie mussten sich im Rahmen eines Berufungsverfahrens gegen Mitbewerber durchsetzen. Das Verfahren wird vom Fachbereich organisiert, dem der künftige Professor angehört. Am Ende des Verfahrens steht eine Rangliste, von der das zuständige Kultusministerium üblicherweise den ersten Vorschlag beruft. C-2- und C-3-Professoren an Fachhochschulen unterscheiden sich in ihren Rechten und Pflichten nicht. Auch an wissenschaftlichen Hochschulen haben sie grundsätzlich dieselben Rechte und Pflichten, doch verfügt ein C-3-Professor oftmals über weniger Mitarbeiterstellen.

Um Mitarbeitern in Fachbereichen, in welchen die Juniorprofessur unerwünscht ist, die Möglichkeit zur Habilitation bei ähnlichen Gehaltskonditionen zu geben, wurde in 13 Bundesländern die Möglichkeit geschaffen, Akademische Räte in ein Beamtenverhältnis auf Zeit zu berufen. Dies ersetzt die früher übliche Einstellung als Wissenschaftlicher Assistent (C 1).

Der Vorläufer der bundeseinheitlichen C-Besoldung ist die länderspezifische H-Besoldung. Im Unterschied zur C- beziehungsweise H-Besoldung gibt es bei der (vergleichsweise deutlich niedrigeren) W-Besoldung einen unveränderlichen festen Grundbetrag, zu dem leistungsorientierte, oft nicht ruhegehaltsfähige Zulagen geleistet werden können, angesichts knapper Kassen der öffentlichen Hand aber oft nur in geringem Umfang. Die älteren Besoldungsstufen C und H enthalten dagegen eine Altersprogression: die Besoldung steigt mit zunehmendem Dienstalter; Zulagen sind hier nur auf der C-4-Stufe bei weiteren Berufungen anderer Universitäten und geeigneten Verhandlungen möglich. Sie können ein Mehrfaches der C-4-Besoldung betragen, insbesondere, um hochdotierte Mitarbeiter der Wirtschaft oder des Auslands an Hochschulen zu holen.

Zu Details der Vergütung siehe weiter unten.

Professuren in Österreich[Bearbeiten]

In Österreich unterscheidet man:

Professuren innerhalb der Universität[Bearbeiten]

Universitätsprofessoren[Bearbeiten]

Universitätsprofessor (ohne Zusatz; Abkürzung: Univ.-Prof.) ist die aktuelle Bezeichnung (Funktionsbezeichnung, kein Amts- oder Berufstitel) für in einem Berufungsverfahren bestellte Professoren in Österreich. Sie hat die Bezeichnung „ordentlicher Universitätsprofessor“ wie auch die frühere Bezeichnung „außerordentlicher Universitätsprofessor“ (nicht zu verwechseln mit der heutigen gleichlautenden Bezeichnung) abgelöst und entspricht den deutschen W2- und W3-Professuren. Universitätsprofessoren, die nach 2001 (zunächst) befristet berufen wurden und alle Universitätsprofessoren, die ab 2004 berufen wurden, sind privatrechtliche Angestellte der jeweiligen Universität (keine Bundesbeamten mehr).

Ordentliche Universitätsprofessoren (veraltet)[Bearbeiten]

Die alte Bezeichnung ordentlicher Universitätsprofessor oder „Ordinarius“ (Abkürzung: O. Univ.-Prof. oder o. Univ.-Prof.) entsprach der C4-Professur in Deutschland. Seit Ende der 1990er Jahre wird der Titel nicht mehr vergeben; er darf jedoch von den zuvor Berufenen weiterhin geführt werden. Ordentliche Professoren (Amtstitel) sind Bundesbeamte.

Außerordentliche Universitätsprofessoren[Bearbeiten]

Außerordentlicher Universitätsprofessor (Abkürzung: Ao. Univ.-Prof. oder ao. Univ.-Prof.) bezeichnet heute einen an einer österreichischen Universität tätigen Universitätslehrer und Wissenschaftler mit Beamtenstatus (in diesem Fall ist die Bezeichnung ein Amtstitel) oder einen an der Universität angestellten ehemaligen Vertragsbediensteten des Bundes, der nach § 55a Vertragsbedienstetengesetz 1948 berechtigt ist, diese Bezeichnung zu führen (in diesem Fall ist die Bezeichnung kein Amtstitel, sondern eine Funktionsbezeichnung), wie Universitätsdozent und Vertragsdozent.

Der Titel wird seit Ende der 1990er Jahre an bestimmte beamtete Hochschullehrer sowie bestimmte (ehemalige) Vertragsbedienstete des Bundes infolge der Habilitation automatisch verliehen. Es handelt sich somit um eine Beförderung (Ernennung) qua erbrachter Habilitation und nicht um eine Berufung. Seit dem Universitätsgesetz 2002 schließen Universitäten, die vom Staat die Arbeitgeberfunktion übernommen haben, mit ihren Mitarbeiten nur noch Arbeitsverträge im privatrechtlichen Angestelltenverhältnis ab. Damit wird der Amtstitel bzw. die Funktionsbezeichnung „Ao. Univ.-Prof.“ in Österreich nur mehr an bestimmte Personen verliehen, deren Dienst- oder Arbeitsverhältnis spätestens 2001 begonnen hat.

Außerordentliche Professoren sind, nach den Bestimmungen des österreichischen Universitätsgesetzes 2002 nicht Mitglieder der Professorenkurie, sondern des sogenannten „akademischen Mittelbaus“. Dies könnte jedoch mit der Einführung einer von manchen Teilen der Universitäten seit langem geforderten einheitlichen Universitätslehrerkurie zukünftig geändert werden.

„Universitätsprofessor“ als Berufstitel[Bearbeiten]

Der Bundespräsident hat seit einer auf Bestreben von Thomas Klestil 2002 zustande gekommenen Regelung das Recht, an Universitätslehrer (meist an Außerordentliche Universitätsprofessoren) die Bezeichnung Universitätsprofessor als Berufstitel zu verleihen,[13] wovon eher selten Gebrauch gemacht wird. Eine Häufung ergibt sich allerdings daraus, dass die Bezeichnung auch von all jenen, die vor Inkrafttreten zu tit.ao.-Professoren ernannt worden waren und das 50. Lebensjahr vollendet haben, geführt werden darf. Beispiele für Träger dieses Berufstitels sind der Jurist Andreas Khol, ehemaliger Nationalratspräsident (ÖVP) und zuvor Ao. Univ.-Prof. an der Universität Wien, oder der habilitierte Sozialgeschichtler Hubert Christian Ehalt, Wissenschaftsreferent der Stadt Wien. Die Regelung ist einigermaßen unglücklich, da – im Unterschied zu anderen präsidentiell verliehenen Berufstiteln – kein ersichtlicher Unterschied zwischen dem Amtstitel bzw. der Funktionsbezeichnung „Univ.-Prof.“ (nach Berufung) und dem identisch lautenden Berufstitel besteht.

Assistenzprofessoren[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Der Begriff des Assistenzprofessors (Abkürzung: Ass.-Prof.) bezeichnet bestimmte (noch) nicht-habilitierte Universitätslehrer. Seit Inkrafttreten des Kollektivvertrags für Universitäten (PDF; 357 kB) zum 1. Oktober 2009 (novelliert 2011) wird damit eine Post-Doc-Position bezeichnet, der mit der Universität eine Qualifizierungsvereinbarung für normalerweise vier Jahre abgeschlossen hat (Laufbahnstelle oder tenure-track). Bei Nichterreichen der Qualifikation (meist einer Habilitation) endet der Vertrag. Bei Erfüllen der Bedingungen wird der Assistenzprofessor zum Assoziierten Professor und wird in ein unbefristetes Dienstverhältnis ohne Beamtenstatus übernommen. Der Assistenzprofessor nach dem Kollektivvertrag ist daher zur Abgrenzung entweder mit "(KV)" oder mit "(tenure track)" zu versehen. Als Assistenzprofessor ist man je nach Fach und Hochschule berechtigt, Diplom- und Masterarbeiten zu betreuen oder auch verpflichtende Prüfungen abzunehmen.

Der veraltete Assistenzprofessor unterscheidet sich damit wesentlich vom Gebrauch des Titels in der Schweiz und (wiederum spezifisch) in den USA. Der österreichische Assistenzprofessor bis 2001 (mit dauerhaftem Dienstverhältnis und Beamtenstatus) ähnelt stark dem Akademischen Rat in Deutschland. Weil Titel und Status nur an Beamte vergeben werden konnten, stand diese Form der Professur für nach 2001 neu eingestellte Hochschullehrer nicht mehr offen. Im UG 2002 wurde für eine ähnliche Verwendungsgruppe, primär mit Systemerhaltungsaufgaben, die Bezeichnung „Staff Scientist“ vorgesehen.

Vergleich mit Deutschland, der Schweiz und den USA[Bearbeiten]

Zum Vergleich: Die schweizerisch-liechtensteinische Assistenzprofessur entspricht am ehesten der Juniorprofessur in Deutschland, ist jedoch stärker als diese eine „Professur auf Probe“, da eine Entfristung in der Schweiz anders als in Deutschland in der Regel möglich ist („tenure-track“). Bei der Schweizer Assistenzprofessur handelt es sich daher um eine vollwertige Professur, welche auch mit „Prof. Dr.“ abgekürzt werden darf, allerdings ohne eigenen Lehrstuhl oder Mitarbeiter.

Beim US-Begriff des „Assistant Professor“ muss unterschieden werden zwischen Stellen mit oder ohne „tenure-track“. Wenn es eine Stelle ohne „tenure-track“ ist, entspricht der Assistant Professor am ehesten einem promovierten Universitätsassistenten in Österreich oder einem Juniorprofessor in Deutschland. Wenn es sich um eine Stelle mit „tenure-track“ handelt, ist sie im Status etwas über dem deutschen Juniorprofessor anzusiedeln. Der Assistant Professor hat in der Regel seine eigenen Doktoranden sowie Mitarbeiter und besitzt auch Stimmrecht im Fakultätsrat. Im Vergleich zum deutschen Juniorprofessor hat er zudem ein höheres Maß an Selbstständigkeit bei der Akquisition von Forschungsmitteln und eine größere Unabhängigkeit in der Lehre.

Professoren ohne universitäre Berufstätigkeit, „Professor“ als Berufstitel [Bearbeiten]

Außerhalb der Sphäre der Hochschulen und Universitäten kann die Bezeichnung Professor (ohne „Universitäts-“) in Österreich auch als Berufstitel verliehen werden. Hierbei handelt es sich um eine durch den Bundespräsidenten[14] verliehene Auszeichnung für besondere Leistungen, die besonders für Verdienste im künstlerischen und kulturellen Bereich (z. B. bildende Kunst, Unterhaltung, Erwachsenen- und Weiterbildung) verliehen wird. Kandidaten müssen ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben. Der Berufstitel Professor wurde beispielsweise an Hademar Bankhofer, Richard Billinger, Karl Farkas, Paul Flora, Claus Gatterer, Udo Jürgens, Ferdinand Alexander Porsche, Herbert Prikopa, Thomas Schäfer-Elmayer, Robert Seeger, Friedrich Torberg und Johannes Urzidil verliehen.

Ohne formelle Verleihung führen den Amtstitel „Professor“ zudem pragmatisierte Lehrer an allgemein- und berufsbildenden höheren Schulen der Entlohnungsgruppen LPA und L1 sowie Lehrer der Entlohnungsgruppen l pa und l 1. Die Regel geht auf eine 1866 publizierte Entschließung von Kaiser Franz Joseph I. zurück.[15] Manche L1- und LPA-Professoren sind auch Universitäten zugewiesen worden.

Weder der Berufstitel „Professor“ noch der „Professor“ an einer höheren Schule hat einen Bezug zur Tätigkeit an einer Universität oder sonstigen Hochschule. Dies ist der Grund, warum an den österreichischen Universitäten – im Unterschied zu Deutschland oder der Schweiz – in aller Regel der Langtitel „Univ.-Prof.“ (statt nur „Prof.“) geführt wird.

Allerdings wird der Berufstitel „Professor“ auch an Persönlichkeiten, die außerhalb des universitären Lebens wissenschaftliche Leistungen erzielt haben, verliehen; so z. B. an den Dirigenten Karl Böhm, an Hans Hass (Tauchpionier und Meeresforscher), an Heinrich Harrer (Bergsteiger und Tibetologe), an Hans Hermann Henrix (Theologe) oder an den Kapellmeister Josef Leeb. Verleihungen des Berufstitels „Professor“ an Ärzte erfolgen in der Regel nach Begutachtung durch die Medizinische Universität Wien.

Professor in der Schweiz[Bearbeiten]

Ordentliche Professoren an Universitäten und Eidgenössischen Hochschulen werden von den entsprechenden Gremien gewählt. Es wird dabei unterschieden zwischen Ordinariaten, Extraordinariaten und Titularprofessuren (in Liechtenstein, deren staatliche Universität seit 2011/12 Teil des schweizerischen Universitätssystems ist, wird der Extraordinarius Assoziierter Professor genannt). An Fachhochschulen ist die Bezeichnung „Professor“ zumeist ein Ehrentitel für Hochschulangehörige in Lehre und Forschung. Die Amtsbezeichnung ist Dozent. Dozenten können hauptamtlich (Pensum >50 %) oder nebenamtlich (Pensum <50 %) beschäftigt sein.

Die Verleihung an den Fachhochschulen basiert auf kantonaler Gesetzgebung; es gibt keine schweizweit einheitliche Regelung. Voraussetzungen für eine Verleihung sind zumeist ein Pensum von mindestens 50 %, der Nachweis einer hochschuldidaktischen Befähigung, mehrjährige Berufserfahrung sowie entsprechendes Engagement in Lehre und/oder Forschung. Ausnahmen werden restriktiv gehandhabt.[16][17]

Außerordentliche Professoren werden durch die Staatsräte der Universitätskantone ernannt. Sie sind in der Regel hauptamtlich angestellt. Ihre Amtsdauer kann zunächst befristet sein, praktisch werden sie aber wie ordentliche Professoren in der Regel auf Lebenszeit gewählt. Zwischen ordentlichen und außerordentlichen Professorinnen/Professoren bestehen Unterschiede hinsichtlich ihrer Verpflichtungen, jedoch kaum noch bezüglich ihrer rechtlichen Stellung.

Professoren in angloamerikanischen Ländern[Bearbeiten]

Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada wird der Titel „Professor“ meistens nur selten gebraucht und ist den ranghöchsten Akademikern wie „Head of Department“ oder und Leitern von Lehrstühlen vorbehalten. Professoren sind wie die Reader dort überwiegend in der Forschung und nur mehr selten in der Lehre tätig. Anstelle von Professoren lehren daher an Universitäten in diesen Ländern überwiegend sogenannte „Lecturer“. Die meisten Lecturer sind fest angestellt (das heißt nach einigen Jahren auch auf Lebenszeit) und sowohl in der Forschung als auch der Lehre tätig. Die britischen Titel „Lecturer“ und „Senior Lecturer“ entsprechen dabei ungefähr den US-amerikanischen „Assistant“ und „Associate“ Professoren. Der in Großbritannien verwendete Begriff „Reader“ entspricht im Hinblick auf Leistungen in Lehre und Forschung einer vollen Professur. Ein „Chair“ wird einem „Reader“ in der Regel nach etwa zwei Jahren verliehen, zumeist auf der Grundlage von Verwaltungs- und Managementfunktionen. In den USA werden Professoren mit Leitungsaufgaben „Full Professors“ oder „Distinguished Professors“ genannt.

Das US-amerikanische System sieht in der Regel drei Stufen von Professuren vor:

  • Assistant Professor (entspricht der deutschen wissenschaftlichen Assistentur oder Juniorprofessur): Voraussetzung ist eine qualifizierte Promotion.
  • Associate Professor (entspricht der deutschen außerplanmäßige Professur): Voraussetzung ist eine Qualifikation als Assistant Professor.
  • Full Professor (entspricht der deutschen ordentlichen Professur): Voraussetzung ist eine Qualifikation als Associate Professor oder eine außerordentliche wissenschaftliche Leistung. Besonders anerkannte Professoren können die Ehre des Distinguished Professor bzw. endowed chair erhalten, was auch einen Besoldungszuwachs bedeutet.

Daneben gibt es auch in den USA Ehrenprofessuren und Professoren, die ausschließlich in der Forschung tätig sind (zum Beispiel in firmeneigenen Forschungsinstituten). Lehrbeauftragte und Privatdozenten werden in den USA auch Adjunct Professors genannt.

