Laufrichtung

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Laufrichtung bezeichnet generell die aus einer – eventuell nur gedachten – Bewegung entstandene Richtungs- oder Positionsangabe; der Begriff wird in der Regel nur verwendet, wenn eine von zwei möglichen Richtungen angegeben wird.

Papier[Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit Papier beschreibt die Laufrichtung (engl: machine direction, Abkürzung: md) im Rahmen der industriellen Papierherstellung die Anordnung der Zellstofffasern im fertigen Produkt.

Die Fasern schwimmen während der Papierherstellung frei und ordnen sich parallel zur Produktionsrichtung der Papierbahn ein. Dadurch lässt sich später das Papier im fertigen Zustand in der einen Richtung (mit der Faser) leichter biegen als gegen die Faserrichtung. Für die Zeitschriften- und Buchherstellung muss die Laufrichtung immer parallel zum Buchrücken sein, da sich die Seiten sonst sehr schlecht blättern lassen. Lediglich bei Bezugsmaterialien für Ordner und Ringbücher ist sie quer zum Buchrücken richtig.

  • Breitbahn (BB): Der Papierbogen liegt breit in der Papierbahn, DIN 6725, die kurze Kante liegt längs der Faserlänge
  • Schmalbahn (SB): Der Papierbogen liegt schmal in der Papierbahn, DIN 16544, die lange Kante liegt längs der Faserlänge

Schriftsystem[Bearbeiten]

Die Laufrichtung einer Schrift (die Schreibrichtung) verläuft von links nach rechts (oder von rechts nach links) sowie von oben nach unten (oder von unten nach oben). Hierbei können nicht nur einzelne Zeilen oder Spalten gemeint sein, sondern auch Textspalten oder Tabellenzellenanordnungen. Siehe auch Zickzack und Bustrophedon.

Technik[Bearbeiten]

In der Technik beschreibt der Begriff unter anderem die Laufrichtung bei Getrieben und Freiläufen (Vorlauf, Rücklauf), die Laufrichtung im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn, die Laufrichtung von Reifen usw.

Weblinks[Bearbeiten]