KFNB IId

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
KFNB IId / kkStB 308 / kkStB 308.5 / kkStB 227 / BBÖ 308 / BBÖ 308.5 / BBÖ 227 / ČSD 274.0 / PKP Pf12
KFNB IId 226 später kkStB 308.02
Technische Daten
Nummernbereich 225–236 237–251 252–269 270–281
Nummerierung: KFNB IId 225–281
kkStB 308.01–45, 500–511
kkStB 227.12, 36, 38
BBÖ 308.03–45 (mit Lücken)
ČSD 274.001–015
PKP Pf12-1–19
Anzahl: KFNB: 57 (16 von kkStB bestellt)
kkStB: 57 (von KFNB)
BBÖ 30 (von kkStB)
ČSD: 15 (von kkStB)
PKP: 19 (von kkStB und WWB)
Hersteller: Wr. Neustadt
Baujahr(e): 1895 1895, 1897–1899 1900–1901, 1905, 1907 1908
Ausmusterung: BBÖ: bis 1941
ČSD: bis 1939
Bauart: 2'B1 n2 2'B1 h2
Zylinderdurchmesser: 470 mm
Kolbenhub: 600 mm
Treibraddurchmesser: 1.960 mm
Laufraddurchmesser: 970 mm
Fester Radstand: 2.300 mm
Gesamtradstand: 8.350 mm
Gesamtradstand mit Tender: 13.896 mm
Rohrheizfläche: 156,9 m² 156,4 m² 116,4 m²
Strahlungsheizfläche: 11,80 m² 12,20 m²
Überhitzerheizfläche: 39,4 m²
Rostfläche: 2,90 m²
Kesselüberdruck: 13 atm
Leermasse: 54,7 t 55,0 t k.A.
Reibungsmasse: 28,0 t k.A.
Dienstmasse: 60,6 t 60,9 t k.A.
Tender 74
Dienstmasse mit Tender: 97,7 t 98,2 t k.A.
Wasser: 15,0 m³
Kohle: 7,5 m³
Länge: 10.402 mm
Länge mit Tender: 16.998 mm
Höhe: 4.550 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Die Dampflokomotivreihe KFNB IId war eine Schnellzug-Schlepptenderlokomotivreihe der Kaiser Ferdinands-Nordbahn (KFNB).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik lieferte zwischen 1895 und 1905 zunächst 41 Stück dieser Lokomotive der Bauart 2'B1. Es war dies die erste und auch schwächste europäische Atlantic-Type. Sie bildete bei der KFNB die Reihe IId. Im Jahre 1907 bestellte die kkStB weitere 4 Maschinen dieser Reihe auf Kosten der KFNB. Weitere zwölf Stück wurden 1908 angeschafft. Diese hatten allerdings den Dampftrockner Bauart Clench-Gölsdorf und unterschieden sich äußerlich von den anderen Maschinen durch nur einen Dom. Die KFNB gab den Maschinen der Reihe IId die Nummern 225–281. Bei den k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) bildeten nach der Verstaatlichung der KFNB 1909 die Nassdampfmaschinen die Reihe 308, die Heißdampfmaschinen die Reihe 308.5

1913 wurde die 308.12 in 2C umgebaut. Ihr folgte 1915 die 308.38 und 1916 die 308.36. Diese Lokomotiven bekamen unter Beibehaltung der Ordnungsnummern die kkStB-Reihennummer 227.

1898 und 1900 baute die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik 18 ähnliche Lokomotiven für die Warschau-Wiener Eisenbahn.

Nach dem Ersten Weltkrieg kamen 15 Stück als Reihe 274.0 an die Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD), neun Stück als Reihe Pf 12 an die Polnischen Staatsbahnen (PKP), die auch die verbliebenen zehn Stück von der Warschau–Wiener Bahn bekam. Die restlichen Maschinen blieben den Österreichischen Bundesbahnen (damals BBÖ), darunter die kompletten Reihen 308.5 und 227 (erst im Jahr 1920).

Die ČSD musterte die Reihe 274.0 bis 1939 aus. Auch die BBÖ entledigte sich ihrer Maschinen bald (227er bis 1932), sodass 1938 nur noch zwei Stück zur Deutschen Reichsbahn (DR) als 14 001–002 kamen. Diese wurden 1941 ausgeschieden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918. Verlag Slezak, Wien 1978, ISBN 3-900134-40-5.
  •  Alfred Horn: Die Kaiser-Ferdinands-Nordbahn. In: Die Bahnen Österreich-Ungarns. Band 2, Bohmann Verlag, Wien 1970.
  •  Ingo Hütter, Reimar Holzinger: Die Lokomotiven der PKP 1918–1939. DGEG, Hövelhof 2007, ISBN 978-3-937189-27-7.