Kettenförderer

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Kettenförderer zum Transport von Paletten oder Gitterboxen
Kettenförderer zum Transport von Schüttgut, hier ein Kettenkratzförderer zur Untertagegewinnung von Kohle

Kettenförderer sind Stetigförderer zum Transport von Stückgut (z. B. Paletten oder Gitterboxen) oder Schüttgut (z. B. Sand, Kohle oder Mehl). Sie gehören zu den Lastaufnahmemitteln in der Fördertechnik. Ein Kettenförderer besteht aus ein oder mehreren umlaufenden Kettensträngen auf welchen die zu transportierende Ware aufliegt. Die Antriebskettenräder sind über eine Welle miteinander verbunden. Der Kettentrieb wird von einem Elektromotor angetrieben welcher meist zweistufig angesteuert wird (Schleich- und Hauptgeschwindigkeit).

Kettenförderer für Stückgut werden erforderlich, wenn das Ladehilfsmittel auf Grund seiner Auflagen in Förderrichtung nicht mehr über Rollenbahnen transportiert werden kann. Eine Europalette z. B. kann in Längsrichtung problemlos über eine Rollenbahn transportiert werden da immer drei Bretter auf allen Rollen aufliegen, in Querrichtung ist der Transport über Kettenförderer notwendig da die Auflage auf den Rollen wegen der Öffnungen für die Gabelzinken zu klein werden.

Kettenförderer für Schüttgut haben gegenüber Förderbändern den Vorteil, dass sie staubdicht ausgeführt werden können, allerdings können keine derart langen Förderstrecken überbrückt werden und der Leistungsbedarf ist wegen der höheren Reibung größer.

Grundsätzlich gibt es zwei Arbeitsarten des Kettenförderers:

Kratzer 
Hier laufen die Ketten außerhalb des Fördergutes
Trogförderer 
Hier ist die Kette im Fördergut

Siehe auch[Bearbeiten]