Julius Loewenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Julius Loewenberg (* 1800 in Strelno; † 12. Dezember 1893 in Berlin) war ein deutscher Geograph und Autor, Freund und Biograph Alexander von Humboldts.

Leben[Bearbeiten]

Er besuchte die Talmudschule in Kleczewo und das Gymnasium in Thorn. Anschließend studierte er an der Universität Berlin Kirchengeschichte, christliche Dogmatik und Geographie bei Carl Ritter. Schon während des Studiums entfaltete er eine reiche schriftstellerische Tätigkeit, die sich durch seine freundschaftliche Beziehung zu Alexander von Humboldt immer mehr in Richtung Geographie entwickelte.

In Leipzig wirkte er maßgeblich an der Redaktion der wissenschaftlichen Humboldt-Biographie in drei Bänden mit und gab nach Oskar Peschels Tod dessen zerstreute Abhandlungen zur Erd- und Völkerkunde, ebenfalls in drei Bänden, heraus (Leipzig 1877–1879).

Er schrieb eine große Anzahl vor allem geographischer Bücher und Reisebeschreibungen und verfasste zahlreiche geographische und literarische Artikel für eine Reihe von Fachzeitschriften, Konversationslexika sowie für die Allgemeine Deutsche Biographie.

Seit 1889 verbrachte er, an einer ihn stark behindernden Augenerkrankung leidend, seinen Lebensabend in einem jüdischen Altenheim in Berlin.

Schriften[Bearbeiten]

  • Alexander von Humboldt : Bibliograph. Übersicht seiner Werke, Schriften u. zerstreuten Abhandlungen In: Bruhns, Karl: Alexander von Humboldt
  • Oscar Peschel: Abhandlungen zur Erd- und Völkerkunde. Hrsg. von Julius Löwenberg, Leipzig 1877
  • Die Entdeckungs- und Forschungsreisen in den beiden Polarzonen. Leipzig, Wien, Prag 1886
  • Geschichte der Geographie von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Berlin 1866

Literatur[Bearbeiten]

  • Salomon Wininger: Große Jüdische National-Biographie. 1925–1936. Bd 4. S. 163 f.

Weblinks[Bearbeiten]