Israel Singer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses Israel Singer. Für den polnisch-US-amerikanischen Schriftsteller siehe Israel Joschua Singer.

Israel Singer (* 1943 in Brooklyn, New York City) war von 2001 bis 2007 Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

Leben[Bearbeiten]

Singer wuchs als Sohn österreichischer Flüchtlinge in Brooklyn auf. Er lehrte Politikwissenschaften an der Universität von New York und von 1969 bis 1971 politische Theorien am Politik-Institut der Bar-Ilan-Universität in Israel.

Als Vorsitzender der World Jewish Restitution Organization führte er Verhandlungen zur Unterstützung von Holocaust-Überlebenden und kämpfte weltweit um die Erbschaften von Holocaust-Opfern. Er verhandelte auch mit Deutschland und Österreich über Renten und Entschädigungen für Überlebende.

Im Oktober 2001 wurde er zum Vorsitzenden des Jüdischen Weltkongresses (WJC) ernannt. 2002 wurde er zum Präsidenten der „Conference on Jewish Material Claims against Germany“, die „Jewish Claims Conference“ gewählt. Im Juni 2002 wurde er zum Vorsitzenden der IJCIC (International Jewish Committee for Interreligous Consaltations) ernannt.

Am 14. März 2007 wurde Singer durch den Präsidenten des WJC Edgar M. Bronfman seiner Ämter wegen der jahrelangen Veruntreuung von Geldern des WJC enthoben.[1][2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. NZZ: Singer wird von Bronfman in die Wüste geschickt
  2. swissinfo: Bronfman wirft Singer „Selbstbedienung aus der WJC-Kasse“ vor