Londoner Botschafterkonferenz (1912)

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Bei der Londoner Botschafterkonferenz am 16. Dezember 1912 wurde die Loslösung Albaniens vom Osmanischen Reich von Europas Großmächten Russland, Österreich-Ungarn, Italien, Deutschland und Großbritannien anerkannt. Am 28. November 1912, nach einer Serie von Revolten gegen die osmanische Herrschaft, hatten zuvor albanische Patrioten die Unabhängigkeit ihres Landes ausgerufen. Zum Zankapfel der Konferenz entwickelte sich die Situation in Makedonien, wo sich serbische, bulgarische und griechische Interessen überschnitten.

Bestrebungen, die schwierige Situation auf dem Balkan im Verhandlungswege auf Dauer zu lösen, scheiterten bei dieser Botschafterkonferenz. Zwar kam es nach dem Ersten Balkankrieg unter Vermittlung der Großmächte zum Londoner Vertrag. Das Osmanische Reich verlor hierbei weitere Teile seines europäischen Besitzes. Doch schon kurze Zeit nach Vertragsschluss brach der Zweite Balkankrieg aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Adam: Großbritanniens Balkandilemma. Die britische Balkanpolitik von der bosnischen Krise bis zu den Balkankriegen 1908-1913. Kovač, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4741-4, (Schriftenreihe Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit 61), (Zugleich: Erlangen-Nürnberg, Univ., Diss., 2009).
  • Richard C. Hall: The Balkan wars 1912 - 1913. Prelude to the First World War. Routledge, London u. a. 2000, ISBN 0-415-22946-4, (Warfare and history ), (Auch Nachdruck: ebenda 2010, ISBN 978-0-415-22947-0).
  • Robert Raymond Kritt: Die Londoner Botschafter-Konferenz 1912-1913. Dissertation Wien 1961.