Konzeption

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Eine Konzeption (w; Verb: konzipieren, Adjektiv: konzeptionell, aus dem Lateinischen concipere: auffassen, erfassen, begreifen, empfangen, sich vorstellen) ist eine umfassende Zusammenstellung der Ziele und daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung eines größeren und deshalb strategisch zu planenden Vorhabens. Sie beinhaltet die dazu notwendigen Informationen und Begründungszusammenhänge, häufig darüber hinaus auch eine Chancen-Risiken-Abwägung sowie einen Zeit- und Maßnahmenplan und eine Ressourcenplanung (Zeit, Geld, Material, Personal).

Konzept und Konzeption werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, wobei eine Konzeption in Tiefe und Breite der Vorüberlegungen und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Planungsobjekt oder Thema eher umfassender und detaillierter als ein Konzept ist. Um dieser Äquivokation zu entgehen, werden erste planerische Entwürfe als Vorstufen von Konzeptionen daher häufig nicht als Konzepte, sondern als Exposés o. ä. bezeichnet. In der Regel werden Konzeptionen schriftlich niedergelegt und sie sollten in regelmäßigen Zeitabständen auf ihre Relevanz und Aktualität überprüft werden.

Sozialpädagogik[Bearbeiten]

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Die sozialpädagogische Konzeption eines Hilfeplans:[1]

Der Hilfeplan aus der Praxis der Jugendhilfe untersucht die dazu notwendigen Informationen und Begründungszusammenhänge, häufig darüber hinaus auch eine Chancen-Risiken-Abwägung sowie einen Zeit- und Maßnahmenplan und eine Ressourcenplanung (Zeit, Geld, Material, Personal)[2]

Konzept und Konzeption[Bearbeiten]

Eine sozialpädagogische Definition von Konzeption und Konzept:[3]

Konzept und Konzeption werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, wobei eine Konzeption in Tiefe und Breite der Vorüberlegungen und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Planungsobjekt oder Thema umfassender und detaillierter als ein Konzept ist[4].

Definition von Konzept als eine Aussage von Konzeption[Bearbeiten]

In der psychologischen Begriffsverwendung wird "Konzeption" (engl. "conception") als "(...)Phase des kognitiven Geschehens, in deren Verlauf ein begriffliches Erfassen von Aspekten, Eigenschaften oder Relationen von Gegenständen oder Sachverhalten stattfindet"[5] bezeichnet. "In den Bereich der Konzeption fallen somit Vorgänge, die als Abstraktion, Generalisierung, Überlegen und Vergleichen beschrieben werden. Das Instrument der K. ist die Sprache, das Ergebnis sind Aussagen (engl. Syn. concept formation)."[6] Somit wird Konzeption als Abschnitt eines kognitiven Geschehens betrachtet, mit dessen praktischen und theoretischen Werkzeugen, Begrifflichkeiten in den Denkansätzen des Überlegens (Betrachtung der Begrifflichkeiten in Bezug auf alle Menschen und Forschungsansätze), des Vergleichens (Begrifflichkeiten in Beziehung zueinander stellen), des Generalisierens (Beziehen der Begrifflichkeiten auf die Allgemeinheit) und des Abstrahierens (Abstraktion=""abziehen" der Vielfalt von Einzelanschauungen, -vorstellungen und perspektiven , die das Allgemeine, Notwendige und/ oder Wesentliche herausschält"[7]) geklärt werden. Betrachtet man Konzeption in diesem Zusammenhang aus einer Ergebnisperspektive, ist die Aussage als Ergebnis der Konzeption ein Konzept. Das Instrument von Konzepten ist dabei Sprache, das heißt wiederum ein Konzept kann man sprechen, hören, lesen und schreiben. Ein Konzept ist also ein Ergebnis des Instruments des Prozesses kognitiver Konzeption von Begriffen mit Sprache, der gleichzeitig eine Aussage zum Begriff enthält.[8]

Das sozialpädagogische Konzept[Bearbeiten]

