Kartuschenpistole

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Eine Kartuschenpistole (auch Kartuschenpresse oder Skelettpistole) ist ein Werkzeug, mit dem man zum Beispiel Silikonkartuschen oder sogenannte Folienbeutel, auch "Sparpackungen" genannt, auspressen kann. Bei den zu verarbeitenden Medien handelt es sich in der Regel um Dichtstoffe bzw. Klebstoffe.


Kartuschenpistolen werden in verschiedene Kategorien der Bauart unterteilt:

  • Skelettpistolen die aus einem dünnen Rahmen aus Kunststoff oder Metall bestehen und die günstigste Variante darstellen.
  • Kartuschenpistolen mit und ohne Zahnstange (s. Bild) als Halbschale ausgeführt. Diese sind in der Wertigkeit und Stabilität den Skelettpistolen vorzuziehen.
  • Kartuschenpistolen mit Rohr sog. Powerflow Combi Modelle z.B. von PC Cox - Diese Pistolen haben einen Schraubverschluß und die Kartuschen werden von vorne eingeführt. Gute Modelle lassen durch einen Umbau des Druckstempels eine Verarbeitung von Kartuschen und Folienbeuteln zu.


Kartuschenpistolen werden weiterhin in verschiedene Kategorien der Herkunft der ausübenden Kraft zum Auspressen der Dichtmasse, bzw. des Klebstoffes unterteilt:

  1. Handdruckpistolen s. Bild mit Kraftübersetzungsverhältniss von 7:1 ((Skelettpistole)), 10:1, 12:1, 18:1 und 25:1 Das bedeutet, dass mit 1kg Druckausübung am Handgriff je nach Modell zwischen 7 und 25kg Druck ausgeübt werden kann. Eine Tabelle hierzu gibt es bei Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH auf www.innotech-rot.de zum downloaden. In den gängigen Baumärkten werden meist nur die Modelle mit 7:1 und 10:1 Druckkraftübersetzung angeboten.
  2. Druckluftpistolen Hier gibt es ausschliesslich Pistolen mit Rohr, wobei entweder von hinten Druckluft auf den Kartuschenboden einwirkt, oder die Luft indirekt einen Teleskopkolben, bzw. eine Druckstange mit Druckplatte auf den Kartuschenboden drückt.
  3. Akkupistolen Hier gibt es wieder Pistolen mit Halbschale oder mit Rohr. Es sind momentan Akkupistolen für Kartuschen von 2,4V bis 18V im Verkauf, wobei hier schon Drücke über 300kg erzeugt werden können und billige Kartuschen an ihre Belastungsgrenze bringen.


Skelettpistole

Die Kartusche wird von oben in die Pistole eingelegt. Durch Betätigen des Handhebels wird von hinten eine Stange gegen den Boden der Kartusche gedrückt. Der Boden bewegt sich dadurch ins Innere der Kartusche und presst dabei das in der Kartusche befindliche Material vorne aus der Düse. Ein Rückhaltebügel verhindert normalerweise das Zurückrutschen der Stange, er kann aber zur Entfernung einer leeren Kartusche gelöst werden.

Die Kartuschenpistole wird überwiegend im Bauwesen eingesetzt, z. B. um Silikon oder anderes Fugmaterial in Baufugen zu pressen.

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