Abkürzungen[Bearbeiten]

  • ao. Univ.-Prof.: außerordentlicher Universitätsprofessor (nur in Österreich und der Schweiz, mit landesspezifisch unterschiedlicher Bedeutung; in Liechtenstein: assoziierter Professor)
  • apl. Prof.: außerplanmäßiger Professor (nur in Deutschland)
  • Ass.-Prof.: Assistenzprofessor (nur in Österreich und der Schweiz, mit landesspezifisch unterschiedlicher Bedeutung)
  • Hon.-Prof.: Honorarprofessor
  • Jun.-Prof.: Juniorprofessor
  • o.ö. Prof.: ordentlicher öffentlicher Professor (Deutschland, Preußen)
  • o. Univ.-Prof.: ordentlicher Universitätsprofessor (nur in Österreich und der Schweiz; teilweise veraltet)
  • Prof.: Professor
  • Prof. em. (oder emer.): Professor emeritus
  • Prof. h. c.: Professor honoris causa (‚ehrenhalber‘)
  • Prof. i. K.: Professor im Kirchendienst (nur in Deutschland)
  • Univ.-Prof.: Universitätsprofessor

Mögliche Werdegänge[Bearbeiten]

Im Folgenden sind typische Werdegänge zur Erlangung einer ordentlichen Hochschulprofessur aufgelistet. Die einzelnen Beispiele stehen dabei exemplarisch für ein bestimmtes Fachgebiet, d. h., sie können jeweils auch auf andere Fachgebiete bezogen werden.

Deutschland[Bearbeiten]

Beispiel eins (Abschluss in einem grundständigen Studiengang, Promotion, Habilitation, Verleihung der Venia Legendi verbunden mit der Bezeichnung Privatdozent/in, ordentliche Professur):

  • Dipl.-Biol. Wilma Wiesel (Diplom-Abschluss)
  • Dr. rer. nat. Wilma Wiesel (promoviert)
  • Dr. rer. nat. habil. Wilma Wiesel (habilitiert)
    • in einigen Bundesländern auch: Dr. rer. nat. Dr. habil. Wilma Wiesel
  • PD Dr. rer. nat. habil. Wilma Wiesel (Venia Legendi und das Recht, die Bezeichnung Privatdozentin zu führen verliehen)
  • Prof. Dr. rer. nat. habil. Wilma Wiesel (ordentliche Professorin)

Bemerkung: Es ist üblich, die Abkürzung „habil.“ wegzulassen, wenn Prof. oder PD aufgeführt sind.

alternativ:

  • Werner Wessel, M. A. (Master-Abschluss)
  • Dr. phil. Werner Wessel (promoviert)
  • Dr. phil. habil. Werner Wessel (habilitiert)
    • in einigen Bundesländern auch: Dr. phil. Dr. habil. Werner Wessel
  • PD Dr. phil. habil. Werner Wessel (Venia Legendi verbunden mit dem Recht, die Bezeichnung Privatdozent zu führen)
  • Prof. Dr. phil. habil. Werner Wessel (ordentlicher Professor)

Beispiel zwei (Abschluss in einem grundständigen Studiengang, Promotion, Juniorprofessur, ordentliche Professur):

  • Wilma Wiesel, M. Sc. (Master-Abschluss)
  • Dr. sc. agr. Wilma Wiesel (promoviert)
  • Jun.-Prof. Dr. sc. agr. Wilma Wiesel (Juniorprofessorin)
  • Prof. Dr. sc. agr. Wilma Wiesel (ordentliche Professorin)

Beispiel drei (Abschluss in einem grundständigen Studiengang, Promotion, Berufspraxis, ordentliche Professur):

  • Dipl.-Ing. Werner Wessel (Diplom-Abschluss)
  • Dr.-Ing. Werner Wessel (promoviert)
  • Berufspraxis
  • Prof. Dr.-Ing. Werner Wessel (ordentlicher Professor)

Angloamerikanische Länder[Bearbeiten]

Beispiel eins (Abschluss in einem Bachelorstudiengang (8-semestrig), Abschluss eines Doktorstudiums, wissenschaftliche Assistenz, Assistenzprofessur, ordentliche Professur)

  • Wendy Weasel, B.A. (Honours) (Bachelor-Abschluss)
  • Wendy Weasel, Ph.D., B.A. (Honours) (Abschluss des Doktorstudiums)
  • Lecturer Wendy Weasel, Ph.D., B.A. (Honours) (entspricht: wissenschaftlicher Assistentin)
  • Senior Lecturer Wendy Weasel, Ph.D., B.A. (Honours) (entspricht: außerordentlicher Professorin)
  • Prof. Wendy Weasel Ph.D., B.A. (Honours) (ordentliche Professorin)

Beispiel zwei (Abschluss in einem Bachelorstudiengang (6-semestrig) & konsekutivem Masterstudiengang (4-semestrig), Abschluss eines Doktorstudiums, wissenschaftliche Assistenz, Assistenzprofessur, ordentliche Professur):

  • Walter Weasel, B.Sc. (Bachelor-Abschluss)
  • Walter Weasel, M.Sc., B.Sc. (Master-Abschluss)
  • Walter Weasel, Ph.D., M.Sc., B.Sc. (Abschluss des Doktorstudiums)
  • Assistant Professor Walter Weasel, Ph.D., M.Sc., B.Sc. (entspricht: wissenschaftlichem Assistenten)
  • Associate Professor Walter Weasel, Ph.D., M.Sc., B.Sc. (entspricht: außerordentlichem Professor)
  • Prof. Walter Weasel, Ph.D., M.Sc., B.Sc. (ordentlicher Professor)

Besetzung von Professuren durch Frauen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frauen in der Wissenschaft

Geschichte[Bearbeiten]

Bis in die beginnende Neuzeit war Bildung primär eine Sache des Standes und nach einem jahrhundertelangen Prozess wird – durch Druck der Frauenbewegung und im Zuge der allgemeinen Gleichbehandlung der Geschlechter – die Zulassung von Frauen an Universitäten erst im frühen 20. Jahrhundert rechtlich verankert.

  • 1733 hat die Universität Wittenberg als erste deutsche Universität die Dichterin Christiana Mariana von Ziegler als poeta laureatus ausgezeichnet.
  • 1754 wurde Dorothea Christiane Erxleben von der Universität Halle als erste Frau in Deutschland promoviert.
  • 1787 hat die Universität Göttingen zum 50-jährigem Bestehen eine Professorentochter, Dorothea von Schlözer, ohne Dissertation, aber mit mündlicher Prüfung promoviert.
  • Regina Josepha von Siebold wurde 1815 an der Universität Gießen die Ehrendoktorwürde im Fach Geburtshilfe verliehen. 1817 wurde ihre Tochter Marianne Theodore Charlotte von Siebold zum Dr. med. promoviert. Die Frauen wurden jedoch noch nicht an der Universität geduldet und mussten sich daher außerhalb bilden und ihre Wissenschaft betreiben.
  • Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt sich das Frauenstudium durchzusetzen, z. B. in den USA, in Großbritannien und in der Schweiz (ab 1865 an der Universität in Zürich). In Österreich-Ungarn waren Frauen ab 1878 als Gasthörerinnen zugelassen und konnten ab 1897 zunächst an den philosophischen Fakultäten, später auch Medizin, studieren. 1891 beschloss der deutsche Reichstag, dass die Zulassung von Frauen Ländersache sei, und 1899 wurden Frauen als Gasthörerinnen zugelassen.
  • 1897 wurde mit Gabriele Possanner die erste Ärztin Österreichs promoviert.
  • 1898 wurde die Philosophin Anna Tumarkin als erste Frau an der Universität Bern habilitiert. Sie war in Bern 1906 auch die erste Honorarprofessorin und 1909 die erste Extraordinaria. Tumarkin war Europas erste Professorin, die – im Gegensatz zur bereits 1884 in Stockholm inthronisierten Dozentin Sofja Kowalewskaja – das Recht hatte, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen sowie im Senat der Universität Einsitz zu nehmen. Ihr folgte Lina Stern, sie erhielt 1903 den Doktortitel und wurde 1918 außerordentliche Professorin und Inhaberin des Lehrstuhles für physiologische Chemie an der medizinischen Fakultät der Universität Genf.
  • Elsa Neumann wurde als erste Frau Deutschlands an der Universität Berlin 1899 im Fach Physik promoviert, Mathilde Wagner 1901 als erste Frau an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Fach Medizin. An der Universität Berlin wurde vom Pathologen Rudolf Virchow Sonderpräpierkurse für Frauen angeboten, weil sein Vater (ein Ordinarius für Anatomie) sich weigerte, Frauen in seinen Sezierkursen zu erlauben.
  • Elise Richter konnte sich 1907 als erste Frau in Wien habilitieren (romanische Philologie), durfte aber vorerst nur als Privatdozentin ohne Besoldung lehren und wurde erst 1921 außerordentliche Professorin, aber nie ordentliche Professorin (nach ihr ist auch ein Förderprogramm des FWF benannt, das Frauen die Habilitation ermöglichen soll), aber 1921 findet auch erst die zweite Promotion Österreichs statt (Christine Touaillon, Literaturgeschichte).[18]
  • Obwohl in Deutschland 1918 beschlossen wurde, dass Frauen auch die Dozentenlaufbahn einschlagen könnten, wurde erst 1923 Margarete von Wrangell als erste Frau ordentliche Professorin an einer deutschen Universität. Die Chemikerin wurde auf den Lehrstuhl für Pflanzenernährung an der Universität Hohenheim berufen.
  • 1921 wurde Gertrud Kleinhempel als erster Frau in ihrem Beruf als Leiterin der Textilklasse an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld in Preußen durch das Ministerium der Professorentitel verliehen.

Dabei war insbesondere der Männermangel des ersten Weltkriegs ausschlaggebend, in dem praktizierende Wissenschaftlerinnen zu einem wichtigen Faktor wurden. Bis 1933 wurden nur 24 Frauen, vornehmlich in der Medizin, Professorinnen, obwohl mehr als 10.000 Frauen promoviert wurden.

Anteil der Professorinnen im Vergleich zu den Professoren[Bearbeiten]

Frauenanteil unter Studenten und Professuren[Bearbeiten]

Frauen sind unter den Professoren an den Hochschulen des deutschen Sprachraums stark unterdurchschnittlich vertreten, obwohl Studentinnen bereits seit einiger Zeit an den meisten Hochschulen im deutschsprachigen Raum mehr als die Hälfte der Studierenden ausmachen.

Frauenquote an Universitäten und Hochschulen
Deutschland Österreich Schweiz OECD/EU-25
Universitäten/Fachhochschulen 2003 WS 2004/05 2006 2004
Studentinnen 48,4 % 53 % / 40 %    
Promotionen/Absolventinnen 37,9 % 40 % / 34 %   43 %
Assistentinnen   31 % / –    
Professorinnen/Lehrende 12,8 % 14 % / 22 % 9,2 % 15 %
Forschungspersonal gesamt 2003 19 % 21 % 21 % 29 %
Gläserne Decke Universitäten 2004 1,9 2,7 1,8 2,1

Werte und Quellen:

  • OECD-Länder: Graduates ISCED 6, Academic staff Grade C / A (nach ISCED 97); Researchers Frascati Manual §301
    gläserne Decke: universitär, EU-25 2004 [19]
  • Deutschland: Ost- und Westdeutschland, Professorinnen: alle Besoldungsstufen[20]; Forschungspersonal[19]
  • Österreich: Universitäten/Fachhochschulen[21]; Forschungspersonal[19]
  • Schweiz: Universitäten[22]; Forschungspersonal[19]

Die Frauenquote ist jedoch regional sehr verschieden und hängt stark vom Fachgebiet ab. In Studienrichtungen wie z. B. Theologie, Soziologie, Architektur und Medizin reicht der Anteil der Frauen an den Hochschullehrern der höheren Ränge etwa an ein Viertel heran, während er unter den Assistenten auch höher liegt. In der bundesdeutschen Ethnologie liegt der Frauenanteil an den Professuren mit 29 % besonders hoch (2008).

