Lake-Maitland-Uranlagerstätte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Lake-Maitland-Uranlagerstätte befindet sich an dem trocken gefallenen Salzsee Lake Maitland, ungefähr 100 km südöstlich von Wiluna in Western Australia.[1][2] Dort soll der erste aktive Uranbergbau in Western Australia ab 2012 betrieben werden.

Abbauplanung[Bearbeiten]

An dem See befindet sich das am weitesten entwickelte Uranprojekt in Western Australia, das Lake-Maintland-Uranium-Projekt, das von der kanadischen Gesellschaft Mega Uranium vorangetrieben wird und seine Produktion 2012 aufnehmen wird.[3] Es könnte das erste aktive Uranabbau-Projekt in Western Australia werden.[4][5] Es ist beabsichtigt 750 t U3O8 jährlich herzustellen.[3]

Der Uranabbau am Lake Maitland ist eines von drei Projekten in Western Australia, neben der Centipede-Lake-Way-Uranlagerstätte, die 2013 mit dem Uranabbau beginnen, und der Yeelirrie-Uran-Lagerstätte von der BHP Billiton, die den Abbau ab 2014 beginnen wird. Die drei Abbau-Projekte befinden sich im Umkreis von 100 km von Wiluna.[5]

Uran-Abbauprojekt[Bearbeiten]

Lagekarte des Wiluna-Leinster-Gebiets.

Bis 2008 hatte die Regierung von Western Australia ein Uranabbauverbot verhängt, das nach der Wahlniederlage der Australian Labor Party von der Liberal Party aufgehoben wurde.[6] Gegen diese politische Entscheidung gab es Proteste der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia[7] Die lokalen Aborigines kritisierten die Regierung und forderten Garantien für ihr Land und die dort lebenden Tiere.[8][9] Die Projekte führten zu Protesten der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, die den Abbau verhindern will.[10]

Die Uranlagerstätte am Lake Maitland wurde 1972 von der Asarco Australia entdeckt.[11] Die Lagerstätte wurde in geringem Umfang in den 1980er Jahren erkundet, weil es damals unterschiedliche Auffassungen der Eigentümer über die Verwendung der Lagerstätte und Eigentümerwechsel gab.[12]

Nach mehreren Bohrungen durch die Redford Ltd in 2005 wurde diese von der Mega Uranium im Dezember 2006 übernommen, die weitere Bohrungen und Erkundungen in den Jahren 2007 bis 2008 vornahm. Der künftige Bergbaugelände liegt weitab und profitiert von vorhandenen Infrastrukturen anderer Bergbaue in der Region. Sie liegt ungefähr 30 km nördlich der Bronzewing Gold Mine.[11]

35 % der Aktienanteile hält das japanische Konsortium Japan Australia Uranium Resources Development Co (JAURD). JAURD gehört den japanischen Stromkonzernen Kansai Electric Power, Kyushu Electric Power und Shikoku Electric Power, die gemeinsam Atomkraftanlagen in Japan betreiben.[13]

Die Lagerstätte soll 10 Jahre betrieben werden.[13]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Search Results - Lake Maitland: Webseite der Geoscience Australia, abgerufen am 15. Februar 2011
  2. Australia - Road and 4WD Atlas, HEMA maps, Seite 85
  3. a b Michael Lampard: Uranium Outlook to 2013-14. In: Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics. Abgerufen am 15. Februar 2011.
  4. perthnow.com.au: Great science debates of the next decade: Spotlight on uranium vom 1. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2011
  5. a b Toro gets approval for uranium project The Sydney Morning Herald vom 7. Januar 2010, abgerufen am 15. Februar 2011
  6. Toro gets WA nod for uranium project adelaidenow.com.au vom 7. Januar 2010, abgerufen am 28. April 2011
  7. Mining Projects Webseite der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, abgerufen am 17. Februar 2011
  8. BHP under fire over uranium plans at AGM: ABC Rural vom 17. November 2011, abgerufen am 17. Februar 2011
  9. perthnow.com.au BHP bosses grilled at AGM in Perth vom 16. November 2010, abgerufen am 28. April 2011
  10. anawa.org.au: Webseite der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, abgerufen am 15. Februar 2011
  11. a b Lake Maitland Webseite von Mega Uranium, abgerufen am 15. Februar 2011
  12. Lake Maitland Uranium Deposit The Sustainable Energy & Anti-Uranium Service website, abgerufen am 15. Februar 2011
  13. a b Japan's nuclear sector takes uranium stake The Age vom 2. März 2009, abgerufen am 15. Februar 2011

-27.166667121.083333Koordinaten: 27° 10′ 0″ S, 121° 5′ 0″ O