Japa

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Japa (Sanskrit, m., जप, japa, von flüstern, murmeln; Pāḷi, das Murmeln, das Gemurmel[1], von japati[2]=murmeln, flüstern) ist lautes, leises oder auch nur gedankliches Wiederholen eines Mantras, Gebets, Gottesnamens, oder Rezitation heiliger Schriften. Es handelt sich um einen Begriff aus dem Hinduismus. Jedoch wird Japa auch im Sikhismus und Buddhismus praktiziert.

Japa kann unter Zuhilfenahme einer Rosenkranz-ähnlichen Kette, auch Mala oder Japamala genannt, praktiziert werden. Im Zusammenhang mit Japa ist auch von Japa-Yoga oder Mantra-Yoga die Rede. Darunter versteht man eine Meditationsform zum Zwecke der Verwirklichung Gottes, bei der die Wiederholung heiliger Silben, oder Mantras eine Rolle spielen. Japa kann auch während der Aktivität ausgeübt werden, z. B. während Routinearbeiten, oder im Sitzen während der Meditation. Unter Ajapa Japa versteht man eine Form der konstanten Japa-Ausübung, bei der das Wiederholen automatisch und anstrengungslos geschieht. Es ist eine Form konstanten Bewusstseins. Manchmal ist diese Form konstanten Bewusstseins auch an den Atem geknüpft. Sofern sich das Japa auf die Wiederholung göttlicher Namen oder Attribute bezieht spricht man auch von Nama-Japa. Dieses gehört phänomenologisch zur Praxis des Namensgebets.

Literatur[Bearbeiten]

  • Schwester Vandana: Nama Japa - Das Gebet des Namens in Hinduismus und Christentum. Praktische Anleitung, Ursprünge und Traditionen. ISBN 3786716188, ISBN 978-3786716181

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. japa - Eintrag im Wörterbuch der Pali Text Society
  2. japati - Eintrag im Wörterbuch der Pali Text Society