Kylix

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Dieser Artikel behandelt die Entwicklungsumgebung Kylix; zum Gefäß siehe Kylix (Gefäß).

Kylix war eine Entwicklungsumgebung für das Betriebssystem Linux. Der Name stammt aus dem Griechischen und bezeichnet ein Trinkgefäß.

Kylix wurde basierend auf Delphi und C++ Builder von Borland entwickelt. Als grafische Bibliothek setzt sie auf dem GUI-Framework Qt auf, das mittels einer Bibliothek namens CLX angesprochen wird.

Die Kylix-IDE basiert auf WINE und libwine und ist damit keine native Linuxanwendung. Leicht zu erkennen ist dies daran, dass sich die Farbe des Mauszeigers im Kylix-Fenster zu weiß ändert und Font-Metrics erstellt werden müssen (siehe Stellungnahme Borland). Dabei ist zu beachten, dass WINE kein Emulator ist und somit die IDE völlig darauf basieren kann und trotzdem keiner ihrer Teile unter einer Emulation laufen. Borland hat diesen Weg gewählt, da die Kylix-IDE ein Nebenprodukt von Delphi 5 ist und die Windows-Systemaufrufe auf Linux umgesetzt werden mussten.

Mit Kylix erstellte Anwendungen sind hingegen echte Linuxanwendungen, die Wine nicht benötigen.

Ursprünglich wurde als Programmiersprache Delphi (früher Object Pascal genannt) von Borland unterstützt, seit der Version Kylix 3 (erschienen im Jahr 2002) ist auch die Programmierung in C++ möglich.

Ähnlich wie bei Visual Basic wird die Programmierung durch eine visuelle Programmierumgebung erleichtert.

Borland stellt neben den kommerziellen Versionen auch eine sogenannte Kylix Open Edition zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung, mit der allerdings nur Programme unter der GPL entwickelt werden dürfen.

Mittlerweile ist das Projekt Kylix aber eingestellt. Folglich ist Kylix nicht mehr mit jedem Linux-Kernel kompatibel; je neuer der Kernel, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Kylix nicht lauffähig ist. Probleme mit Kylix-Anwendungen haben in den meisten Fällen damit zu tun, dass in Kylix erstellte Anwendungen nicht besonders sauber mit dem Stack umgehen, was GRSec als bösartig einstuft und deswegen den Prozess sofort terminiert. Abhilfe schafft in den meisten Fällen

chpax -pEmrxs /path/to/executable
su <username> setarch i686 /path/to/executable

Wobei der letzte Befehl nicht immer notwendig ist und eventuell die Architektur angepasst werden muss. Der erste Befehl schaltet die Stacküberwachung für das angegebene Programm ab und löst in den meisten Fällen das Problem bereits.

Lazarus ist eine stark an Delphi und damit auch Kylix angelehnte Entwicklungsumgebung, die unter der GNU General Public License (GPL) steht.

Siehe auch: Gambas (Programmiersprache)

[Bearbeiten] Literatur

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