Laima (Unternehmen)

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Laima ist der größte Süßwarenhersteller in Lettland. Der Unternehmenssitz ist in Riga, das Unternehmen ist nach Laima, der Schicksalsgöttin der Lettischen Mythologie benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

historisches Fabrikgebäude der Firma Laima in Riga

Die Wurzeln des Unternehmens liegen im 19. Jahrhundert. Theodor Riegert gründete 1871 eine Firma, die sich zum größten Hersteller von Konfiseriewaren in den baltischen Provinzen des Russischen Reichs entwickelte. Obwohl der russische Markt nach dem Ersten Weltkrieg verloren ging, konnte die Firma in Lettland auch danach eine dominierende Stellung behaupten.

Das Konkurrenzunternehmen von L. W. Goegginger stellte seit 1881 Bonbons, Schokolade und verschiedene Lebensmittel in Dosen her. Ab 1910 verkaufte Vilhelms Ķuze unter der Markenbezeichnung Staburadze Süßigkeiten und Schokolade.

Ein weiterer Schokoladenproduzent war die 1925 gegründete, schnell expandierende Firma Laima. Als deren jüdische Besitzer 1937 nach Palästina auswanderten, kaufte der lettische Staat die Aktien der Gesellschaften AS Riegert und Laima und verschmolz die beiden Unternehmen. [1]

1941 wurden alle Privatunternehmen verstaatlicht. Laima spezialisierte sich auf die Herstellung von Schokolade und Pralinen, L. W. Goegginger wurde zu Uzvara umbenannt und stellte Bonbons her, Staburadze hieß fortan 17. Juni und stellte Gebäck her.

1993, respektive 1994, wurden Laima und Uzvara wieder als Aktiengesellschaften privatisiert. 1998 fusionierten sie unter dem Namen Laima, Uzvara blieb als Markenbezeichnung erhalten, ebenso Staburadze, das schon zuvor in Laima aufgegangen war. [2]

Anders als andere regionale Markenhersteller, wie die zum amerikanischen Mondelēz-Konzern gehörenden Karūna in Litauen, Marabou in Schweden und Freia in Norwegen, konnte Laima die Übernahme durch ein international operierendes Unternehmen bisher vermeiden. Hauptaktionär von Laima ist die Nordic Partners Group, die ihrerseits mehrheitlich vom isländischen Investor Gísli Reinison beherrscht wird. Im Dezember 2006 ging Laima an die Börse in Riga, dieser Schritt wurde aber schon im Juli 2007 durch einen Aktienrückkauf rückgängig gemacht.

Laima ist heute der größte Hersteller von Süßigkeiten im Baltikum. Die Jahresproduktion liegt bei 16.000 Tonnen, der Jahresumsatz bei 24 Millionen Lat. 700 Personen sind bei Laima beschäftigt.

Die Laima-Uhr in Riga

Dies und das[Bearbeiten]

  • Das Schokoladen-Bonbon Serenāde hat die längste Markengeschichte in Laimas derzeitigem Angebot. Die Rezeptur ist seit 1937 unverändert.
  • Die Laima-Uhr in Riga unweit des Freiheitsdenkmals ist ein beliebter und vielbesungener Treffpunkt der lettischen Hauptstadt. Die Uhr wurde 1924 mit der Absicht aufgestellt, dass die Arbeiter rechtzeitig zur Arbeit erscheinen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About Laima : History (englisch, gesichtet 23. Juni 2011)
  2. No Ķuzes līdz Staburadzei (lettisch, gesichtet 23. Juni 2011)