Internetangriffe auf Estland 2007

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Die Internetangriffe auf Estland begannen am 27. April 2007 und richteten sich gegen estnische Organisationen, darunter das Estnische Parlament, Banken, Ministerien und Rundfunksendeanstalten. Zur gleichen Zeit kam es zu einem Aufruhr von russischen Esten wegen der Umstellung des Bronze-Soldaten von Tallinn. Deshalb wird vermutet, dass Russland Auftraggeber der Angriffe ist, diese Vorwürfe wurden jedoch später relativiert.[1] Die Attacken waren vorwiegend Denial of Service-Angriffe mit Verwendung des Botnetzes und legten praktisch das ganze Land lahm. Estland gilt als das internetaffinste Land Europas.

Im Jahr 2008 wurde ein estnischer Staatsbürger, der ethnischer Russe ist, angeklagt und verurteilt. Am 20. März 2009 hat sich Konstantin Goloskokow, ein Funktionär der regierungsnahen russischen Jugendorganisation Naschi, als Drahtzieher der Angriffe bekannt gegeben.[2] Die Wahrheit dieser Aussage ist jedoch umstritten.

Das offizielle Russland wies alle Vorwürfe zurück. Aus Mangel an konkreten Beweisen gegen Russland kam es zu keinen offiziellen Sanktionen Seitens der EU oder Nato.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Konrad Lischka: Cyber-Angriffe: Estland schwächt Vorwürfe gegen Russland ab. In: Spiegel Online. 18. Mai 2007, abgerufen am 21. Februar 2014.
  2. Internet-Sabotage: Kreml-Jugend bekennt sich zu Attacke auf Estland. In: Die Welt. 11. März 2009, abgerufen am 21. Februar 2014.