In der sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Praxis sind Hilfekonzepte Grundlagenbeschreibungen von Angeboten einer sozialpädagogischen Institution. Konzeptionen sind dabei wichtige Prozesse zur Klärung von Begrifflichkeiten wie Zielgruppen und Handlungsfelder und Erfahrungshintergrund der beteiligten Personen und Institutionen in der Hilfeplanung. Die Theorie- und Handlungsausrichtung der Sozialarbeit sind die Zusammenhänge von Mensch und Umwelt. Der Begriff Konzept in Zusammenhang mit dem Begriff Hilfe weist auf ein modernes Verständnis von Sozialarbeit/pädagogik als „Hilfe zur Selbsthilfe für Mensch und Umwelt“[9] für Mensch und Umwelt . Hilfs-Konzepte dienen dabei auch als Handlungsrahmen für die Ausgestaltung und Aktualisierung der im Konzept (als Abschnitt der Erkenntnisansätze zu irgendeinem Zeitpunkt) festgehaltenen Begrifflichkeit "Hilfe" für die Ziele und Zielgruppen der Sozialpädagogik. unter zeitlich-geschichtlichen Gesichtspunkten. Am Beispiel des Konzepts als Ausgestaltungsform sozialpädagogischer/-arbeiterischer Hilfen lässt sich also die historische Bedeutsamkeit, Relevanz und Aktualität vom zentralen Betrachtungegenstand sowie die soziale Bedeutsamkeit, Relevanz und Aktualität, die Hilfe senden und empfangen in der betrachtenden Form von Sprache als Konzept zusammenfassen. Ein anderes Wort dafür könnte Standortbestimmung sein. Im sozialpädagogischen Zusammenhang kann Konzept also auch als Plan oder Standortbestimmung verstanden werden, dessen erste Umsetzung Sprache darstellt und der in Berücksichtigung zeitlicher und sozialer Aspekte Aussagen enthält. Im Prozess der Konzeption kann sozialpädagogische Hilfe so mit dem sprachlich eingesetzten Mittel der Kognition zur Aufgabe werden und eine Zielgruppe sowie eine zeitliche und örtliche Dimension von Hilfe in Berücksichtigung der Zielgruppenmerkmale als Begrifflichkeit zur Konzeption erhalten. Hilfskonzepte in der Sozialpädagogik sind also Ergebnisse des Prozess der Konzeption, der wiederum mit dem Instrument Sprache als kognitives Hilfsmittel Menschen, Umwelt und Hilfen in übergeordneten Zusammenhängen betrachtet.[10]

Um der Äquivokation des synonymen Gebrauchs von "Konzeption" und "Konzept" zu entgehen, werden erste planerische Entwürfe als Vorstufen von Konzeptionen daher häufig nicht als Konzepte, sondern als Exposés o. ä. bezeichnet. In der Regel werden Konzeptionen und ihre Ergebnisse schriftlich niedergelegt und sie sollten in regelmäßigen Zeitabständen auf ihre Relevanz und Aktualität überprüft werden.[11]

Medizin[Bearbeiten]

Konzeption ist auch ein medizinlateinischer Ausdruck für Empfängnis.

Management[Bearbeiten]

Im betrieblichen Planungsprozess unterscheidet man

  • strategische,
  • operative,
  • taktische Konzepte

Kommunikations- und Werbebranche[Bearbeiten]

In der Kommunikationsbranche ist die Konzeption(serstellung) eine der typischen Phasen in der Entwicklung von Werbekampagnen oder Werbemitteln und wird für gewöhnlich gesondert in Rechnung gestellt. Insofern Konzeptionen die Ideen enthalten, unterliegt ihre schöpferische Leistung als geistiges Eigentum dem Urheberrecht, für dessen Nutzung dem Rechte-Inhaber somit ein der Dauer und dem Umfang angemessenes Nutzungsentgelt zusteht. Mitarbeiter, welche Konzepte/Konzeptionen erstellen, werden in Werbe- und Kommunikationsagenturen als 'Konzeptioner' oder Konzepter bezeichnet.

Didaktik[Bearbeiten]

In der Didaktik bezeichnet die Konzeption den methodischen Schwerpunkt (die „Färbung“) von Lehrgängen.[12] Beispiele sind die Lernziel-, die Projekt- und die Problem-Orientierung.

Technik[Bearbeiten]

Bei der Planung von Vorhaben werden Konzepte entwickelt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Ein Ziel könnte z. B. sein, eine Maschine so zu konstruieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt für einen anderen Verwendungszweck umgebaut werden kann (modularer Maschinenbau).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Becker, I./Martin, R.(Hrsg.) (o.J.): "Der Hilfeplan nach § 36 SGB VIII",in: SGB VIII Online-Handbuch, URL:http://www.sgbviii.de/S30.html
  2. (vgl. Becker, I./Martin, R.(Hrsg.) (o.J.): "Der Hilfeplan nach § 36 SGB VIII",in: SGB VIII Online-Handbuch, URL:http://www.sgbviii.de/S30.html
  3. Jantze, S. (2010):Hilfsangebote für Kinder psychotischer Eltern in Deutschland. Ein sozialpädagogisches Konzept" Diplomarbeit zur Vorlage an der FachHochschule Bielefeld im Studiengang Diplom-Sozialpädagogik
  4. (vgl.Jantze 2010)
  5. Fröhlich, Werner D. (2005): "Wörterbuch Psychologie". Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München
  6. Fröhlich, Werner D. (2005): "Wörterbuch Psychologie". Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München, S.292
  7. Fröhlich, Werner D. (2005): "Wörterbuch Psychologie". Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München, S.33
  8. (ebd.S.292)
  9. vgl. Schilling/Zeller (2007): "Soziale Arbeit. Geschichte Theorie Profession", Ernst Reinhard Verlag München, S.48-53
  10. (vgl.Jantze, S. (2010): "Hilfsangebote für Kinder psychisch kranker Eltern in Deutschland. Ein sozialpädagogisches Konzept" Diplomarbeit zur Vorlage an der FachHochschule Bielefeld im Studiengang Diplom-Sozialpädagogik)
  11. (vgl. Jantze, Fröbel,Schilling/Zeller)
  12. Glöckel, H.: Vom Unterricht, Verl. J. Klinkhardt, 3. Aufl., Bad Heilbrunn 1996.

Weblinks[Bearbeiten]