Kontrastive Linguistik

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Die kontrastive Linguistik (insbesondere in Osteuropa auch konfrontative Linguistik genannt) beschäftigt sich mit dem systemhaften synchronen Vergleich von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zweier oder mehrerer Sprachsysteme auf phonologisch-phonetischer, morphologischer und syntaktisch-semantischer Ebene. Wichtige Arbeitsbereiche sind: kontrastive Phonetik, kontrastive Syntax, kontrastive Semantik, sowie kontrastive Pragmatik. Sie hat ihren Ursprung im Strukturalismus der fünfziger Jahre als neue Grundlage für einen effektiveren Fremdsprachenunterricht.

Sprachen werden bilateral (auch multilateral, gegenseitig) oder unilateral (von einer zur anderen Sprache) in einem bestimmten Phänomen (z. B. Monatsnamen) miteinander konfrontiert und in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden beschrieben.

Die Phänomene in den Sprachen können dabei konvergent, divergent oder äquivalent sein.

Siehe auch: Vergleichende Sprachwissenschaft

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Rein: Einführung in die kontrastive Linguistik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1983, ISBN 3-534-08303-2.
  • Reinhard Sternemann (Hrsg.): Einführung in die konfrontative Linguistik. Leipzig: Verlag Enzyklopädie 1983, 147 S., http://d-nb.info/840089414.
  • Özlem Tekin: Grundlagen der Kontrastiven Linguistik in Theorie und Praxis. Tübingen: Stauffenburg 2012, ISBN 978-3860571095.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Kontrastive Linguistik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen