Laminektomie

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Ein Brustwirbel von oben. Entfernt werden die Laminae von beiden Seiten und der dazwischen liegende Dornfortsatz (ganz unten).
Röntgenbild der Lendenwirbelsäule bei einem Zustand nach Hemilaminektomie am 5. Lendenwirbel links (rechts im Bild).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Laminektomie ist eine Operationsmethode an der Wirbelsäule. Dabei wird der Wirbelbogen mit dem Dornfortsatz eines oder mehrerer Wirbel entfernt, um Platz für eine Rückenmarks- oder Bandscheibenoperation zu gewinnen oder aber um einen zu hohen Druck, zum Beispiel auf Grund eines Tumors im Wirbelkanal, entlasten zu können.

Da es durch diese Operation zu Instabilitätserscheinungen im Bereich der Wirbelsäule, insbesondere Luxationen kommen kann, wird der Eingriff meist in Zusammenhang mit einer Spondylodese vorgenommen. Häufig wird auch eine Hemilaminektomie durchgeführt. Dabei wird lediglich eine Hälfte des Wirbelbogens entfernt.

Die ersten Laminektomien wurden 1886 von William Macewen in Glasgow und 1887 von Sir Victor Alexander Haden Horsley am University College London durchgeführt. Kriegsverletzungen des Rückenmarks durch Einschüsse oder Bajonettstiche wurden während des Ersten Weltkriegs in Lokalanästhesie, weitgehend unblutig und nach Röntgendiagnostik mit dem in einem Feldlazarett vorhandenen Operationsbesteck mittels Laminektomie behandelt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Brörken: Ueber Kriegsverletzungen des Rückenmarks. Univ.-Diss. Berlin, 1920
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