In technischen Fächern liegt er bei nur einigen Prozent – und dies trotz Förderung mit speziellen Programmen (z. B. Hertha-Firnberg- und Else-Richter-Stellen in Österreich und ähnlicher Programme in Deutschland). Im Durchschnitt der OECD beträgt die Quote nur 5,8 %.[19]

Inzwischen lässt sich zumindest regional und für bestimmte Fachbereiche, wie etwa für die Politik- und Sozialwissenschaften in Berlin, ein stetiger Zuwachs an Habilitationen von Frauen feststellen, welche immer wieder auch in Professuren gerufen werden. In den letzten Jahren stellten diese dort sogar die Hälfte der Habilitanden. Wie sich diese Tendenz jedoch im Zusammenhang der neusten hochschulpolitischen Veränderungen und der Etablierung des Bachelor/Master-Systems entwickeln wird, bleibt offen.[23]

Mögliche Gründe für die geringere Frauenquote[Bearbeiten]

Die Gründe sind vielfältig und offenbar auch von länderspezifischen sozialen Geschlechtermodellen abhängig. Eine große Rolle spielen wahrscheinlich die im Durchschnitt geringere Bereitschaft von Frauen zur bedingungslosen Verfolgung lebenslanger Vollzeitkarrieren,[24] unterschiedliche Fachkulturen und damit einhergehend eine unterschiedliche Bedeutung von Dissertation oder Habilitation für die weitere Karriereplanung in spezifischen Fächern,[25] und die Schwierigkeit, Partnerschaft, Kinder und hochqualifizierten Beruf zu vereinen. Es gibt in vielen Ländern auch im Post-Doc-Bereich oft nur Stipendien ohne soziale Rechte wie Mutterschutz.

Förderung[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte 2007 ein Professorinnenprogramm, mit dem bis 2013 mindestens 200 neue Stellen für weibliche Habilitanden an deutschen Hochschulen geschaffen werden sollten.[26][27]

An vielen Hochschulen gibt es Gleichstellungsbeauftragte (früher: „Frauenbeauftragte“) und auch spezielle, gesetzlich vorgeschriebene Regelungen für Berufungsverfahren, die Bewerberinnen bei gleicher Eignung den Vorrang geben. An der Ruhr-Universität Bochum lautet z. B. ein Passus:

„Jeder Berufungskommission muss mindestens eine Professorin angehören. Falls dies nicht möglich ist, muss mindestens eine stimmberechtigte Wissenschaftlerin des betreffenden Faches der Berufungskommission angehören. In Fächern, in denen keine Wissenschaftlerin vertreten ist, sind Professorinnen oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen als stimmberechtigtes Mitglied aus verwandten Fächergruppen hinzuzuziehen.[28]

Dies soll sicherstellen, dass Bewerbungen von Frauen angemessen berücksichtigt werden.

Österreich[Bearbeiten]

Der Titel Professorin ist in Österreich seit 2001 laut BGBl. II Nr. 261/2002 Schaffung von Berufstiteln im Bundes-Verfassungsgesetz verankert.

Im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG) ist in Bezug auf Ausschreibungen öffentlicher Dienststellen unter § 7.(3) gefordert, dass unbeschadet der Formulierung, „dass sie Frauen und Männer gleichermaßen betreffen“ (Abs. 2) die Ausschreibung jedoch den Hinweis zu enthalten hat, „dass Bewerbungen von Frauen für Arbeitsplätze einer bestimmten Verwendung (Einstufung) oder für eine bestimmte Funktion besonders erwünscht sind, wenn der Anteil der Frauen im Wirkungsbereich der jeweiligen Dienstbehörde in einer solchen Verwendung oder Funktion unter 50 % liegt“ (Unterrepräsentation nach § 11 Abs. 2) oder Fördermaßnahmen im Sinne des Frauenförderungsgebot (§ 11) angebracht sind. Eine Bevorzugung von Frauen in öffentlichen Ämtern – ungeachtet der allgemeinen geforderten Gleichbehandlung – solange die Frauenquote nicht erreicht ist, schreibt der Gesetzgeber vor.

Einige bekannte akademische Lehrerinnen[Bearbeiten]

Siehe auch: Listen bekannter Wissenschaftlerinnen

Professorenvergütung[Bearbeiten]

Die Besoldung eines Professors erfolgt in Deutschland nach der Besoldungsordnung W. Es gibt drei Besoldungsgruppen: W1, W2, und W3. Die Professorenbesoldung besteht aus einem Grundgehalt und einer Leistungszulage. Seit der Föderalismusreform besitzen die Länder das Dienst-, Besoldungs- und Versorgungsrecht für die Landesbeamten. Infolgedessen unterscheiden sich die Grundgehälter, und zwar zum Teil deutlich.

