Kommunionbank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kommunionbank in St. Laurentius, Ahrweiler
Kommunionbank in der Holmens Kirke in Kopenhagen

Eine Kommunionbank (auch Kommuniongitter oder Speisgitter genannt) ist eine etwa hüfthohe Schranke mitsamt vorgelagerter Bank zwischen dem Altarraum einer Kirche und dem übrigen Kirchenraum. Hier knien die Gläubigen beim Empfang der Kommunion. Kommunionbänke finden sich vor allem in katholischen Kirchen. In Skandinavien und Südschleswig zählen sie auch in vielen lutherischen Kirchen zum festen Kircheninventar.

Geschichte[Bearbeiten]

Historisch gehören Kommunionbänke zu den zahlreichen Formen von Begrenzungen, die in Kirchen seit frühester Zeit den Bereich des Altars und des Klerus vom Bereich des Volks trennten. Im Altertum waren steinerne Chorschranken die Regel. Daraus entwickelte sich im Osten die Ikonostase, im Westen der Lettner.

Als das Knien beim Empfang der Eucharistie üblich wurde, entstand die Form der Kommunionbank, die in der Barockzeit meist als kunstvoll geschmiedetes oder geschnitztes Gitter ausgestaltet wurde.

Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden die Kommunionbänke aus vielen katholischen Kirchen entfernt. Papst em. Benedikt XVI. spendet seit dem Fronleichnamsfest 2008 nur noch die Mundkommunion, die im Knien empfangen werden soll. Sein Beispiel hat auch zu einer Neubelebung der Kommunionbänke geführt.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Adam und Rupert Berger, Pastoral-liturgisches Handlexikon, Freiburg 1980, S. 19–20.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amt für die Liturgischen Feiern des Papstes, Studien der Konsultoren: Communion received on the tongue and while kneeling

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kommunionbank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien