Integrated Lights-Out

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Integrated Lights-Out (iLO) ist ein von Compaq entwickeltes Lights-Out-Management-System zur Administration und Fernwartung von Servern. Durch die Übernahme von HP entfiel der Name Compaq. Über eine zusätzliche Netzwerkschnittstelle, die sich entweder auf dem Serverboard direkt befindet oder durch eine Steckkarte zur Verfügung gestellt wird, kann der iLO-Chip mit dem Netzwerk verbunden werden.

Funktionsumfang[Bearbeiten]

Der Funktionsumfang des Lights-Out Management erweitert sich ständig mit jeder neuen Version. So waren bei den ersten Versionen nur grundlegende Funktionen wie z.B. das Ein- und Ausschalten der Hardware möglich, wo hingegen es mit aktuellen iLO Firmwares bereits möglich ist, Temperaturen im Gehäuse und der Hardware auszulesen (Sea of Sensors 3D) oder den Stromverbrauch zu reduzieren/begrenzen (Power Capping[1]) [2]. Zusätzlich zum Standard-iLO, welches meist bei den HP-Servern bereits enthalten ist, kann ein Lizenzschlüssel für iLO Advanced erworben werden, welcher weitere Funktionen freischaltet.

Grundsätzlich kann man von folgender Funktionalität sprechen:

  • Ein- und Ausschalten des Servers über das Netzwerk
  • Management des System Boards (BIOS-, Controller-Einstellungen, je nach Serversystem z.T. unterschiedlich)
  • Tools zur Systemdiagnose
  • Temperaturen auslesen (Sea of Sensors)
  • Power Capping (nicht bei allen Geräten unterstützt, siehe [1])
  • KVM-Funktionalität
  • Mit iLO Advanced (lizenzpflichtig); komplettes Server-Remotemanagement - Bildschirm, Tastatur und Maus werden über das iLO-Webinterface mit gängigen Webbrowsern per Java-Applet oder mittlerweile über eine Stand-Alone-Anwendung für Windows-Systeme zugänglich gemacht. Selbst Geräte wie CD-ROM-Laufwerke (oder ISO-Images) können über das Netzwerk angebunden werden, so dass ein Server vollständig über das Netzwerk installiert werden kann.

Vorteile[Bearbeiten]

  • Übersichtliche und strukturierte Verkabelung der Server
  • Keine KVM-Switches notwendig
  • System-Board-Einstellung, Serverüberwachung und Diagnose ohne physikalischen Zugang zum System möglich
  • Auf physisch getrennter Netzwerkkarte; kann somit mit einem abgesicherten und vom eigentlichen Netz abgetrennten Management-Netzwerk verbunden werden.

Nachteile[Bearbeiten]

  • Das iLO ist eine Hardware-Lösung und hat seinen eigenen NIC (Netzwerkkarte), bei manchen Modellen kann diese mit dem System gemeinsam verwendet (shared) werden, um einen zusätzlichen NIC für das Betriebssystem zu haben - keine empfohlene Konfiguration: Hierbei kann es zu Störungen kommen, die nicht auf Anhieb dem Fehlverhalten des iLO zugeordnet werden können. Zum Beispiel gab es zeitweise das Problem, dass NFS-Pakete vom iLO abgefangen wurden. Insbesondere wenn Hardware- und Softwareadministration getrennt sind, sind solche Probleme sehr aufwändig zu lösen.
  • Wie bei allen Lösungen, die Service-Dienste auf NICs laufen lassen, die auch dem Datentransfer dienen, können etwaige Sicherheitslücken im iLO ausgenutzt werden.

iLO Mobile App[Bearbeiten]

Seit der iLO Version 3 ist es möglich, anstatt der Weboberfläche eine Smartphone-App zu benutzen. Derzeit gibt es die entsprechende Applikation für Apple iOS und Android Smartphones/Tablets.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dynamic Power Capping Supported Servers
  2. a b Product Overview 29. März 2012