Durchschnittliche Besoldungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vergleich mit den USA:

  • Die Besoldung eines deutschen Professors beträgt als Jahresgrundgehalt bei 12 Monaten ohne Leistungsbezüge in der Besoldungsgruppe W 2 insgesamt 46.680 Euro pro Jahr, in der Besoldungsgruppe W 3 insgesamt 56.683 Euro pro Jahr. Die durchschnittliche Besoldung mit Einbezug der Leistungsbezüge eines Professors liegt an deutschen Hochschulen und Universitäten bei ca. 71.500 Euro.
  • In der Schweiz ist die Besoldung der Professoren kantonal geregelt und beispielsweise für die eidgenössischen Hochschulen und Universitäten separat. Danach wird die Professorentätigkeit an der Universität Zürich zwischen 102.729 Euro (158.953 CHF) und 149.985 Euro (232.073 CHF) vergütet; an der ETH Zürich in einem Korridor zwischen 121.461 Euro (187.937 CHF) und 159.774 Euro (247.280 CHF).
  • In Österreich ist zwischen Professoren mit Beamtenstatus und Professoren ohne Beamtenstatus (= vertraglich gebundene Angestellte; Vertragsprofessoren) zu unterscheiden. Univ.-Prof. im Beamtenstatus haben abhängig von ihrer Dienstzeit und ohne diverse Zulagen ein gesetzlich vorgeschriebenes Bruttojahresgehalt zwischen 47.986 Euro und 89.515 Euro bzw mit Dienstalterzulage 99.385 Euro, während Univ.-Prof. ohne Beamtenstatus mit ihrer Universität ein Bruttojahresgehalt zwischen 53.075 Euro und 159.225 Euro frei ausverhandeln können. Die Gehälter außerordentlicher Universitätsprofessoren liegen zwischen 42.658 Euro und 80.188 Euro brutto pro Jahr, jene von Assistenzprofessoren zwischen 29.142 Euro und 65.188 Euro.[29] Seit Inkrafttreten des Kollektivvertrages zum 1. Oktober 2009 beträgt für dem Kollektivvertrag unterliegende Universitätsprofessoren das Mindestjahresgehalt abhängig von ihrer Dienstzeit zwischen 61.650 Euro brutto und 86.288 Euro brutto, für assoziierte Professoren mindestens zwischen 58.570 Euro und 83.209 Euro brutto pro Jahr, für Assistenzprofessoren 46.252 Euro brutto pro Jahr (Werte 2010).[30]
  • Die durchschnittliche Vergütung eines Professors an einer US-amerikanischen, öffentlichen Hochschule beträgt etwa 63.848 Euro (98.000 USD) und an privaten Hochschulen 86.630 Euro (127.000 USD).
  • Die Vergütung eines Professors in Großbritannien beginnt bei etwa 70.000 Euro (60.000 GBP). Reader und Senior Lecturer verdienen zwischen 52.000 Euro (45.000 GBP) und 70.000 Euro (60.000 GBP) und ein Lecturer bis zu 52.000 Euro (45.000 GBP).[31]

Die Besoldung in Deutschland wird von der Interessenvertretung der Professoren als „nicht wettbewerbsfähig“ beurteilt.[32] Ein direkter Vergleich der deutschen zur internationalen Professorenbesoldung ist schwierig, da in anderen Ländern andere Pensionsregelungen bestehen, andere Lebenshaltungskosten entstehen (Schweiz) und andere Steuersätze gelten.

Der Hochschullehrerbund als die Standesvertretung der Professoren an den Fachhochschulen sieht die W2-Besoldung im Vergleich zu anderen Vergütungen im öffentlichen Dienst als nicht amtsangemessen an. Dem hat das Bundesverfassungsgericht am 14. Februar 2012 zugestimmt. Bezüglich einer Klage eines hessischen Professors entschied es, dass die Grundvergütung der hessischen Besoldungsgruppe W 2 „evident unangemessen“ ist und dies durch die Ausgestaltung der Prämien, die zudem nicht pensionswirksam sind, nicht ausgeglichen wird und somit gegen das „Alimentationsprinzip des Art. 33 Abs. 5 GG verstößt und daher verfassungswidrig ist“. Dem Gesetzgeber wird aufgegeben, „verfassungskonforme Regelungen mit Wirkung spätestens vom 1. Januar 2013 zu treffen“[33]. Das Urteil wird für die übrigen Bundesländer als gleichermaßen wirksam angesehen.

Gesetzlicher Schutz[Bearbeiten]

