Jesús Jiménez Zamora

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Jesús Jiménez Zamora (* 18. Juni 1823 in Cartago Costa Rica; † 12. Februar 1897 ebenda) war zweimal Präsident von Costa Rica.

Leben[Bearbeiten]

J. Zamora

Zamora heiratete am 25. Januar 1850 in Cartago Esmeralda Oreamuno Gutiérrez, die Tochter von Francisco María Oreamuno Bonilla. Der Ehe entstammen sieben Kinder, u.a. Manuel de Jesús Jiménez Oreamuno (1854-1916), 1889 Außenminister von Costa Rica, und Ricardo Jiménez Oreamuno. Er wurde Arzt an der Universidad de San Carlos de Guatemala.

Als sein Kollege José María Montealegre Fernández 1859 an die Macht geputscht wurde, war er bei der verfassungsgebenden Versammlung 1856 Delegierter für Cartago. Im Regierungskabinett von Montealegre war er Außenminister und Minister für öffentlichen Bildung. Von diesem Amt trat er 1860 zurück. Von 1860 bis 1861 war er Stellvertreter der Präsidenten und von 1862 bis 1863 Abgeordneter im Parlament.

Präsidentschaft 1863 – 1866[Bearbeiten]

Bei den Wahlen im April 1863 wurde er zum Präsidenten für die Amtszeit 1863 bis 1866 gewählt. Kurz nach Amtsantritt ließ er verfassungswidrig das Parlament auflösen und ein neues Parlament wählen. Er gewährte Gerardo Barrios Asyl, weshalb vier zentralamerikanische Regierungen die diplomatischen Beziehungen zu seiner Regierung einstellten. 1865 wurde in Bogota im Tratado Castro-Valenzuela eine Grenze zwischen Costa Rica und Kolumbien definiert.

Präsidentschaft 1. November 1868 - 27. April 1870[Bearbeiten]

Im Mai 1865 wurde Jiménez Stellvertreter der Präsidenten. Am 1. November 1868 ließ er José María Castro Madriz wegputschen. Er beendete die Vorherrschaft der Kommandanten der Kasernen von San José und rief eine verfassungsgebende Versammlung ein, welche 1869 eine Verfassung erließ, in welcher die Grundschulbildung verpflichtend mit Kostenübernahme durch den Staat erklärt wurde.

Bei den Wahlen im April 1869 wurde er für die Amtszeit 1869-1872 zum Präsidenten gewählt. Er führte ein repressives Regime einschließlich Pressezensur, einige Oppositionelle verließen Costa Rica. In diesem Regime wurde das Colegio San Luis Gonzaga in Cartago gegründet. Am 27. April 1870 putschte Tomás Guardia Gutiérrez und erklärte Bruno Carranza Ramírez zum Präsidenten. Jiménez zog sich nach Cartago zurück, als seine Genger drohten ihn vor Gericht zu stellen, flüchtete er das Gebiet des heutigen Panama.

Die Regierung Tomás Guardia Gutiérrez erließ eine Amnestie, unter welcher er nach Costa Rica zurückkehrte.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Felipe Molina Bosquejo de la republica de Costa Rica, seguido de apuntamientos par su historia. New York 1851.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guillermo Brenes Tencio, Los funerales de Don Jesús Jiménez, Cantón Central de Cartago, Costa Rica, 1897 (PDF; 183 kB)
Vorgänger Amt Nachfolger
José María Montealegre Fernández
José María Castro Madriz
Präsidenten von Costa Rica
8. Mai 1863 - 8. Mai 1866
1. November 1868 - 27. April 1870
José María Castro Madriz
Bruno Carranza Ramírez