Johannes Willinges

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Johannes Willinges (* um 1560 in Oldenburg; † im August 1625 in Lübeck) war ein seit 1590 in Lübeck tätiger Maler und der führende Vertreter des norddeutschen Manierismus.

Leben[Bearbeiten]

Willinges stammte aus Oldenburg. Es wird angenommen, dass er seine Ausbildung in Venedig erhielt. Starke Einflüsse von Tintoretto, Jan Sadeler I., Crispijn de Passe I. und Adrian Collaert spiegeln sich in seinem Werk, das durch den Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942, soweit es sich in der Marienkirche (Bemalungen am Lettner, mehrere Epitaphien) und der Petrikirche (Epitaphien) befand, weitgehend verloren ist. Erhalten blieb in der Marienkirche sein Gemälde für das Epitaph des Ratsherrn Hinrich Wedenhoff (1592) mit einer Darstellung der Vision der Auferweckung nach Ezechiel 37, das heute im südöstlichen Chorumgang hängt. Sehenswert sind seine Gemälde im Haus der Lübecker Kaufmannschaft. Willinges war durch Heirat einer Kollegenwitwe Meister des Lübecker Maleramtes geworden und mehrfach dessen Ältermann.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Epitaph Wedenhoff

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodor Riewerts: Der Maler Johann Willinges in Lübeck. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft 3 (1936), S. 275-302

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johannes Willinges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elfriede Heinemeyer: Die Baugeschichte der St. Lambertikirche von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, in: Reinhard Rittner (Hrsg.): Oldenburg und die Lambertikirche, Holzberg, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-307-0, S. 63-96, hier S. 73 f.
  2. [1]