Konkurrenz

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Konkurrenz (zu lateinisch concurrere ‚zusammenlaufen‘; ‚aufeinanderrennen‘),[1] auch Wettbewerb, Mitbewerb, österr. Bewerb, bezeichnet:

  • Rivalität, allgemein den emotionalen Wettbewerb um Ansehen, Macht (insbesondere Vormachtstellungen) oder Zuneigung, besonders im privaten Bereich und der Politik
  • Wettbewerb (Wirtschaft), den Wettbewerb verschiedener Anbieter um Kunden bzw. Aufträge
  • Architektenwettbewerb
  • Wettkampf, in Sport und Spiel sowie im kulturellen Bereich (Kunst etc.) Wettbewerb zur Erlangung einer Auszeichnung, eines Preisgeldes, eines Stipendiums oder eines Auftrags. Die Wettbewerbe bzw. das zu Erlangende werden ausgelobt.
  • Konkurrenz (Ökologie), eine Interaktion, in der sich Organismen (indirekt) wechselseitig beeinträchtigen, weil sie dieselbe begrenzte/limitierende Ressource nutzen
  • Konkurrenz (Strafrecht Deutschlands), im deutschen Strafrecht das Verhältnis, in dem mehrere Gesetzesverletzungen eines Täters zueinander stehen
  • Anspruchskonkurrenz, im deutschen Zivilrecht die Tatsache, dass ein Gläubiger mehrere inhaltsgleiche Ansprüche auf selbständige verschiedene Anspruchsgrundlagen stützen kann
  • Concorso di reati, das Verhältnis, in dem im italienischen Strafrecht mehrere Gesetzesverletzungen eines Täters zueinander stehen
  • In der Schweiz ein Gewinnspiel.

Konkurrenz bzw. Wettbewerb wurde, nach grundlegenden soziologischen Überlegungen Anfang des 20. Jahrhunderts,[2] fast nur in der Ökonomie (und Ökologie) thematisiert. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts werden vermehrt umfassende Analysen zu Konkurrenz bzw. Wettbewerb vorgelegt.[3]

Siehe auch:

 Wiktionary: Konkurrenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: Konkurrenz – Zitate
 Wiktionary: Wettbewerb – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: Wettbewerb – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georges, Karl E. 1972: [Eintrag] con-curro. In: Georges, Heinrich (Hg.): Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover, Hahnsche Buchhandlung: 1414–1415; Kluge, Friedrich 2002: [Eintrag] konkurrieren. In: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Berlin, de Gruyter: 521–521.
  2. Siehe insb. Simmel, Georg 1903: Soziologie der Konkurrenz. Neue Deutsche Rundschau 14 (10): 1009–1023 [online unter http://socio.ch/sim/verschiedenes/1903/konkurrenz.htm]; Mannheim, Karl 1929: Die Bedeutung der Konkurrenz im Gebiete des Geistigen. In: (DGS), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (Hg.): Verhandlungen des 6. Deutschen Soziologentages vom 17. bis 19. September 1928 in Zürich: Vorträge und Diskussionen in der Hauptversammlung und in den Sitzungen der Untergruppen. Tübingen, Mohr Siebeck: 35-83 [online unter http://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/18802].
  3. Siehe insb. Rosa, Hartmut 2006: Wettbewerb als Interaktionsmodus. Kulturelle und sozialstrukturelle Konsequenzen der Konkurrenzgesellschaft. Leviathan 34 (1): 82-104; Jessen, Ralph (Hg.) 2014: Konkurrenz in der Geschichte. Praktiken - Werte - Institutionalisierungen. Frankfurt/M., Campus; Kirchhoff, Thomas (Hg.) 2015: Konkurrenz. Historische, strukturelle und normative Perspektiven. Bielefeld, transcript [Einleitung online unter http://www.transcript-verlag.de/media/pdf/282a7680d49b8808454955404209f03f.pdf]; Lütge, Christoph 2014: Ethik des Wettbewerbs: Über Konkurrenz und Moral. München, Beck; Wetzel, Dietmar J. 2013: Soziologie des Wettbewerbs. Eine kultur- und wirtschaftssoziologische Analyse der Marktgesellschaft. Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften; Werron, Tobias 2010: Direkte Konflikte, indirekte Konkurrenzen. Unterscheidung und Vergleich zweier Formen des Kampfes. Zeitschrift für Soziologie 39 (4): 302-318 [online unter http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/viewFile/3043/2577].
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