Indianer-Seidenpflanze

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Indianer-Seidenpflanze
Asclepias curassavica

Asclepias curassavica

Systematik
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Asclepiadeae
Untertribus: Asclepiadinae
Gattung: Seidenpflanzen (Asclepias)
Art: Indianer-Seidenpflanze
Wissenschaftlicher Name
Asclepias curassavica
L.

Die Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica), häufig auch Curaçao-Seidenpflanze oder ungenau nur Seidenpflanze oder Seidenblume genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Seidenpflanzen (Asclepias) aus der Unterfamilie Asclepiadoideae, die in die Familie der Hundsgiftgewächse gestellt wird. Diese Art ist heute in den wärmeren Regionen als Zierpflanze (oder auch schon verwildert) fast weltweit verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Indianer-Seidenpflanze ist ein ein- bis wenigjähriger, aufrechter Halbstrauch, der Wuchshöhen von bis etwa 1 Meter erreicht. Die Zweige sind wenig oder unverzweigt. Die gegenständigen kurz gestielten und lanzettförmig Laubblätter sind 8 bis 12 cm lang und 1 bis 2 cm breit. Sie sind kahl und auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite bläulichgrün.

Der endständige, doldige Blütenstand besteht aus fünf bis zehn Blüten. Die zwittrige Blüte weist einen Durchmesser von etwa 1 bis 1,5 cm auf. Die dunkelorangeroten Kronblätter sind weit zurückgeschlagen. Die Nebenkrone ist hellorangerot und kurz gestielt.

Die einzelne oder paarige, spindelförmige Balgfrucht wird bis 10 cm lang. Die Samen tragen den für Seidenpflanzen typischen Haarschopf („Seide“).

Raupen des Monarchfalters (Danaus plexippus) an der Indianer-Seidenpflanze.
Asclepias curassavica. Früchte
Asclepias curassavica. Samen

Ökologie[Bearbeiten]

Diese Art ist für die Raupen des Monarchfalters (Danaus plexippus), der sich inzwischen fast weltweit in wärmeren Regionen verbreitet hat, eine wichtige Nahrungspflanze. Vor allem in Parks, wo diese Pflanze als Zierpflanze angepflanzt wurde, ist der Monarchfalter recht häufig. Auch die Raupen anderer Falter wie Danaus chrysippus, Danaus gilippus oder der Weißen Baumnymphe (Idea leuconoe) ernähren sich von den Blättern und Zweigen dieser Art.

Vorkommen[Bearbeiten]

Diese Art war ursprünglich im tropischen Mittel- und Südamerika verbreitet. Sie kommt heute als Zierpflanze nahezu weltweit vor und ist in vielen Regionen, zum Beispiel in Spanien und Marokko, schon verwildert.

Systematik[Bearbeiten]

Der schwedische Botaniker Carl von Linné listete die Art 1753 unter dem Namen Asclepias curassavica in seinem Werk Species plantarum auf.[1]

Ein Synonym ist Asclepias nivea var. curassavica (L.) Kuntze.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Bärtels: Farbatlas Tropenpflanzen - Zier- und Nutzpflanzen. 3. überarb. u. erw. Auflage, 384 S., Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1995 ISBN 3-8001-3468-3

Einzelreferenzen[Bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Species plantarum 1:215, 1753. Siehe Eintrag bei GRIN unter Weblinks.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Indianer-Seidenpflanze – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien