Konzept
Konzept (von lateinisch concipere ‚erfassen‘) bezeichnet in der deutschen Alltagssprache einen groben, noch nicht bis zum Detail ausgeführten Plan. Im weiteren Sinn wird Konzept
- als Sammlung von Leitsätzen oder Prinzipien oder
- als Skizzen eines Vorhabens
verstanden. In schriftlicher Form legen Konzeptpapiere die Vorgehensweise für bestimmte Vorhaben verbindlich dar.
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[Bearbeiten] Konzept als Plan
Ein Konzept ist ein grober Plan, welcher die Maßnahmen zur Erreichung eines Ziels auflistet oder beschreibt,
Zu bemerken ist die gehäufte Wortverwendung im öffentlichen Reden.
[Bearbeiten] Konzept als Bündelung von Eigenschaften
Ein Konzept kann eine Menge von Objekten durch die Benennung jeweils gleich ausgeprägter Eigenschaften oder Beziehungen beschreiben. In philosophischen oder sprachwissenschaftlichen Kontexten wird das Wort Konzept synonym zu Begriff verwendet. Im Vergleich zum angelsächsischen Sprachgebrauch des Wortes concept steht die Bedeutung des deutschen Konzept im semiotischen Dreieck näher bei der (mentalen) Vorstellung. Offen ist, ob Konzept synonym zum Wort Begriff der Alltagssprache verwendet wird. Offen ist auch, ob die angelsächsische Verwendung von concept generell die in der Alltagssprache gegebenen, naiven Versionen der Begriffsinhalte erfasst.
Beispiele:
- Lebewesen, denen die Eigenschaften der Flugfähigkeit und der Eier legenden Fortpflanzung zukommen, sind Vögel. Das Konzept Vogel kann demnach nicht den Pinguin einschließen. In die Alltagssprache wird nicht das Spezialwissen der Vogelkunde eingebracht.
- Das Konzept Ehe ist eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Mann und Frau. Die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist demnach keine Ehe. Jedoch kann unahängig hiervon die Rechtsauffassung von Spezialisten des Öffentlichen Rechts am Bundesverfassungsgericht mit ihrem Begriff der Ehe laut Grundgesetz anders ausfallen.
[Bearbeiten] Literatur
- Willard Van Orman Quine: Theorien und Dinge, übersetzt von Joachim Schulte, Frankfurt 1985, ISBN 3-518-28560-2
- Massimo Piatelli-Palmarini: Die Illusion zu wissen Was hinter unseren Irrtümern steckt, Reinbeck 1997, ISBN 3-499-60136-2, S. 132;