Khanat Quba

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Das Khanat Quba war ein selbständiger Staat im heutigen Aserbaidschan, der von etwa 1680 bis 1806 existierte.

Entstehung[Bearbeiten]

Der Staat wurde um 1680 durch Landzuteilung an die Familie Saytaq (Kaytaq) begründet. Die Familie Saytaq war mit den Kadscharen sowie der Herrscherdynastie von Dagestan verwandt und genoss daher oft höheren Respekt als Herrscher anderer aserbaidschanischer Khanate. Das Fürstentum wurde 1747 unabhängig, als der persische Staat nach dem Tod von Nadir Schah zerfiel.

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Das Khanat wurde das mächtigste der nordaserbaidschanischen Staaten. Den Höhepunkt seiner Macht erreichte es unter Fath Ali Khan, der die Khanate Schirwan, Baku, Talysch (1768) und Salyan unterwarf. Zudem unternahm er eine militärische Expedition ins südlichere Khanat Ardabil, um gegen die persischen Zand-Prinzen vorzugehen. Der Staat litt jedoch sehr unter den Einfällen der russischen Armee in das Gebiet. Als Wiedergutmachung für die Ermordung des deutschen Wissenschaftlers Samuel Gottlieb Gmelin 1775 nahm Quba an militärischen Operationen des russischen Reiches gegen Dagestan teil. Dennoch zogen die Russen ihre militärische Hilfe bald wieder aus Quba ab, sodass es sich selbst gegen persische Ansprüche verteidigen musste.

Zerfall und russische Annexion[Bearbeiten]

Nach dem Tod Fath Ali Khans wurden die eroberten Khanate wieder unabhängig, und der Einfluss von Quba ging zurück. Nach den Eroberungen Agha Khan Qajars und der Unsicherheit, die diese brachten, zerfiel die Allianz der kaukasischen Khanate. 1806 wurde das Khanat Quba von Russland annektiert. 1816 wurde es in die neu geschaffene Provinz Şamaxı integriert.

Herrscherliste[Bearbeiten]

  • 1680 - 1721 Husayn Khan
  • 1721 Ahmad Khan
  • 1721 - 1722 Chulaq Surkhay Khan
  • 1722 - 1758 Husayn `Ali Khan
  • 1758 - 1789 Fath `Ali Khan
  • 1789 - 1791 Ahmad Khan
  • 1791 - 1806 Shaykh `Ali Agha
  • 1806 - 1816 Husayn Khan

Siehe auch[Bearbeiten]