Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen
Logo
Gründung 1965
Ort Köln
Präsident Stephan J. Holthoff-Pförtner
Mitglieder ca. 1.000
Website Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen

Die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) ist eine gemeinnützige Vereinigung auf dem Gebiet der Sportbauten und Freizeiteinrichtungen.

Die IAKS wurde 1965 in Köln gegründet. Sie ist die einzige Non-Profit-Organisation, die sich weltweit mit Themen des Sportstättenbaus befasst und wurde aus diesem Grunde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als "Recognised Organisation" anerkannt.

Die Präsidenten waren (Stand 2013): Willi Weyer (1965-1985), Günter Heidecke (1985-1990), Erich Schumann (1990-1997) und Stephan Holthoff-Pförtner (seit 1997)

Weltweit existieren sieben Sektionen der IAKS: Deutschland, Japan, Lateinamerika/Karibik, Polen, Russland, Schweiz und Spanien (Stand 2013).

Dem Verein gehören rund 1.000 Mitglieder in 110 Ländern weltweit an, die sich auf alle fünf Kontinente verteilen. Ihr Netzwert verteilt sich bis Australien, Neuseeland, Japan und China über Russland und Namibia bis nach Chile und ganz Nordamerika.

Tätigkeit[Bearbeiten]

Neben dem IOC arbeitet die IAKS mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), der Sportaccord , dem Weltrat für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung (ICSSPE) und der Internationalen Architekten Union (UIA), Sport und Freizeit-Programm zusammen. Sie pflegt außerdem Kontakte zu internationalen Sportfachverbänden und Nationalen Olympischen Komitees und ist von den Vereinten Nationen in die Liste der Beratenden NGOs der Ökonomie- und Sozialkommission (UN-ECOSOC) aufgenommen worden.

Aufgabe und Aktivitäten sind die Schaffung einer Plattform zu Planung und Bau, Ausstattung und Modernisierung, Finanzierung und Management von Sport- und Freizeitanlagen, sowie die Mitarbeit bei der Entwicklung von Normen und Richtlinien in Deutschland und Europa. Außerdem gibt die IAKS die Zeitschrift "sb" heraus, veranstaltet Tagungen und Ausstellungen und vergibt einen internationalen Architekturpreis für beispielhafte Sport- und Freizeitbauten, den IOC/IAKS Award sowie die IPC/IAKS-Auszeichnung.

Mitglieder und Partner der IAKS sind Architekten und Ingenieure, Unternehmen sowie Wirtschaftsverbände, Sportorganisationen, Sport-, Erziehungs- und Bauministerien, Kommunalverwaltungen sowie Universitäten und andere Bildungsinstitute.

Zweck der IAKS ist es insbesondere, den Sport auf breitester Ebene zu fördern, indem sie die bei der Planung, dem Bau, der Ausstattung und dem Betrieb von Sport- und Freizeiteinrichtungen aller Art gewonnenen Erfahrungen, Grundlagen und Forschungsergebnisse sammelt, auswertet, weitervermittelt und ggf. koordiniert. Hierbei sind gesellschaftsrelevante Aspekte im weitesten Sinne, wie z.B. Architektur, Technik, Sportwissenschaften, Ökonomie und Ökologie, zu berücksichtigen. Sie unterstützt die Entwicklung auf diesen Gebieten auch durch Forschung und Beratung.

Kongresse[Bearbeiten]

Seit 1969 veranstaltet die IAKS alle zwei Jahre einen internationalen Kongress für Planung, Bau, Modernisierung und Management von Sport- und Freizeitanlagen, bei dem globale infrastrukturelle Trends, bautechnische Themen und Best Practices präsentiert und diskutiert werden.

Seit der ersten Veranstaltung wurden in den vergangenen 44 Jahren bei 23 Kongressen Vorträge und Fachinformationen von insgesamt 739 Experten aus 41 Ländern präsentiert. Der Kongress findet im Rahmen der „Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen“ (FSB) in Köln statt.

Mit 622 ausstellenden Unternehmen aus 44 Ländern und einer Bruttoausstellungsfläche von 67.000 Quadratmetern stellte die FSB 2013 einen neuen Rekord auf.

Der IAKS-Kongress steht unter der Schirmherrschaft des IOC, des IPC, der Sportaccord und des Bundesministerium des Innern.

Seminare und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die IAKS organisiert Fachtagungen und Praxisseminare rund um Sport- und Freizeitanlagen, zum Beispiel zu den Themen Kunststoffrasen, Kunsteisbahnen, Finanzierung oder Management, Technik und Sicherheit.

IOC/IAKS Award und IPC/IAKS-Auszeichnung[Bearbeiten]

Der IOC/IAKS Award ist der einzige internationale Architekturpreis für bereits im Betrieb bewährte Sport- und Freizeitbauten.

Seit 1987 werden mit diesem Preis alle zwei Jahre beispielhaft gut gestaltete und gleichzeitig funktional gelungene Sportanlagen prämiert. Bei den ausgezeichneten Anlagen kann es sich sowohl um Neubauten als auch um die Erweiterung oder Modernisierung vorhandener Anlagen handeln. Auslober des Wettbewerbs sind das IOC und die IAKS.

Gemeinsam mit dem IPC vergibt die IAKS außerdem die IPC/IAKS Auszeichnung für behindertengerechte Sportanlagen. Die IPC/IAKS Auszeichnung will die Zugänglichkeit von Sportanlagen und allen anderen Bauten fördern, um auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, Sport uneingeschränkt und barrierefrei auszuüben oder dabei zuzuschauen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC), das Internationale Paralympische Komitee (IPC) und die IAKS führen erstmals den Architektur- und Design-Award für Studenten und Young Professionals ein. Dieser Preis zeichnet die innovativen Entwürfe und Konzepte für Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen aus.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die IAKS veröffentlicht seit 1967 die internationale Fachzeitschrift „sb“, die alle zwei Monate mit wechselnden Themenschwerpunkten aus dem Bereich der Sportarchitektur erscheint und die aktuellen Branchentrends des internationalen Sportstättenbaus präsentiert. Außerdem werden neueste Technologien und Produktentwicklungen vorgestellt.

Ferner beschäftigt sich „sb“ mit der Infrastruktur bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen des Sports, wie Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften. Somit ist sie eine Informationsquelle für Planer und Praktiker aus allen Bereichen des Sportstättenbaus (Kommunen, Architekten und Ingenieure, Hochschulen, Verbände und Industrieunternehmen).

„sb“ wird in drei Sprachen – Englisch, Deutsch und Spanisch – publiziert. Die Fachzeitschrift wird vor allem im deutschsprachigen Raum und in Europa, aber auch in Nord-, Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien gelesen.

Weblinks[Bearbeiten]