In Deutschland ist die Bezeichnung „Professor“ in § 132a Abs. 1 Nr. 1 StGB gegen Missbrauch geschützt. Wer unbefugt diese Amtsbezeichnung führt, macht sich danach strafbar und kann mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden. Dabei schützt die Vorschrift ausdrücklich auch ausländische Dienstbezeichnungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Zu Gender-Aspekten
  • Cheryl Bernard; Edit Schlaffer: Frauenkarrieren an der Universität oder gibt es doch einen weiblichen Masochismus? in: Feminismus – Inspektion der Herrenkultur. Luise F. Pusch (Hrsg.) edition suhrkamp 1192, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-11192-2.
  • Rainer A. Müller: Geschichte der Universität – Von der mittelalterlichen Universitas zur deutschen Hochschule. Callwey, München 1990, 1996, ISBN 3-7667-0959-3
  • Martin Schmeiser: Akademischer Hasard. Das Berufsschicksal des Professors und das Schicksal der deutschen Universität 1870 - 1920. Klett-Cotta, Stuttgart 1994, ISBN 3-608-91688-1 (Zugleich Dissertation an der Universität Tübingen 1994).
  • Wolfgang Brezinka, Pädagogik in Österreich. Die Geschichte des Faches an den Universitäten vom 18. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2000, ISBN 3-7001-2908-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Professors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Zu Gender-Aspekten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Hochschulpersonalgesetz vom 23. Mai 2006, Artikel 12; Rheinland-Pfalz Universitätsgesetz (UG) §49, Abs.5 (PDF-Datei; 260 kB)
  2. a b c [1]
  3. vgl. Zweites Gesetz zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften von Baden-Württemberg vom 1. Januar 2005, Artikel 17, § 15
  4. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=52531&p=
  5. http://www.ghst.de/unsere-arbeitsgebiete/neurowissenschaften/hertie-senior-forschungsprofessur/
  6. http://www.gwkg.thr-consult.de/resources/Positionen+der+GWKG+1-09.pdf
  7. Ausschreibung Niedersachsen-Professur 65+
  8. Merkblatt zur Niedersachsen-Professur 65+
  9. Laut Verordnung vom 27. August 1937 kamen "für die Verleihung des Titels Professor Angehörige der freien Wissenschaft und Kunst sowie Wissenschaftler und Künstler im öffentl. Dienst in Frage, die sich auf ihren Fachgebieten besonders hervorgetan haben". Vgl. Stichwort: Professor in Meyers Lexikon. Achter Band, Leipzig, 1940
  10. Christine Färber, Ulrike Spangenberg: Wie werden Professuren besetzt? Chancengleichheit in Berufungsverfahren. campus Verlag, Frankfurt / New York, 2008
  11. Lea Junghans: Die Berufung von ProfessorInnen. Das geschlechtergerechte Berufungsverfahren und seine gerichtliche Überprüfung. In: Gender, Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 1, 2012, S. 141–148
  12. Bundesbesoldungsgesetz in der aktuellen Fassung der jeweiligen Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt (BGBl.) Teil I; siehe SATORIUS Verfassungs-und Verwaltungsgesetze. Textsammlung Verlag C.H.Beck, mit Ergänzungslieferungen. BBesG 230, 2. Abschnitt 3. Unterabschnitt. Vorschriften für Professoren ...", §§ 32-36
  13. Entschließung des Bundespräsidenten betreffend die Schaffung von Berufstiteln, BGBl. II, Nr. 261/2002
  14. Die Verleihung von Berufstiteln fällt nach Art. 65 Abs. 2 lit. b B-VG in die Kompetenz des Bundespräsidenten. Die Überreichung des Dekrets (Intimationsbescheid) erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt und oft durch andere Personen.
  15. RGBl. Nr. 22 / 1866 (= S. 72)
  16. Empfehlungen. Verleihung des Titels Professor/Professorin an Fachhochschulen (Version vom 28. September 2010 im Internet Archive) Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz, 24. Mai 2004
  17. Richtlinie betreffend Titularprofessuren (2012), ETH Zürich
  18. Der mühsame Weg der Frauen an die Unis
  19. a b c d e Eurostat S&T Statistics, nach OECD She Figures 2006. EU-Kommission DG Research (Webdokument des CEWS, pdf 0,7 MB)
    Figure 1.2: Proportion of female PhD (ISCED 6) graduates 2003, S. 21
    Figure 1.6: Proportion of female researchers, 2003, S. 25
    Figure 3.4: Glass Ceiling Index, 2004, S: 59
  20. Statistisches Bundesamt, Fachserie 11: Bildung und Kultur. Reihe 4.4: Personal an Hochschulen., verschiedene Jahrgänge; zitiert nach BLK Heft 109 (PDF-Datei; 653 kB): Siebte Fortschreibung des Datenmaterials von ‚Frauen in Führungspositionen an Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen‘ 2003. Statistisches Bundesamt, 2004.
  21. Statistisches Taschenbuch 2005. BMBWK; zitiert nach Brigid Weinzinger, Anita Bernroitner, Sabine Wagner, Gabriele Stauffer: Grüner Frauenbericht 2006. Die Grünen, 2007, S. 48ff (Webdokument, pdf 3,4 MB)
  22. R. Bachmann, C. Rothmayr, C. Spreyermann: Evaluation Bundesprogramm Chancengleichheit von Frau und Mann an Universitäten. Bericht zu Umsetzung und Wirkungen des Programms 2000 bis 2003. Schriftenreihe Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (BBW), Bern 2004 (Webdokument, www.crus.ch)
    U. Jaberg, M. Bencheikh, P. Koller: Personal der Universitären Hochschulen 2004. Bundesamt für Statistik (BFS). Statistik der Schweiz, Neuchâtel 2006; zitiert nach Professionelle Karriereförderung auf dem Weg zur Professorin oder Chefärztin. In: Schweizerische Ärztezeitung Nr. 44 87/2006, S. 1901–1906
  23. Barbara Strobel, 2009, Was sie wurden, wohin sie gingen. Ergebnisse einer Verbleibstudie über PromovendInnen und HabilitantInnen des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin (PDF-Datei; 208 kB), in: gender politik online, abgefragt am 26. August 2009.
  24. Susan Pinker: Das Geschlechter-Paradox. München: DVA, 2008
  25. Barbara Strobel, 2009, Was sie wurden, wohin sie gingen. Ergebnisse einer Verbleibstudie über PromovendInnen und HabilitantInnen des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin (PDF-Datei; 208 kB), Berlin, in: gender politik online abgefragt am 26. August 2009.
  26. Frauen im Wissenschaftssystem. Professorinnen-Programm, Website des Bundesbildungsministeriums
  27. Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder, in: Eva Blome et al. (Hrsg.): Praxishandbuch Zur Gleichstellungspolitik an Hochschulen, Springer VS; Auflage: 2., vollst. überarb. u. erw. Aufl. 2014, ISBN 978-3-531-17567-6, S. 136f.
  28. Ruhr-Universität Bochum: Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern an der Ruhr-Universität Bochum
  29. http://www.goed.at/files/877/Gehalt2010GOED.pdf
  30. http://www.uibk.ac.at/betriebsrat/wissenschaftlich/kv-novelle-2010.pdf
  31. Salary Scales, University of Manchester abgefragt am 13. September 2009
  32. W-Besoldung international nicht wettbewerbsfähig aus Forschung und Lehre, Zeitschrift des DHV, S. 584, November 2005 (pdf. 6,1 MB)
  33. BVG-Pressemitteilung Nr. 8/2012 vom 14. Februar 2012, abgelesen am 15. Feb. 2012