Karum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zentralanatolien während der kārum-Zeit

Karum (n.; Pl.: karū) bezeichnet einen assyrischen Anlegeplatz oder Hafen. Es wird auch für Niederlassungen von Kaufleuten (tamkarum) verwendet. Viele davon befanden sich im Ausland. In altassyrischer Zeit lagen karū etwa in Kültepe (Kaniš), Alışar Höyük (ev. Amkuwa), Boğazkale (Hattuš) und Acemhöyük in Anatolien, weitere befanden sich in den noch nicht identifizierten Orten Turhumit und Purušḫanda. Die karū unterstanden einer eigenen Verwaltung, dem bēt kārim. Diese war auch im Handel tätig, konnte aber auch gegen Schuldner vorgehen, Häuser versiegeln oder sogar beschlagnahmen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaas R. Veenhof: "Modern" features in Old Assyrian Trade, in: Journal of the Economic and Social History of the Orient 40/4, 1997.