Klickbetrug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Klickbetrug bezeichnet man eine Art des Internetbetruges, die vorrangig auf pro Klick vergütete Werbebannereinblendungen (vergleiche Pay per Click) abzielt. Klickbetrüger können manuell oder unter Zuhilfenahme von Programmen vorgehen. Dabei werden kommerzielle Werbeflächen geklickt oder solche Klicks simuliert, um dahinterliegende Abrechnungssysteme gezielt zu manipulieren.

Motivation[Bearbeiten]

Die Motivation zum Klickbetrug ist unterschiedlich und kann generell in zwei Arten unterschieden werden:

  • Verschaffen eines Wettbewerbsvorteils (hauptsächlich durch konkurrierende Werbefirmen)
  • Erschleichen von Leistungen

Folgende Arten von Wettbewerbsvorteilen sind vom Klickbetrüger üblicherweise beabsichtigt:

  • Ausreizen des Werbebudgets eines Mitbewerbers und damit Deaktivieren seiner Werbebanner
  • Verursachen zusätzlicher Werbekosten für Mitbewerber
  • Unter Werbepartnern ("Publishern"): Provozieren des Ausschlusses eines konkurrierenden Werbepartners

Sollen Leistungen erschlichen werden, handelt es sich meist um Folgende:

  • Direkter Mehrverdienst, durch Klicken auf eigene Anzeigen, um Mehreinnahmen zu generieren.
  • Indirekter Mehrverdienst, durch Klicken auf Anzeigen eines bestimmten Themas, um den Pro-Klick-Preis in die Höhe zu treiben.

Nachdem die Pay-per-Click-Anbieter wie Google rigoros gegen Werbepartner vorgehen, die sich durch Klickbetrug Leistungen erschleichen, wird die Hauptmotivation vor allem im Wettbewerbsvorteil zu finden sein.

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten]

Pay-per-Click-Werbeformen richten sich prinzipiell an eine anonyme Zielgruppe und verfügen häufig nur über geringe Möglichkeiten der Erfolgskontrolle. Am Beispiel Google Adwords ist nur dann eine Erfolgskontrolle möglich, wenn der Werbekunde (der für die Klicks bezahlt) in seine Internetseite entsprechende Mechanismen einbaut. Eine vergleichsweise gute Erfolgskontrolle des Klick- und Kaufverhaltens erlauben Dienste wie Google Analytics, der aber eine komplette serverseitige Implementierung auf der Internetseite des Werbetreibenden erfordert.

Da dieser Mechanismus der Erfolgskontrolle vom Werbekunden abhängt und nicht generell vorausgesetzt werden kann, stehen den Pay-per-Click-Anbietern hauptsächlich empirische Methoden zur Verfügung. So werden Schwankungen in den Klickzahlen oder verdächtige Klickmuster gesucht, um ungültige Klicks (sofern sie in erheblicher Zahl auftreten) relativ zielsicher zu ermitteln. Um einzelne Klicks und deren Verursacher zu ermitteln müssen diese Daten mit den Logfiles des Webservers abgeglichen werden. Aus den IP-Daten können die Internetserviceprovider wie z.B. die Telekom den einzelnen Anschluss von dem geklickt wurde ermitteln. Diese Daten werden jedoch i.d.R. nur auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Strafverfahren zur Verfügung gestellt und werden auch von den Internetserviceprovidern i.d.R. nur für einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert.

Weblinks[Bearbeiten]