Havelock (Kleidung)

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Der Havelock, Inverness-Mantel oder MacFarlane war ein im 19. und noch im Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitetes Herrenbekleidungsstück. Es handelt sich um einen Mantel, der zwar Armlöcher, aber keine Ärmel hatte, also um einen Umhang. Unter dem Kragen war eine ellbogenlange Pelerine befestigt, die die Oberarme bedeckte. Das hatte den Vorteil, dass einerseits die witterungsschützende Funktion eines Mantels erfüllt wurde, andererseits die Bewegungsfreiheit der Arme nicht eingeschränkt war, was zu Zeiten, in denen man sich im Falle eines Falles noch mit Säbel und Degen zu verteidigen hatte, von Bedeutung war.

Der moderne Havelock ist ein besonders langer, ärmelloser Pelerinenmantel für den Abend mit fallendem Seidenrevers (Reversecke tiefer als Kragenansatz), verdeckter Knopfleiste und Pattentaschen als Ergänzung zum Frack oder Smoking.[1]

Der Inverness-Mantel ist nach der Region Inverness in Schottland benannt. Da der Mantel keine Ärmel aufweist, wird er meist über einem Sakko getragen. Die Arme werden durch die Armöffnungen nach außen unter den vor Regen schützenden Überwurf geführt. Der Mantel war einmal recht beliebt und wurde auch von der britischen Polizei getragen. Heute sieht man ihn nur noch selten und er wird noch wenig hergestellt. Zusammen mit dem Deerstalker-Hut steht er für die Kleidung von Sherlock Holmes. Man trägt ihn aber auch zum Kilt.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon, A-K, 7. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt/Main. ISBN 3-87150-518-8. S. 371

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inverness cape – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien