Kaygusuz Abdal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kaygusuz Abdal († 1444) war ein Sufi-Dichter und Begründer der Alevi-Bektaschi-Literatur. Er wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts geboren. Es existieren keine Quellen über sein Leben. Was über ihn bekannt ist, wurde vermutlich erst 150 Jahre nach seinem Tod aufgezeichnet. Demnach lautet sein richtiger Name Gaybi und er sei der Sohn des Beys des Sandschaks Alâiye (Alanya). Er habe eine gute Ausbildung genossen und sei ein unvergleichlicher Pehlivan (Ringer), Reiter, Bogenschütze und Schwertkämpfer gewesen. Bei einer Jagd sei er bei der Verfolgung eines Hirsches zum Derwisch-Konvent von Abdal Musa in Elmalı gelangt und dessen Murid geworden. Nach Wirrungen und Auseinandersetzungen habe er Abdal Musa 40 Jahre gedient. Kaygusuz Abdal soll die Haddsch vollzogen und dabei zahlreiche Länder und Städte bereist haben.

Aus einem der Gedichte von Kaygusuz Abdal wird aus der Erwähnung von Alâyi geschlossen, sein wirklicher Name habe Alâeddin gelautet, allerdings ist dies nur eine Nispe (Beiname), die über seine Herkunft Auskunft gibt.

Werke[Bearbeiten]

Seine Werke sind zum Teil lückenhaft überliefert.

  • Budalanâme
  • Kitâb-ı Miglâte
  • Vücudnâme
  • Dilgüşâ
  • Saraynâme
  • Divân
  • Mesnevi

Weiterführende Verweise[Bearbeiten]